Mama

Einatmen, ausatmen! Weiter geht’s!

Noch eben kurz ein Elterntelefonate, schnell noch 25Kopien anfertigen, eine Eintragung vornehmen, eine Diskussion darüber, warum man keine bessere Note bekommt, wenn einem 8Punkte zur nächsten Notenstufe fehlen, Noten für die Stunde aufschreiben,…

Flott zum Kindergarten, was koche ich gleich.. Katzenfutter! Wir haben gar keins mehr und ich wusste, dass wir es nicht wagen durften den Katern keinen Nachschub mit nach Hause zu bringen.

Normalerweise freuen sich die Kinder auf einen kleinen Einkauf. Nicht aber gestern. Gestern spielte Lilly wieder „Ich besitze keine Beine“ und konnte nur noch getragen werden, bis zu dem Moment in dem sie einen kleinen Einkaufswagen haben wollte, ich aber keinen Chip oder einen Euro dafür parat hatte… Ihr merkt die Brisanz der Situation!

Irgendwie habe ich sie überzeugen können wie unglaublich cool so ein Einkaufskorb ist, den sie dann mit vollem Elan an ihrem Arm hin-und her schwang (wirklich gefährlich für andere einkaufende Menschen war es nie, fast nie).

Unsere Katzenfuttersorte war so hoch im Regal platziert, dass ich es nur mit Mühe und Not erreichte. Ich glaube auch jetzt mindestens 2cm länger zu sein.

Meine Mittagessenüberlegungen konnte ich kurzzeitig auch beenden, denn die Kinder rochen Hähnchenschenkel. (Ich bereite ihnen problemlos Fleisch zu, auch wenn ich es nie essen würde, aber Hähnchenschenkel sind ein echtes Problem für mich.) Natürlich kaufte ich ihnen welche und wir wanderten in Richtung Kasse. Seit ich Kinder habe, weiß ich auch warum dieser ganze Süßkramquatsch an der Kasse Quengelware heißt. Unsere nächste Hürde…

Hinter uns eine etwas weiter entfernte Nachbarin die freundlich grüßte. So eine Nachbarin, die immer toll gestylt ist und ein super Make Up trägt. Während Lilly, die wieder keine Beine mehr hatte, mir mitten ins Gesicht nieste, erkundigte sie sich ganz freundlich, ob sie mir helfen könne, da ich ja so eine kranke Maus auf dem Arm hätte.

Rotzig kommt nicht immer von Rotz, manchmal ist es mehr der Trotz.

Als dann die dämliche Papptüte (ja, mal wieder hatte ich meine Einkaufstüten aus dem Kofferraum vergessen) filmreif kurz vor dem Ausgang zerrissen ist und die dämlichen Hähnchenschenkel auch noch aus der wärmenden Alutüte rutschen, spätestens da wusste ich das gestern nicht mein Tag war!

Irgendwie musste ich über den ganzen Mist lachen und so saß ich mit beiden Kindern auf dem Boden und wir lachten! Zusammen sammelten wir alles ein, Lillys Beine funktionieren plötzlich wieder tadellos und wir beschlossen Nudeln zum Mittagessen zu kochen.

In der Situation war ich genervt, gestresst und irgendwie überfordert – mit mir selbst!

Die Vereinbarkeit von mir, dem Beruf, der Mamarolle und all den Dingen drumherum klappt an manchen Tagen überhaupt nicht optimal. Aber ehrlich, Probleme sehen doch anders aus:) Also, durchatmen und weiter geht es.

Irgendwie wäre es ja auch langweilig wenn immer alles einfach klappen würde!

Mama

Vorsätze

Das Jahr ist nun beendet und ein neues Kapitel beginnt. Wir habe ich heute überall gelesen? Das Buch ist neu und du kannst jede Seite selbst gestalten…

Tja… Ob nun alles anders wird, nur weil Silvester war? Ich bezweifle es ein wenig und eigentlich sollte es das auch nicht.

Vorsätze – die habe ich jeden Tag. Weniger Pepsi Max, dafür gesunden Tee, endlich mal Sport, Süßigkeiten verbannen und Obst und Gemüse eine Chance geben. Ach, mach ich doch schon so viele Jahre nicht konsequent, dann werde ich es auch im neuen Jahr nicht komplett verändern.

Aber ich habe Vorsätze. Definitiv!

Ich habe mir unabhängig vom Jahreswechsel fest vorgenommen mich generell weniger über unnötige Dinge zu ärgern. Ich ändere Menschen nicht und werde keine Zeit mehr dafür verschwenden dies zu versuchen. Man muss nicht immer nett sein, nur um Frieden zu haben!

Wir werden weiter reisen. Für uns sind die Reisen der letzten Jahre unwahrscheinlich prägend gewesen und wir möchten den Kindern, aber auch uns ermöglichen viel zu sehen und zu erleben. Auch aus diesem Grund habe ich mir schon länger vorgenommen, mehr darauf zu achten, wofür man eigentlich im Alltag Geld ausgibt und dies bewusst versuchen einzuschränken (ich rede hier nicht von Schuhen – Schuhe sind lebensnotwendig)!

Zusätzlich wird sich beruflich in diesem Jahr einiges für mich verändern, denn ich muss die Schule aufgrund ihrer Schließung wechseln. Zudem wird Noah im Sommer tatsächlich bereits ein Schulkind und ich werde die ersten Nächte ohne meine Kinder verbringen, da ich eine Klassenfahrt begleite.

Zudem denke ich das im Laufe des Jahres der Blog ein wenig überarbeitet wird, ich richte mir gerade ein kleines Fotostudio ein und möchte euch auch weiterhin an meinen Gedanken zum Familienleben teilhaben lassen, euch per Blog und Instagram an Events und tollen Produkten teilhaben lassen und die ganze Mamablogsache ein wenig vergrößern. Aber ich werde mir absolut treu bleiben und statt durchgestyltem Blackandwhitekinderzimmerdekokram werdet ihr meine ehrliche Meinung aus unserem manchmal ziemlich chaotischen Leben hier nachlesen können!

Ich wünsche euch einen schönen Start in das neue Jahr und freue mich tagtäglich über euer Feedback, eure Klicks und die generelle Resonanz – denn was wäre ein Blog ohne Leser:)

Mama

Ein perfekter Ausflugtag!

Wenn das Jahr zuende geht, wir alle frei haben, dann habe ich oft das Gefühl nicht mehr zu wissen welcher Tag überhaupt ist. Statt des straff strukturierten Ablaufs der normalen Wochen tritt absolute Planungsfreiheit ein.

Das Highlight ist es jedes Mal für uns, dass wir unsere Wecker ausstellen können und oft morgens noch gar nicht wissen, was uns am Tag erwartet. Wir lassen uns treiben und machen das, was uns Freude bereitet.

Heute hatten wir den für uns wirklich perfekten Tag! Nach dem Frühstück haben wir Proviantvorräte verpackt und sind in Richtung Niederlande gestartet. Was von uns aus ein Katzensprung ist.

Das Toverland war die große Überraschung für unsere Kinder! Ihr könnt euch vorstellen, wie sie gequietscht haben, als sie erkannt haben, wo es hingeht:)

Wir waren im letzten Jahr bereits dort und wirklich begeistert. Heute war es zwar um einiges voller als bei unserem ersten Besuch dort, jedoch verteilen sich die Menschen ganz gut.

Die Zufriedenheit der Kinder und ihre Aufregung motivieren einen selbst auch alles mitzumachen und so findet man sich selbst in Raupen ahnen, galoppiert auf Karussellpferden und erlebt Abenteuer im Indoorkletterbereich.

Nach ordentlicher Kletterei und unzähligen fantastischen Eindrücken ging es dann zurück.

Am Abend waren wir dann tatsächlich noch essen. Oft werde ich gefragt, wie wir sowas mit den Kindern machen, das sei ja unwahrscheinlich anstrengend – ist es bei uns nicht. Die Kinder kennen es und lieben es. Zudem ist unser Trick das Buffetrestaurant. Ohne lange (langweilige) Wartezeiten kann man nach Lust und Laune selbstständig auswählen was man gerne essen möchte. Das liebe nicht nur die Kinder, auch uns macht das unwahrscheinlich satt.

Und gleich fallen wir alle zusammen in unser großes Bett und träumen wahrscheinlich von den Ereignissen des wunderschönen Familientages und dann starten wir morgen in den Silvestertag. Darauf freuen wir uns!

Mama

Weihnachten

Meine Freundinnen schrieben mir in den letzten Tage Nachrichten wie „Na Frau Grinch, wie ist es?“ und nicht weil sie böse sind, sondern weil sie wissen, dass die Weihnachtstage nicht wirklich mein Ding sind.

Ich schenke gerne und bereite gerne vor und damit würde mir Weihnachten eigentlich ausreichen – ist aber vermutlich irgendwie am eigentlichen Sinn vorbei.

Aber erstmal: Wie war euer Weihnachten? Kugelt ihr euch durchs Haus und schmiedet Pläne für den Besuch im Fitnessstudio?

Wer in eurer Familie ist auch so ein Frischluftfanatiker mit Hummeln im Po? Geht es außer mir noch jemandem so, dass man das Gefühl hat sich einfach nur noch bewegen zu wollen?

Drei Tage im Grunde nix richtig aktives tun und überall gibt es dann noch so viel Essen…

Viele von euch wissen ja bereits, ich bin Vegetarierin und auch so wirklich keine Genussesserin.

Dazu kommt ständiges Sitzen. Das kann ich einfach nicht und umso zufriedener machte es mich, daß es in diesem Jahr zu Weihnachten wunderschön draußen war und man sich gut durchgelüftet fühlt, wenn man ein wenig durch die Landschaft flitzt.

Zudem waren wir am 1.Weihnachtsfeiertag zum Brunch eingeladen und mein Salatliebhaberherz war glücklich.

Demnach war unser Weihnachten in allen Bereichen in diesem Jahr ganz, ganz anders und für uns alle extrem emotional, jedoch haben wir es irgendwie geschafft, die Tage so zu füllen, dass sie ok waren.

Wir haben gelacht, gehüpft, geplanscht, geweint und die Zeit miteinander genossen – und auch wenn ich grinchig veranlagt bin, die Intention von Weihnachten haben wir dann doch verstanden 🙂

Mama

Ganz anders als zuvor!

In den letzten Wochen war mein Inhalt hier ein anderer als zuvor – eine Werbung folgte auf die nächste Vorstellung.

Eigentlich ist der Unterschied zu vielen anderen Blogs bei mir, dass ich euch viele Dinge aus meinem persönlichen Leben berichte, daß ich euch ein wenig teilhaben lasse an dem, was in unserem Familienleben geschieht.

Das konnte und das wollte ich in der letzten Zeit nicht. Viel zu doll schmerzen die Wunden des Verlustes meines Papas.

Worte sind dafür nicht ausreichend um das zu beschreiben was in mir, in uns vorgeht und so habe ich davon Abstand genommen.

Und nur weil jemand nicht darüber redet, so heißt das nicht, dass Wunden geheilt sind. Eher im Gegenteil, manchmal kann man einfach nicht mehr reden…

Ich habe mich selbst versucht abzulenken, war ein wenig kreativ und habe tagtäglich den Alltag versucht bestmöglich zu bestreiten. Alles andere ist auch nicht machbar und den Kindern gegenüber nicht fair, denn schließlich bin ich Mama.

Das genau jetzt auch noch Weihnachten ist, ist eigentlich völlig unpassend. Wobei nein, es zaubert den Kindern ein Funkeln in die Augen und macht sie glücklich und das ist verdammt gut. Diese beiden Mäuse sind das größte Glück auf Erden!

Ich bin ganz ehrlich schockiert darüber, dass meine Mama und ich in den letzten Tagen immer gefragt werden, ob es uns nun wieder besser geht und bitte darum, ein wenig Abstand davon zu nehmen.

Wir werden jetzt, nach all den Ereignissen der letzten Wochen einfach gemeinsame Zeit verbringen, die Ruhe ohne Trocknungsgeräte genießen und die Stunden nutzen, um denken und fühlen zu können. Ohne Arbeit und ohne Verpflichtungen.

Es wird ein anderes Weihnachten, ein ganz anderes Weihnachten…