Familie, Kind, Leben mit Kindern, Mama

Beschäftigung

Wenn ihr meine letzten Posts gelesen habt, dann wisst ihr das ich geahnt habe was uns in den nächsten Wochen bevorstehen wird.

Es ist eine völlig ungewohnte Situation für die meisten von uns. Normalerweise rast man von einer Aktivität zur nächsten, bringt Kinder, den Job und all die anderen Dinge irgendwie unter einen Hut und meist fehlt einem einfach Zeit.

Genau die haben wir momentan tatsächlich in rauen Mengen. So schlimm ich die Vorkommnisse um uns herum empfinde, umso mehr sehe ich die gewonnene Zeit als tatsächliche Bereicherung an. Und ja, ich will es nicht schmälern, es wird hier Momente geben, in denen ich mir wünschen werde das der Alltag uns ganz schnell wieder hat, aber ich genieße es auch unsere Familie einfach mal komplett bei mir zu haben.

Langeweile ist die erste große Sorge der meisten Eltern und die Not diese Langeweile retten zu wollen?

Warum? Langeweile führt meist zu den kreativsten Gedanken. Lasst doch einfach mal Langeweile aufkommen, mal gucken was passiert…

Ansonsten gibt es so unfassbar viele Sachen die liegen geblieben sind, die man einfach mal gemeinsam erledigen kann.

Wir haben heute geputzt, gefegt, Blätter gesammelt, gesaugt… Die Kinder können doch bei all den Tätigkeiten mitmachen und gemeinsam machen solche Arbeiten auch einfach Spaß.

Vorab hatte ich uns schon mit Bastelutensilien ausgestattet die entweder ganz neue Projekte für die Kinder sind oder aber auch Materialen mit denen sie immer gerne klecksen, kleben und malen.

Wir spielen Spiele, erzählen Geschichten und haben ein riesiges Puppenhaus eingerichtet. Lesen wird geübt und wir kennen nun viele Osterhasengeschichten.

Tatsächlich dürfen die Schulunterlagen in einer Phase ohne Unterricht nicht vergessen werden und auch das läuft, bei uns allerdings nicht nach einem strikten Plan. Wir sind hier schließlich nicht in der Schule und ein 1:1 Unterricht ist nicht vergleichbar mit dem sozialen Gefüge einer Schulklasse. Auch wenn ich selbst Lehrerin bin, bin ich nicht Lehrerin meines Kindes. Wir üben und erledigen Aufgaben. Es gibt allerdings keine Stundentafel oder ähnliches.

Heute haben wir uns einfach mal die Wurzeln eines vertrockneten Baums angesehen, das ist spannender als die Abbildungen eines Biobuchs:)

Wir toben, kochen, backen, kuscheln und quatschen. Wir erzählen uns Geschichten, malen Abenteuergeschichten, flechten Haare und lassen Spielzeugautos fahren. Und wir schauen Filme, surfen im Internet, schauen uns entfernte Destinationen online an und träumen uns auf Reisen. Eigentlich wie immer, nur mit mehr Ruhe.

In den nächsten Tagen werden wir Großen die Steuerunterlagen zusammenstellen, den Keller aufräumen, den begehbaren Kleiderschrank sortieren, Fensterrahmen putzen, die Garage entrümpeln und den Garten frühlingsfrisch machen. Strom-und Gastarifwechsel sind bestimmt auch noch ein Punkt den man von seiner To-do Liste streichen könnte.

Meinen Schulunterricht bereite ich gerade online vor, erstelle Lernvideos und kommuniziere online mit meinen Schülern. Auch das funktioniert alles völlig problemlos. Es ist einfach nur ungewohnt.

Wir müssen keine 24h Dienste stemmen, Berge an Lebensmitteln oder Drogerieartikeln schleppen und einräumen. Wir müssen einfach nur Zuhause abwarten bis der Wahnsinn an uns vorbei zieht, das schaffen wir!

Ich bin mir sicher! Denn so retten wir nicht nur uns, sondern auch alle anderen!

Leben mit Kindern

Wie erkläre ich es meinem Kind?

Natürlich passieren tagtäglich schlimme Dinge auf der Welt und natürlich bekommen auch unsere Kindern bewusst einige Dinge mit. Manche mehr, andere weniger.

Wir sehen plötzlich Menschen mit Atemmaske auf der Straße, das verunsichert ganz gewaltig. Gerade dann, wenn man nicht weiß was eigentlich dahinter steckt.

Momentan werden mir viele Fragen gestellt, denn „Corona“ beschäftigt auch meine Kinder.

Zuhause versuchen wir natürlich aufkommende Fragen kindgerecht zu beantworten, ohne irgendwas zu dramatisieren. Ich merke aber auch, dass eine Angst vor dem Unbekannten vorhanden ist. Verständlich wenn plötzlich alle darüber sprechen…

Auf Fragen nicht richtig zu antworten würde ich als falsch empfinden, dies schürt Ängste und lügen werde ich nicht. So denke ich, dass eine altersgerechte Aufklärung absolut sinnvoll.

Meine Kinder hat es etwas tatsächlich gar nicht beruhigt, als ich ihnen erklärt habe, dass die Auswirkungen des Virus eher gefährlich für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem ist oder bei älteren Menschen. Aufgrunddessen machten sie sich Sorgen um viele Personen die ihnen wichtig sind.

Vor zwei Wochen habe ich meinen Sohn mittags vom Offenen Ganztag abgeholt und während er seine Schultasche aus dem Klassenraum holte, sah ich Kindern beim wilden Fangenspiel zu. Sie spielten allerdings keine normale Variante dessen, ihre Version war „Coronainfinzierter infiziert Gesunden“ und man musste vor dem „infizierten“ Kind weglaufen… Ein sehr markarberes Spiel, oder?

Wir müssen versuchen zu sensibilisieren, ohne dabei Sorgen zu verursachen, denn mehr können wir momentan nicht machen.

Angst machen ist immer kontraproduktiv. Lieber sollten wir eine vernünftige Anleitung, in kindgerechter Form, zu gängigen Hygienemaßnahmen geben!

Familie, Leben mit Kindern, Mama

Raus mit den Kindern!

Tatsächlich neige ich bei dem ollen Regenwetter des Winters dazu, flott vom Auto in die Bude zu jagen und unsere Nachmittage haben wir sehr oft komplett im Haus verbracht.

Natürlich gibt es unzählige Möglichkeiten schöne Nachmittage zu arrangieren, allerdings finden wir es umso schöner, uns Wind um die Nase pusten zu lassen, über Wiesen zu laufen, wärmende Sonnenstrahlen zu spüren und Steinchen in Wasser zu werfen.

Somit haben wir uns heute Vormittag, gelockt von den Sonnenstrahlen, schnell angezogen und sind zur Ruhr geflitzt.

Wir brauchen dort weder Spielzeug, noch irgendwelche Fahrzeuge. Es kann gerannt, gehüpft und geklettert werden.

Glücklich und zufrieden genießen wir nun gelüftet, mit schmuddeligen Schuhen, den Nachmittag und freuen uns auf den morgigen Start in eine neue Woche und träumen von sonnigen Abenteuern, die in den nächsten Wochen folgen werden 🙂

Leben mit Kindern

Kindermusical Katta *Werbung*

Ich erinnere mich noch an die Kindertheaterstücke in meiner Kindheit im Forum auf einer großen Bühne in meiner Heimatstadt.

Noch heute weiß ich genau wie es in dem großen Saal gerochen hat, fand es unglaublich spannend, wenn sich der Vorhang geöffnet hat und man in eine komplett andere Welt eingetaucht ist.

Als ich älter wurde, fand ich phasenweise richtiges Theater spannend, dann aber auch oft zu abgedreht und schon immer habe ich Musicals geliebt. Leider sind diese Besuche immer unglaublich teuer und ein ab und an mal Highlight geblieben.

Meinen Kindern möchte ich gerne vermitteln können, welch enorme Leistung und Arbeit hinter Theaterstücken steckt. Ich möchte das sie erkennen, dass es diese ganz eigene Welt, fernab von TV, Konsole und Tablet gibt, in denen so vieles durch Computer animiert wird.

Noah konnte ich bereits kann schnell davon überzeugen und er singt seit Monaten die Tarzan Lieder rauf und runter und spätestens nach dem Besuch des Dschungelbuch, ist er der Dschungelking!

Lilly war heute zum ersten Mal in einem Kindermusical. Ich glaube das sie sogar die jüngste Zuschauern von allen war, ihre Begeisterung hingegen war unermesslich riesig. Man kann Lilly gut begeistern, ihr Freuden bereiten, aber so wie heute habe ich sie noch nie erlebt.

Das fantastische und musikalisch sehr kindgerecht unterlegte Kindermusical hat sie jede Minute begeistert und fasziniert!

Wobei ich vor der Veranstaltung wirklich etwas genervt war und ich mich sehr zusammenreißen musste, dass Lilly es nicht merkt, denn die Organisation rund um die Ticketabholung und Platzzuweisung war schlichtweg eine Katastrophe. Glücklicherweise haben einige Mitarbeiter dies aber flott erkannt und die kleinen und großen Gäste kostenlos mit Wasser zur Launenrettung versorgt:)

Kann passieren und nach der ersten Minute nach Beginn des Stücks war der Unmut sofort vergessen:)

Wie ist es bei euch? Eher Team Netflix, Kino, TV oder mögt ihr Theaterstücke und Musicals auch so gerne?

Leben mit Kindern

„Holland ist nicht Abu Dhabi“

Gestern unterhielt ich mich mit Noah und fragte wie ihm der Urlaub gefällt. Er findet alles super, fast alles. Ich hakte nach und fragte ihn, was ihm nicht gefalle und er erklärte mir „Holland ist halt nicht Abu Dhabi, da sind überall Wasserrutschen und immer sind Kellner da, die einem alles so schnell bringen.“

Unser Kind ist luxusverwoehnt.

Nicht immerzu ist es machbar stundenlang in die Ferne zu fliegen und wir merken gerade, auch nicht immer nötig.

Wir sind hier zur Zeit im Norden der Niederlande und das Wetter spielt perfekt mit. Die Strände sind wunderschön, die Städte ums uns herum so liebevoll und niedlich hergerichtet und die Kinder strahlen und lachen um die Wette.

Allein unsere Anreise hierher ist das absolute Kontrastprogramm zu unseren sonstigen Reisen. Wie oft Noah uns auf der recht kurzen Fahrt gefragt hat, wann wir denn nun am Flughafen sind… Er konnte nur schwer verstehen, dass Urlaub auch ohne Flug machbar ist.

Wir nutzen auf jeden Fall unseren kleinen Miniurlaub zum Ausbruch aus dem Alltag und genießen den wunderschönen Strand hier, futtern typisches Essen und freuen uns über unsere Zeit nur miteinander!

Und auch wenn Holland nicht Abu Dhabi ist, wir mögen es trotzdem gerne hier:)