corona

So sauer…

Tatsächlich war es jetzt einige, sogar viele Tage sehr ruhig hier. Warum?

Es passiert im Grunde nichts was berichtenswert wäre.

Wir freuen uns über die Zeit miteinander, grillen, gehen spazieren, malen, spielen, manchmal streiten wir auch ein wenig, üben für die Schule… Spektakulär wäre anders, aber genau das tut uns allen tatsächlich gerade ganz gut. Unser eigener kleiner Alltag innerhalb unserer vier Wände lässt uns die momentane Lage ganz gut meistern.

Tatsächlich habe ich allerdings in den letzten Tagen zunehmend Puls bekommen. Begonnen hat dies mit den Aussagen der bekannten Politiker, die im Versuch-Irrtum Verfahren die Kinder in die Schulen schicken wollen, denn die Bildung ist wichtig.

Ich bin Lehrerin. Natürlich empfinde ich Bildung auch als wichtig, enorm wichtig. So geht es vielen anderen Menschen auch, angehört wurden wir aber lange Zeit nicht.

Schüler werden in Schulen gepackt, deren Blütezeit schon lange vorbei ist. Digitalisierung, eine angenehme Lernatmosphäre und eine zeitgemäße Ausstattung sind Fremdwörter in der Welt der Ruhrgebietsschulen, wenn man nicht aus eigener Kasse seinen Klassenraum gestaltet – wobei dann viele Dinge auch nicht erlaubt sind, Sicherheit geht vor. Lehrermangel ist ein großes Problem und der Weg hin zum Lehrer ist sehr oft auch ordentlich steinig.

Inklusion, Integration, individuelle Förderung und interkulturelle Pädagogik sind für die meisten Lehrer, auch unter genannten Bedingungen, inzwischen Alltag geworden, über den sie schon gar nicht mehr berichten, denn das gehört zum Job dazu, auch bei mangelnder Unterstützung von außerhalb. Es gibt unzählige Probleme die wir jeden Tag mit nach Hause nehmen, die sonst niemanden interessieren, gehört halt alles zum Job…Was ok für uns ist!

Aber als ich gestern erfahren habe, dass meine Vermutungen im Hinblick auf die Öffnung der Schulen in NRW tatsächlich richtig waren, bin ich nicht nur sauer, sondern auch wirklich traurig geworden.

Plötzlich ist die Schule für die Gesellschaft so unglaublich wichtig, dass man in Kauf nimmt, dass unsere Kinder, die nun wochenlang von der Außenwelt ferngehalten werden sollten, dort auftauchen sollen. Die Bildung steht von heute auf morgen über dem Gut der Gesundheit? Wenn die Herde immun ist, dann kann man einzelne Verluste problemlos verschmerzen? Das entspricht nicht meinem Denken, indem jeder Einzelne wichtig und wertvoll ist.

Und wenn das jetzt gerade alles so wichtig ist, dann hat man jahrelang darauf verzichtet den Kindern dort angemessene sanitäre Anlagen zu bieten, hat hingenommen das Wasser verseucht war, hat nicht reagiert, wenn viel zu wenig Personal vorhanden war und hat darüber hinweggesehen, dass ganz sicher nicht jeder die gleiche Chancen hat?

Mir geht es nicht um mich, wenn ich hier schimpfe, mir geht es um meine Schüler. Ich möchte sie und ihre Familien schützen, bewahren vor einer Krankheit deren Auswirkungen und Nachwirkungen noch immer niemand von uns kennt, aber was weiß ich schon? Ich bin ja schließlich nur Lehrerin und muss agieren…

Schulen im Hinblick auf eine Notbetreuung weiter zu öffnen macht für mich Sinn, wenn für Sicherheit gesorgt ist. Schulen für Kinder aus schwierigen Verhältnissen zu öffnen ist immer wichtig, wenn für Sicherheit gesorgt ist! Aber Schulen für politische Machtrangeleien zu öffnen ist der Wahnsinn!

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Müde!

„Wie kann man eigentlich so unwahrscheinlich müde sein, auch wenn man so früh ins Bett geht? Du bist doch Zuhause und musst nicht arbeiten…!“

Habt ihr solche Sätze auch mal hören müssen? Zum ausrasten, oder? 

Bedingt durch dieses dumme, doofe, blöde Mistwetter war Noah’s AfterkindergartenichgeheindenGartenLaune völlig hinüber, denn sein erster Blick in den Garten zerstörte schon jegliche Vorstellung eines gelungenen Nachmittags für ihn „Rutsche ist nass“! Bei näherer Betrachtung auf Socken stellte er dann fest „Boden auch nass, Füße auch nass“! Das Desaster nahm seinen Lauf, Mittagessen ok, aber Gunmibärchen wären besser, gab es aber nicht, weil man dafür erstmal vernünftig essen sollte. Laune noch ein paar Stufen schlechter. Dann „Bitte Zoosendung gucken“ – ihr kennt diese Sendungen im TV aus unterschiedlichen Zoos in Deutschland?- es kam aber gerade keine und ich habe wirklich all unsere Sender durchforstet. Spielen war 5 Minuten ok, dann auch wieder blöd und eigentlich fehlte auch übrigens am meisten auf der Welt der Papa! Nach etwa 20minütigem Brüllen um Papa, der natürlich am Nachmittag noch bei der Arbeit war, ist Mr Schlechtelaune dann tief und fest eingeschlafen.

 Ihr kennt die Brisanz der Aussage, wenn ich hinzufüge das es bereits  halb fünf war???!!! 

Nach einem sehr ausgiebigen Schläfchen, (wenn das Kind schläft, dann schläft es) war Papa da und die Laune wieder bombastisch, bis 22Uhr, denn man war ja völlig ausgeruht! 


Wäre alles noch ok, hätte die kleine Dame diese Nacht nicht festgestellt das Stillen sowas ähnliches ist, wie im Schlaraffenland zu leben und wäre sie dann irgendwann mal satt gewesen. Tja, Fehlanzeige. Sie war gestern Abend übrigens pünktlich wie immer müde und demnach auch um kurz vor 6Uhr heute morgen endlich satt und fit! 


Warum war ich nochmal müde? 😉

Ich wünsche euch allen einen schönen Tag, ich trinke jetzt Kaffee, viel Kaffee!

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Freunde, Bekannte, Lebensabschnittbegleiter…

Geht euch das eigentlich auch so? Mit 18Jahren hat man mindestens 30Leute mit denen man ständig etwas unternommen hat, abends unterwegs war und das Leben teilte. Mit 25, unterschiedlichen Lebenswegen, Arbeit, Uni und Co hat sich der Freundeskreis komplett geändert. Einige Leute bleiben immer dabei, andere kommen und gehen und dann, mit einem Kind verändert sich plötzlich alles nochmal!


Du bist nicht mehr spontan in der Lage eine Grillparty zu schmeißen, du gehst am Wochenende nicht mehr feiern, denn du bist glücklich darüber das du früh im Bett liegen kannst, weil der Tag anstrengend war. Dazu kommt, dass sich Erziehungsstile vielleicht ganz grob unterscheiden, dass es dadurch einfach nicht mehr passt, weil man keine Lust darauf hat, ständig kritisiert zu werden oder einen auch als Mama Kochrezepte absolut nicht interessieren (Ja, sowas gibt es und ich fühle mich gut dabei!), ebenso wie prenatale Klangtherapie im Wald einfach nix für mich ist. Man ist es irgendwann leid, sich rechtfertigen zu müssen, warum man seine Kinder nicht abgibt um abends wegzugehen oder sich anzuhören das man unlustig ist, weil man keinen Alkohl trinkt.


Bekannte hat man noch immer viele, manchmal fast zu viele.                            

Diejenige die man als Freunde bezeichnet sind weniger geworden, aber genau auf diejenigen kann man sich verlassen und diese lassen dich sein wie du bist, auch wenn du dich nicht jeden Tag bei ihnen meldest! Manchmal sogar Wochen nicht! Im Notfall können wir immer aufeinander zählen, ohne Erklärunhen, Rechtfertigungen und Eigenlob!

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Fotolos

Heute melde ich mich erst spät zu Wort, denn wir hatten Besuch und ich habe ganz bewusst das Handy zur Seite gelegt, keine Fotos gemacht und die Zeit mit Freundinnen und Kindern genossen! 

An viel zu vielen Tagen erwische ich mich nämlich in der letzten Zeit dabei ständig das Handy in der Hand zu haben. Hier mal eben etwas bei Instagram gucken, da eine Nachricht lesen und natürlich antworten, online einen Preis vergleichen, Fotos machen,…Genial so ein Smartphone, aber manchmal, wie heute soll es einfach mal weg und ich genieße liebe Gespräche und unbearbeitete, echte Bilder! 

Morgen melde ich mich dann länger zurück;)

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Pläne sind wie Träume…Schäume;)

War der Plan doch heute Vormittag noch der Zooladen, so wurde es ab heute nach der Kindergartenabholung der Indoorspielplatz! Im 2Minuten Takt hörte ich „Tobebox“, „große Rutsche“, „Bällebad“ und „Trampolin“…

Lilly’s Laune war dem Wetter entsprechend gar nicht gut, ihre Zähne ärgern sie, der Bauch drückt und eigentlich ist die Welt an sich auch  dämlich gewesen und so haben die Männer kurzerhand beschlossen noch rasend schnell die letzte Runde im Indoorspielplatz mitzunehmen, während Lilly und ich in der Trage so einige Blockrunden gedreht haben! 

Für Noah ist die Tobebox, ein Indoorspielplatz in Oberhausen,einer der schönsten Orte auf der Welt! Absolute Papasohntobezeit auf kindgerechten Spielgeräten mit viel Platz und unzähligen Möglichkeiten Spaß zu haben. 



Ausgepowert, mit feuerrotem Kopf und super glücklich sind die beiden Tober dann wieder hier angekommen, bereits schlauerweise in Schlafhose, denn man weiß ja wie so Autofahrten am Abend enden können und ein gelungener Spätnachmittag lässt unsere Mäuse nun tief und fest schlafen (hoffentlich)!