Leben mit Kindern

Kindermusical Katta *Werbung*

Ich erinnere mich noch an die Kindertheaterstücke in meiner Kindheit im Forum auf einer großen Bühne in meiner Heimatstadt.

Noch heute weiß ich genau wie es in dem großen Saal gerochen hat, fand es unglaublich spannend, wenn sich der Vorhang geöffnet hat und man in eine komplett andere Welt eingetaucht ist.

Als ich älter wurde, fand ich phasenweise richtiges Theater spannend, dann aber auch oft zu abgedreht und schon immer habe ich Musicals geliebt. Leider sind diese Besuche immer unglaublich teuer und ein ab und an mal Highlight geblieben.

Meinen Kindern möchte ich gerne vermitteln können, welch enorme Leistung und Arbeit hinter Theaterstücken steckt. Ich möchte das sie erkennen, dass es diese ganz eigene Welt, fernab von TV, Konsole und Tablet gibt, in denen so vieles durch Computer animiert wird.

Noah konnte ich bereits kann schnell davon überzeugen und er singt seit Monaten die Tarzan Lieder rauf und runter und spätestens nach dem Besuch des Dschungelbuch, ist er der Dschungelking!

Lilly war heute zum ersten Mal in einem Kindermusical. Ich glaube das sie sogar die jüngste Zuschauern von allen war, ihre Begeisterung hingegen war unermesslich riesig. Man kann Lilly gut begeistern, ihr Freuden bereiten, aber so wie heute habe ich sie noch nie erlebt.

Das fantastische und musikalisch sehr kindgerecht unterlegte Kindermusical hat sie jede Minute begeistert und fasziniert!

Wobei ich vor der Veranstaltung wirklich etwas genervt war und ich mich sehr zusammenreißen musste, dass Lilly es nicht merkt, denn die Organisation rund um die Ticketabholung und Platzzuweisung war schlichtweg eine Katastrophe. Glücklicherweise haben einige Mitarbeiter dies aber flott erkannt und die kleinen und großen Gäste kostenlos mit Wasser zur Launenrettung versorgt:)

Kann passieren und nach der ersten Minute nach Beginn des Stücks war der Unmut sofort vergessen:)

Wie ist es bei euch? Eher Team Netflix, Kino, TV oder mögt ihr Theaterstücke und Musicals auch so gerne?

Leben mit Kindern

„Holland ist nicht Abu Dhabi“

Gestern unterhielt ich mich mit Noah und fragte wie ihm der Urlaub gefällt. Er findet alles super, fast alles. Ich hakte nach und fragte ihn, was ihm nicht gefalle und er erklärte mir „Holland ist halt nicht Abu Dhabi, da sind überall Wasserrutschen und immer sind Kellner da, die einem alles so schnell bringen.“

Unser Kind ist luxusverwoehnt.

Nicht immerzu ist es machbar stundenlang in die Ferne zu fliegen und wir merken gerade, auch nicht immer nötig.

Wir sind hier zur Zeit im Norden der Niederlande und das Wetter spielt perfekt mit. Die Strände sind wunderschön, die Städte ums uns herum so liebevoll und niedlich hergerichtet und die Kinder strahlen und lachen um die Wette.

Allein unsere Anreise hierher ist das absolute Kontrastprogramm zu unseren sonstigen Reisen. Wie oft Noah uns auf der recht kurzen Fahrt gefragt hat, wann wir denn nun am Flughafen sind… Er konnte nur schwer verstehen, dass Urlaub auch ohne Flug machbar ist.

Wir nutzen auf jeden Fall unseren kleinen Miniurlaub zum Ausbruch aus dem Alltag und genießen den wunderschönen Strand hier, futtern typisches Essen und freuen uns über unsere Zeit nur miteinander!

Und auch wenn Holland nicht Abu Dhabi ist, wir mögen es trotzdem gerne hier:)

Leben mit Kindern

Ritterlicher Urlaubsmodus

Der Mai ist einfach toll! Lange Wochenenden, Feiertage und nun auch noch Pfingstferien – wir sind begeistert. Wie auch im letzten Jahr und zur Weihnachtszeit zog es uns heute zum Schloss, denn dort findet Pfingsten immer ein Ritterfest statt und die Kinder lieben es!

In diesem Jahr hatten wir riesiges Glück, weil wir von einer lieben Nachbarin Freikarten dafür organisiert bekommen haben und uns somit den recht happigen Eintrittspreis sparen konnten! Ganz, ganz lieben Dank somit auch auf diesem Weg:)

Wir haben gelernt, dass man die Veranstaltung idealerweise direkt bei Öffnung besucht, da es so noch entspannt und nicht zu voll ist. Wir mögen keine Menschenmassen und für kleine Kinder ist es nicht schön nur noch Popos und Beine vor sich zu haben.

Die dort agierenden Menschen sind, wie auch in den letzten Jahren, unwahrscheinlich freundlich und leben ihre Passion richtig. Jeder erklärt sowohl den Kindern, als auch den Erwachsenen alles, was es zum Thema „Mittelalter“ zu berichten gibt.

Überall hört man Musik, kann typische oder außergewöhnliche Produkte kaufen und auch neumodische Einhörner die ganz besonders erwünscht waren, sind für die Dame der Burgfrauenschminkkunst keine Hürde gewesen:)

Für Noah und Lilly war in diesem Jahr die Rittershow wirklich spektakulär. Sie haben die Reiter und die gestellten Dialoge und Kämpfe mit Faszination betrachtet.

Lilly war so überwältigt von all den Eindrücken, dass sie mittendrin einfach eingeschlafen ist!

Aber bei so viel Action und den tollen Temperaturen dazu, darf man auch müde sein!

Noah hat mir heute Abend gesagt, beim nächsten Mal möchte er wieder dabei sein und ganz vielleicht traut er sich dann auch sein Gesicht anmalen zu lassen, aber nur vielleicht!

Leben mit Kindern

Keine Panik! Mama hilft!

Blut war schon immer ein Graus für mich. Erzählungen über OPs grauenhaft und ich erinnere mich haargenau noch an die Situation vor vielen, vielen Jahren im AStA der Uni an der ich studiert habe…Dort berichtete ein Kommilitone seiner Bekannten in jedem Detail davon, wie seine Schrauben in seinen Arm gekommen waren und was da alles genau gemacht wurde. Ich erinnere mich so genau daran, weil ich kurze Zeit nach dieser Beschreibung auf einer Liege dort wach wurde, mir hatte diese blumige Fantasiereise tatsächlich den Boden unter den Füßen weggerissen.

Nach zwei Geburten ist man ja durchaus dann zumindest etwas abgehaertet, meint man. Dann kommt zum ersten Mal Fieber bei den eigenen Kindern und es kommt Panik auf.

Zumindest war das bei mir anfangs immer so. Man hat noch so gar keine Erfahrung was man wie zu tun hat, was normal ist und ob man überreagiert. Überreagieren konnte ich in den ersten Monaten ganz hervorragend 🙂

Mit den Jahren wird man aber wirklich entspannter. Man kennt seine Kinder und deren Körper in und auswendig und weiß sofort wann Situationen kritisch sind.

Kritische Situationen sind die Schlagwörter meines heutigen Posts, denn genau diese haben wir in dieser Woche erlebt.

Alles war perfekt. Die Sonne strahlte und unser Nachmittag sollte mit Freundinnen auf dem Spielplatz sein.

Die Mädels kamen und Noah raste vor Freude wie irre über den Spielplatz. Stand plötzlich auf einem Fahrradstaender und dann passierte es in Bruchteilen von Sekunden. Er rutschte ab, landete mit den Zähnen und der Lippe auf dem harten Metall.

Blut, Tränen, Arzt, Krankenhaus. Unser Nachmittag endete ganz anders als geplant. Nun hat Noah Wackelzaehne und eine genähte Unterlippe. Er war tapfer, unwahrscheinlich tapfer.

Früher haette mein Körper so eine Situation einfach nicht mitgemacht und mich ausgeschaltet. Heute hingegen weiß ich, dass ich in genau diesen Momenten mehr denn je gebraucht werde. Mir wird nicht mehr schwindelig, ich bin völlig klar in dem was man machen muss und meist weiß ich unterbewusst, noch bevor mir ein Arzt sagt was Sache ist, was die Diagnose sein wird.

Ich hoffe unser Krankenhausabo läuft langsam aber sicher nun endlich mal aus, wobei ich leider selbst nicht daran glaube.

Aber immerhin habe ich eins gelernt, ich bin, auch wenn ich es nie vermutet haette, eine wirklich gute Krankenschwester für meine Kinder geworden und Ohnmacht, das ist doch nur was für Studenten :))

Leben mit Kindern

Kommerz, Kommerz…

Versteht mich heute bitte nicht falsch.

Meine Tochter hat mir heute ganz früh schon ein super niedliches, selbstgebasteltes Geschenk gegeben und dabei gestrahlt. Ich habe mich unwahrscheinlich darüber gefreut, weil ich die Geste wunderschön finde und da ich ja immer ganz schrecklich sentimental bin, hatte ich sofort Tränen in den Augen.

Am Mittag sind Lilly und ich zu meinen Eltern gefahren, während die Männer beim Fußball waren. Wir mussten tanken und als ich bezahlte kam ein Mann in die Tankstelle und fragte den Verkäufer was er denn so für „Muttertagskram“ da hat.

Als wir fertig angeschnallt im Auto saßen, sah ich ihn mit einem Blumenstrauß, Schokolade und einem Stofftier aus der Türe gehen.

Meine Timeline in den sozialen Netzwerken war heute voll mit den Präsentation der Geschenke, die die Mamas bekommen haben. Von Uhren, über 150€ Parfümeriegutscheinen, bis hin zu Urlaubsreisen habe ich heute so einiges gesehen.

Versteht mich nicht falsch, den Sinn des Muttertages finde ich durchaus toll, allerdings bin ich absolut gegen Komsumterror und diesen „irgendwas muss ich noch schenken“-Wahnsinn.

Zeit zu verschenken finde ich inzwischen wertvoller als viele andere Dinge, Wertschätzung an jedem Tag im Jahr ist traumhaft und ein „Danke“ für all die Dinge, die einem eine Mama gibt, das ist kostbar!

Außerdem finde ich den Gedanken auch angebracht, sich an so einem Tag nochmal besonders bewusst zu machen, wieviel Glück es eigentlich überhaupt ist, Mama sein zu dürfen, denn das ist alles nicht immer selbstverständlich!