Familie

Religion

Persönlich würde ich mich als enorm tolerant beschreiben. Ich würde einen Menschen niemals nach seiner Herkunft, seiner Kultur oder seiner Religion bewerten. Ob weiß oder schwarz, ob grün oder katholisch, ob kurzhaarig oder Buddhismusvertreter, Mensch ist Mensch!

Von Anfang an war es mir wichtig meinen Kindern dies immer wieder zu erklären.

Natürlich stellen sie schnell fest das Menschen nicht alle gleich aussehen, dass sie anders sprechen oder durch für uns fremdere Kulturen geprägt sind – wir versuchen ihnen genau dann immer zu erklären das genau dies das Leben spannend macht. Bunt ist cool und aus Vielfalt lernt man den Horizont zu erweitern.

Eigentlich vorbildlich von uns.

Doch gibt es da ein Problem was sich in den letzten Wochen aufgetan hat.

Wir sind vor Jahren aus der Kirche ausgetreten. Ich für mich kann nur sagen das ich an gewisse Dinge einfach nicht glaube, vielleicht weil ich dann doch zu realistisch und kritisch bin und weil ich viele Dinge in der Kirche einfach nicht begreifen kann. Aber das ist mein Empfinden.

Demzufolge haben unsere Kinder die Kirche an sich auch nie kennengelernt.

Sie kennen Erzählungen aus fernen Ländern, leben nach den menschlichen Geboten die ein Zusammenleben regelt und doch wissen sie im Grunde nicht, wo eigentlich ursprünglich ein Christkind herkommt oder was es mit dem Christuskind auf sich hat. Und im Grunde hört genau da unsere Weltoffenheit auf, denn wir bieten ihnen nur einen Ausschnitt, unseren Ausschnitt.

Im Grunde haben wir die Pflicht unseren Kindern Religion zu zeigen, denn sie gehört zum Leben.

Wir haben beschlossen das wir genau dies tun möchten, denn im Grunde muss man kennengelernt haben, um sich für oder gegen etwas zu entscheiden. Wir werden ihnen völlig wertfrei alle uns möglichen Religionen zeigen.

Eine Kirche, die Moschee anschauen oder Synagogen besuchen und ihnen so die Möglichkeiten geben ihren und auch unseren Horizont zu erweitern, denn eigentlich gehört doch genau das zu einem aufgeklärten und toleranten Menschen dazu!

Familie

Ein Herz für Tiere *Werbung*

Wer mir vielleicht schon ein wenig länger folgt der weiß das Tiere in meinem, in unserem Leben einen festen Bestandteil haben und Familienmitglieder sind.

Wenn ich an meine Kindheit denke, dann war da immer mindestens eine Katze die mein Spielkamerad und mein Wegbereiter war. Damals habe ich bereits gelernt Verantwortung zu übernehmen und mich zu kümmern.

Auch meine Kinder wachsen gemeinsam mit Tieren auf, die mir urplötzlich und ganz spontan immer über den Weg gelaufen sind und sofort im Herzen und auf der Couch gelandet sind.

Sie gehören zu uns.

Wenn ich mir vorstelle das wir durch finanzielle Einschränkungen plötzlich Angst darum haben müssten die Tiere versorgen zu können, dann tut diese Vorstellung weh. Verdammt weh!

So geht es aber tatsächlich vielen Menschen. Durch Krankheiten, schlimme Umstände, durch Veränderungen der Lebenssituation oder warum auch immer kann man in Situationen geraten, die die Ernährung eines Tieres in Gefahr bringen könnte.

Ein Tier deshalb abzugeben sollte keine Option sein müssen.

Es gibt Hilfe und tatsächlich war ich ganz erstaunt das es diese auch in Mülheim gibt. Die Tiertafel hilft genau dann, wenn Familien Schwierigkeiten dabei haben ihre Haustiere zu ernähren.

Samstags zwischen 12 und 14 Uhr besteht die Möglichkeit Unterstützung zu bekommen.

Für eine Obolus von 0,50€ dürfen Tierhalter die ihre Bedürftigkeit nachweisen können Futter für ihre Haustiere an der Gracht in Mülheim Heißen abholen.

Lilly und ich haben uns am Samstag die Ausgabestelle einmal angesehen, denn wir finden die Organisation eine unwahrscheinlich tolle Idee!

Mit Warmherzigkeit und auf sehr liebevolle Art und Weise werden Tiere und ihre Besitzer dort begrüßt und versorgt. Nicht nur mit dem Nötigsten, auch kleine Nettigkeiten wie Tierspielzeug können aufgrund der Spendenbereitschaft der Bürger dort an die fellige Gesellschaft verteilt werden.

Am kommenden Freitag, den 22.11.2019 findet sich ein Teil des Teams der Tiertafel von 10-18Uhr im Forum in Mülheim ein.

Kauft man an diesem Tag im 1.UG bei Edeka oder Aldi ein, so kann man die Tiertafel unwahrscheinlich gut unterstützen, denn wenn man einen Tiernahrungsartikel seinem Einkauf zufügt und ihn anschließend spendet, können die Lager wieder aufgestockt werden und kein Tier muss mehr hungern.

Wir freuen uns über fleißige Unterstützung!

„Wenn viele kleine Leute, in vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, dann können sie die Welt verändern!“

*Dieser Post entstand in Zusammenarbeit mit der Tiertafel Mülheim und dem Forum Mülheim!

Familie

Die ersten Wochen Grundschule…

Vor einigen Jahren, als ich meinen Mann kennengelernt hatte, verließ ich das Dorf und zog in die Stadt.

Naja, ganz so spektakulär war es vielleicht nicht, aber ich komme aus einer Kleinstadt die zwischen Düsseldorf, Essen und Wuppertal friedlich dahin schlummert.

Meine Grundschulzeit war toll. Von Anfang an hatte ich liebe Freundinnen mit netten Eltern, meine Klassenlehrerin war liebevoll und ich erinnere mich heute noch ganz genau an die Gerüche in der Schule, an meine ersten fehlerfrei vorgelesenen Texte, an das Singen um den Adventskranz herum und den, so habe ich es zumindest im Gedächtnis, völlig friedlichen Umgang der Kinder miteinander. Natürlich gab es mal Streit, aber nie wirklich große Dinge.

Ob es die Zeit war, ob es die Gegend war, ich weiß es nicht, als ich mitten in den Ruhrpott zog bemerkte ich schnell das die Menschen hier anders ticken.

Auffällig schnell lerne ich hier Leute kennen, man ist in der Stadt offener Neuen gegenüber und man kommt flotter ins Gespräch.

Allerdings, und das kannte ich gar nicht, gibt es in den großen Städten auch einige Gebiete die man meidet. Armut war zum ersten Mal ein Thema was näher an mich herantrat als je zuvor.

Nach der ersten Elternzeit begann ich in einer Duisburger Schule zu arbeiten und war plötzlich mit Problemen konfrontiert die ich zuvor nicht kannte.

Natürlich werden die Nöte aus Elternhäuser auf Kinder übertragen. Mangelnde Bildung, Geldsorgen, Gewalt, Bandenkriminalität und wenig Empathie sind nur einige der Schlagwörter die ich hier nennen möchte. Plötzlich waren da all die Dinge die in meiner kleinen heilen Welt nie vorgekommen sind.

Ich bin erwachsen, auch wenn viele der Sorgen in meinem Herzen mit nach Hause getragen werden, so habe ich in den letzten Jahren gelernt damit umzugehen.

Nun ist unser Sohn seit diesem Sommer auch ein Schulkind. Wir leben inmitten des Ruhrgebiets und auch wenn wir unseren Kindern einen schönen Lebensraum bieten können, so ist die Grundschule natürlich kein Bullerbü.

Gemeinsames Lernen bedeutet das Kinder mit unterschiedlichsten Voraussetzungen an einem Lernort aufeinandertreffen – für nicht jedes Kind ist das ein Zuckerschlecken.

Unser Kind kennt beispielsweise keine Gewalt. Ich revidiere…kannte keine Gewalt!

Der Kindergarten hat diesbezüglich hervorragende Arbeit geleistet und wir als Eltern lehnen Gewalt in jeder Form ab. Andere Kinder wachsen anders auf, für sie bestimmen Auseinandersetzungen leider den Alltag. Und genau dieses Verhalten wird in den Klassenraum getragen oder auf dem Schulhof ausgetragen.

Schimpfwörter, Zerstörung von Kleidung, Boshaftigkeiten, all das gehört ganz plötzlich zu dem was unser Kind nun mitbekommt und verarbeiten muss.

Ich glaube das ich das große Glück in meinem Leben hatte nicht ein einziges Mal mit solchen Situationen konfrontiert zu werden, das muss mein Sohn nun anders erleben.

Ich glaube das es ein Kind vielleicht auch stärkt sich zu positionieren, klar sagen zu können das es bei Prügelei en und Co nicht mitmachen wird, aber ob das jetzt schon sein muss…?

Ich möchte in keiner Form Lehrer oder sonstige Mitarbeiter kritisieren, ich denke das jeder einen guten Job macht. Ich kritisiere das Verhalten vieler Eltern im Hinblick auf das Vorleben von Idealen in ihrer Erziehung. Kinder sind Spiegel ihrer Eltern und die Grundschule ist für mich ein Schauplatz dessen, was zuhause geschieht.

Familie

*Werbung* Zeit – eine tolle Geschenkidee

Vor einigen Jahren sagte der beste Freund meines Mannes bei einer Geburtstagsfeier zu unserem Sohn das er ihm keine ganz normalen Geschenke machen werde, er werde ihm Zeit schenken, denn Zeit ist viel wichtiger als jedes materielle Geschenk der Welt. Auch mir hat er damals manchmal Zeit für mich geschenkt, mir die Möglichkeit gegeben etwa mal ohne Kind zum Friseur zu gehen. Und gerade frischgebackene Eltern wissen welch unglaublicher Luxus das ist.

Heute weiß ich noch viel mehr als damals wie weise dieser Gedanke eigentlich ist.

Zeit ist kostbar, jede Minute ist wertvoll und nicht wiederholbar. Momente sind mehr Wert als jedes glitzernde Funkelteil dieser Welt und man sollte sie so sehr genießen.

Weihnachten rückt näher. Nicht nur in den Supermärkten kann man zwischen Lebkuchen und Spekulatius wählen, viele Menschen beginnen nun erste Weihnachtsgeschenke zu besorgen.

Der Gedanke Zeit, eine besondere Zeit, eine einmalige Zeit zu verschenken gefällt mir unwahrscheinlich gut und weil wir vor knapp zwei Wochen genau in diesem Genuss kamen, bin ich auf die Idee gekommen euch hinsichtlich möglicher Geschenkideen zu inspirieren.

Wir waren zu Gast im GOP Varieté in Essen und durften uns dort die derzeitige Show „Freaks“ ansehen.

Akrobatik, Musik, Theater und Lichteinsatz sorgen dort immer für großartige Auszeiten vom Alltag.

Während der Show habe ich mich tatsächlich einige Male dabei erwischt vor lauter Spannung den Atem angehalten zu haben, so spektakulär fand ich besonders die akrobatischen Darbietungen der Künstler.

Für uns war der Ausflug ins GOP eine weitere Besonderheit, denn wir hatten tatsächlich zum ersten Mal in all unseren Jahren als Eltern eine Babysitterin, so dass wir bereits Tage vorher richtig aufgeregt waren und die Vorfreude riesig war.

Im GOP hat man übrigens auch während der Show die Möglichkeit der Bewirtung am Tisch und so kann man tatsächlich auch als Eltern von kleinen Kindern in relativ kurzer, aber intensiver Zeit wunderbar essen und künstlerische Höchstleistung mit viel Witz und Charme erleben.

Vielleicht habt ihr Freunde, Familienmitglieder, Arbeitskollegen oder Bekannte denen ihr gerne Zeit schenken möchtet, dann denkt an meine Worte und schaut mal nach Karten für das GOP!

Unvergessliche Momente sind garantiert.

Dieser Post entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit dem GOP Essen!

Familie

Familienbett – Wie bitte??

Schon lange ist es her das ich über unser Familienbett berichtet habe, allerdings sehe ich tagtäglich das dies einer meiner meistgelesenen Beiträge überhaupt ist, denn es vergeht kein Tag an dem er nicht mehrfach gelesen wird.

Für uns ist das Familienbett tatsächlich gar nichts mehr worüber wir nachdenken, denn es ist Alltag und völlig normal für uns. Die anfängliche Rechtfertigerei ist schon lange verschwunden und keiner hinterfragt es mehr. Für uns ist das so…

Vor ein paar Tagen war ich Teil eines Gesprächs. Nicht weil ich aktive Teilnehmerin war, sondern eher anfänglich still daneben sitzend.

Eine Frau mittleren Alters die keine Kinder hat unterhielt sich mit einem Singlepapa der eine kleine Tochter hat. Er berichtete ihr von den Baumarktbesuchen der letzten Tage, weil er das Bett seiner Tochter ihrzuliebe prinzessinenlike gestalten wollte und sie vielleicht dadurch animieren könnte auch mal darin zu schlafen.

Ihr Blick ließ mich erahnen das sie zwischen völliger Verständnislosigkeit und einem „er weiß es nicht anders, denn er hat keine Frau die ihm sagt wie es eigentlich richtig ist“ abwägte.

Völlig entsetzt sagte sie ihm das es nicht normal sei, dass das Kind bei ihm schläft und es sofort in seinem eigenen Bett schlafen muss. Mich schaute sie an und suchte Bestätigung. Er stammelte entschuldigend etwas von „Sie weint sonst doll.“.

Natürlich bin ich vermutlich eine der schlechtesten Ansprechpartnerinnen diesbezüglich deutschlandweit und so erklärte ich ihr lachend das bei uns sogar zwei Kinder im Bett liegen, wovon einer noch einiges älter ist…

Ihren Blick kann man erahnen, oder?

Inzwischen sind mir Erziehungsratgeberdiskussionen völlig egal: meine Kinder, unser Leben, unsere Entscheidung!

Noch sind sie klein, noch ist ihnen die Nähe zu uns unglaublich wichtig und noch haben sie Ängste und Träume die sie alleine nicht sortieren können. Noch gibt es für sie nichts schöneres als immer bei uns zu sein.

In ein paar Jahren wird das vermutlich komplett anders sein und ich bin mir extrem sicher das sie dann ihr Bett für sich haben möchten.

War das beim Stillen nicht auch so? Diese „Waaaass? Du stillst länger als ein Jahr, hört das denn nie auf?“ – Fraktion wurde ja auch tatsächlich enttäuscht, den Abiball werden wir stillfrei besuchen:)

Solange man niemandem schadet und sich alle wohl fühlen sollte man die Familien doch machen lassen was sie möchten.

So wenig wie mich die Küchen-oder Toilettengewohnheiten anderer Leute angehen, so wenig sollten sich fremde Menschen für fremde Schlafzimmer interessieren.

Und außerdem, ein Prinzessinnenbett ist ganz traumhaft für Puppenmamas, denn deren Babys liegen gerne darin….