Familie, Kind, Leben mit Kindern, Mama

Und plötzlich ist alles anders…

Und da sitzt du in der Sonne, der Frühling ist plötzlich eingezogen, die Vögel zwitschern und nichts ist mehr wie es immer war.

Alltagswahnsinn, Termine, Aufgaben, Zeitdruck… von heute auf morgen ist das alles irgendwie unwichtig. Nein, nicht unwichtig, aber anders…

Es ist komisch, verdammt komisch den Alltag nicht so zu erleben wie sonst. Sorgen spielen mit, Angst, man muss vernünftig sein, immerzu aufpassen. All diese Dinge kennen wir hier nicht. Mussten wir bisher noch zum Glück nie erleben und sie bereiten nicht nur uns Kopfzerbrechen, auch unsere Kinder erleben diese riesige Veränderung.

Man muss Halt geben, eine Basis bilden und ablenken, ermutigen, erklären, bespaßen, aber dabei selbst zum Beispiel auch arbeitstechnisch präsent sein. Ungewohnt und schwierig, aber solange wir uns an ein paar simple Regeln halten, alles durchaus machbar.

Und ganz ehrlich, und das sage ich nicht nur als Mama, sondern auch als Lehrerin, lasst Pläne manchmal Pläne sein. Kuschelt euch zusammen auf die Couch und guckt gemeinsam einen Film oder futtert im Garten ein paar Süßigkeiten, lasst die Vokabeln oder die Kommasetzung mal in der Ecke liegen, sie sind als Ablenkung spitze und generell immer wichtig, aber gerade zählen durchaus auch ganz andere Sachen.

Wenn wir etwas aus dieser Situation so richtig lernen, dann ist es das wir viel mehr wertschätzen müssen, was wir eigentlich besitzen. Wen wir um uns herum haben und wer für uns da ist. Wie selbstverständlich uns doch unser Leben geworden ist und wie schnell sich alles in Luft auflösen kann sehen wir gerade. Wir müssen auch dringend begreifen, dass ein soziales und wertschätzendes Leben nur funktionieren kann, wenn alle an einem Strang ziehen, wenn man schützt, indem man sich distanziert und das eigene Bedürfnisse einfach mal nicht die wichtigsten sind!

Ich glaube, wenn der ganze Wahnsinn hoffentlich irgendwann ein Ende hat und ich meine Kinder später einmal fragen werde, wie sie die Coronazeit empfunden haben, dann werden sie sagen das es gemütlich war, dass wir viel gekuschelt und gelacht haben, dass wir leckere Sachen gegessen haben und alberne Lieder gesungen haben und das manche Leute verrückt nach Toilettenpapier geworden sind…

Und so soll es sein, so schlimm die ganze Situation auch ist, nehmt den Kindern die Sorgen, wenn ihr könnt!!

Familie, Kind, Leben mit Kindern, Mama

Beschäftigung

Wenn ihr meine letzten Posts gelesen habt, dann wisst ihr das ich geahnt habe was uns in den nächsten Wochen bevorstehen wird.

Es ist eine völlig ungewohnte Situation für die meisten von uns. Normalerweise rast man von einer Aktivität zur nächsten, bringt Kinder, den Job und all die anderen Dinge irgendwie unter einen Hut und meist fehlt einem einfach Zeit.

Genau die haben wir momentan tatsächlich in rauen Mengen. So schlimm ich die Vorkommnisse um uns herum empfinde, umso mehr sehe ich die gewonnene Zeit als tatsächliche Bereicherung an. Und ja, ich will es nicht schmälern, es wird hier Momente geben, in denen ich mir wünschen werde das der Alltag uns ganz schnell wieder hat, aber ich genieße es auch unsere Familie einfach mal komplett bei mir zu haben.

Langeweile ist die erste große Sorge der meisten Eltern und die Not diese Langeweile retten zu wollen?

Warum? Langeweile führt meist zu den kreativsten Gedanken. Lasst doch einfach mal Langeweile aufkommen, mal gucken was passiert…

Ansonsten gibt es so unfassbar viele Sachen die liegen geblieben sind, die man einfach mal gemeinsam erledigen kann.

Wir haben heute geputzt, gefegt, Blätter gesammelt, gesaugt… Die Kinder können doch bei all den Tätigkeiten mitmachen und gemeinsam machen solche Arbeiten auch einfach Spaß.

Vorab hatte ich uns schon mit Bastelutensilien ausgestattet die entweder ganz neue Projekte für die Kinder sind oder aber auch Materialen mit denen sie immer gerne klecksen, kleben und malen.

Wir spielen Spiele, erzählen Geschichten und haben ein riesiges Puppenhaus eingerichtet. Lesen wird geübt und wir kennen nun viele Osterhasengeschichten.

Tatsächlich dürfen die Schulunterlagen in einer Phase ohne Unterricht nicht vergessen werden und auch das läuft, bei uns allerdings nicht nach einem strikten Plan. Wir sind hier schließlich nicht in der Schule und ein 1:1 Unterricht ist nicht vergleichbar mit dem sozialen Gefüge einer Schulklasse. Auch wenn ich selbst Lehrerin bin, bin ich nicht Lehrerin meines Kindes. Wir üben und erledigen Aufgaben. Es gibt allerdings keine Stundentafel oder ähnliches.

Heute haben wir uns einfach mal die Wurzeln eines vertrockneten Baums angesehen, das ist spannender als die Abbildungen eines Biobuchs:)

Wir toben, kochen, backen, kuscheln und quatschen. Wir erzählen uns Geschichten, malen Abenteuergeschichten, flechten Haare und lassen Spielzeugautos fahren. Und wir schauen Filme, surfen im Internet, schauen uns entfernte Destinationen online an und träumen uns auf Reisen. Eigentlich wie immer, nur mit mehr Ruhe.

In den nächsten Tagen werden wir Großen die Steuerunterlagen zusammenstellen, den Keller aufräumen, den begehbaren Kleiderschrank sortieren, Fensterrahmen putzen, die Garage entrümpeln und den Garten frühlingsfrisch machen. Strom-und Gastarifwechsel sind bestimmt auch noch ein Punkt den man von seiner To-do Liste streichen könnte.

Meinen Schulunterricht bereite ich gerade online vor, erstelle Lernvideos und kommuniziere online mit meinen Schülern. Auch das funktioniert alles völlig problemlos. Es ist einfach nur ungewohnt.

Wir müssen keine 24h Dienste stemmen, Berge an Lebensmitteln oder Drogerieartikeln schleppen und einräumen. Wir müssen einfach nur Zuhause abwarten bis der Wahnsinn an uns vorbei zieht, das schaffen wir!

Ich bin mir sicher! Denn so retten wir nicht nur uns, sondern auch alle anderen!

Familie, Leben mit Kindern, Mama

Raus mit den Kindern!

Tatsächlich neige ich bei dem ollen Regenwetter des Winters dazu, flott vom Auto in die Bude zu jagen und unsere Nachmittage haben wir sehr oft komplett im Haus verbracht.

Natürlich gibt es unzählige Möglichkeiten schöne Nachmittage zu arrangieren, allerdings finden wir es umso schöner, uns Wind um die Nase pusten zu lassen, über Wiesen zu laufen, wärmende Sonnenstrahlen zu spüren und Steinchen in Wasser zu werfen.

Somit haben wir uns heute Vormittag, gelockt von den Sonnenstrahlen, schnell angezogen und sind zur Ruhr geflitzt.

Wir brauchen dort weder Spielzeug, noch irgendwelche Fahrzeuge. Es kann gerannt, gehüpft und geklettert werden.

Glücklich und zufrieden genießen wir nun gelüftet, mit schmuddeligen Schuhen, den Nachmittag und freuen uns auf den morgigen Start in eine neue Woche und träumen von sonnigen Abenteuern, die in den nächsten Wochen folgen werden 🙂

Familie

#keinenmillimeternachrechts

Kinderlieder können manchmal viel besser ausdrücken was scheinbar viele Mitbürger nicht verstehen wollen oder aufgrund mangelnder Fähigkeiten einfach nicht verstehen können!

Aber Dinge die man nicht kann, die kann man ja lernen…

Aus gegebenen #keinenmillimeternachrechts – Anlass, hört euch mal den Song aus dem Bibi&Tina Film an:

Müsstest du dein Zuhause verlassen,
nicht mal Zeit zum Denken und Packen.
Vielleicht würdest du es nie wiedersehen, wüsstest auch nicht, wohin es geht.

Du weißt nur,
nicht alles wird gut.
Ganz egal, wie viel du jetzt auch dafür tust.

Wer kann uns erklären, wozu die Kriege sind?
Kann mir jemand sagen, was mit dieser Welt nicht stimmt?

Und wie stark kann man sein,
wie viel Kraft ist dabei,
wie viel Mut,
wie viel Glück?

Wie allein kann man sein
und wie viel Tränen kann man weinen?
Wie muss es sein, lässt man alles zurück?

Was würdest du tun?
Ich frag mich,
was würdest du tun?
Ich weiß es nicht.

Manchmal fühlst du dich wie stumm,
und manche reden mit dir, als wärst du dumm.
Du willst nicht schlafen, willst nur rennen, in jedem Traum siehst du die Häuser brennen.

Du weißt nur:
Nie wieder wird alles gut!
Ganz egal, wie viel du jetzt auch dafür tust.

Wer kann uns erklären, wozu die Kriege sind?
Kann mir jemand sagen, was mit dieser Welt nicht stimmt?

Und alles ist so fremd hier.
Keiner, der dich kennt, hier.
Was würdest du tun?
Was würdest du tun?
Was würdest du tun?

Und wie stark kann man sein?
Wie viel Kraft ist dabei?
Wie viel Mut?
Wie viel Glück?

Wie allein kann man sein?
Und wie viel Tränen kann man weinen?
Wie muss es sein, lässt man alles zurück?

Was würdest du tun?
Ich frag mich,
was würdest du tun?
Ich weiß es nicht.

Familie

Es darf ein wenig Frühling einziehen!

Ihr seid gerne kreativ?

Ihr liebt DIY Projekte und habt aber keine Lust dazu erstmal ganz viel teures Material einzukaufen?

Nach dunklen Wintermonaten findet ihr auch das der Frühling nun gerne Einzug halten soll?

Dann müsst ihr euch mein kleines Do-it-yourself Upcycling anschauen.

Ihr schnappt euch eine Milchtüte und da ist es tatsächlich völlig egal ob es nun Hafer-, Reis-oder Vollmilch ist. Die Verpackung wird ordentlich ausgewaschen und vorsichtig oben geöffnet. Dies klappt problemlos per Hand, wenn ihr quasi über Kreuz an den Seiten zieht.

Danach entfernt ihr den Aufdruck auf der Verpackung. Am einfachsten ist das, wenn ihr mit einem kleinen spitzen Messer von oben unter das Papier stecht und es dann langsam hochdrückt und anschließend abzieht.

Nun habt ihr eine braune Pappverpackung auf der hervorragend entweder Lacke oder aber auch Acrylfarbe hält. Wenn ihr sprayt, dann allerdings immer nur draußen und lasst das besprayte Produkt auch an der frischen Luft trocknen. Die Gerüche sind nichts für Wohninnenräume!

Nachdem eure Verpackung besprayt und getrocknet ist, könnt ihr sie nach Bedarf beschriften, bekleben oder dekorieren. Ich habe den Rand oben umgeknickt, so entsteht ein netter Tüteneffekt.

Selbst frische Schnittblumen halten in der DIY-Vase problemlos, denn aufgrund der Beschichtung im Inneren lässt sich problemlos und lachenfrei Wasser einfüllen.

Probiert es doch einfach mal aus und lasst ein wenig Frühlingsfrische einziehen:)