Leben mit Kindern

Wie erkläre ich es meinem Kind?

Natürlich passieren tagtäglich schlimme Dinge auf der Welt und natürlich bekommen auch unsere Kindern bewusst einige Dinge mit. Manche mehr, andere weniger.

Wir sehen plötzlich Menschen mit Atemmaske auf der Straße, das verunsichert ganz gewaltig. Gerade dann, wenn man nicht weiß was eigentlich dahinter steckt.

Momentan werden mir viele Fragen gestellt, denn „Corona“ beschäftigt auch meine Kinder.

Zuhause versuchen wir natürlich aufkommende Fragen kindgerecht zu beantworten, ohne irgendwas zu dramatisieren. Ich merke aber auch, dass eine Angst vor dem Unbekannten vorhanden ist. Verständlich wenn plötzlich alle darüber sprechen…

Auf Fragen nicht richtig zu antworten würde ich als falsch empfinden, dies schürt Ängste und lügen werde ich nicht. So denke ich, dass eine altersgerechte Aufklärung absolut sinnvoll.

Meine Kinder hat es etwas tatsächlich gar nicht beruhigt, als ich ihnen erklärt habe, dass die Auswirkungen des Virus eher gefährlich für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem ist oder bei älteren Menschen. Aufgrunddessen machten sie sich Sorgen um viele Personen die ihnen wichtig sind.

Vor zwei Wochen habe ich meinen Sohn mittags vom Offenen Ganztag abgeholt und während er seine Schultasche aus dem Klassenraum holte, sah ich Kindern beim wilden Fangenspiel zu. Sie spielten allerdings keine normale Variante dessen, ihre Version war „Coronainfinzierter infiziert Gesunden“ und man musste vor dem „infizierten“ Kind weglaufen… Ein sehr markarberes Spiel, oder?

Wir müssen versuchen zu sensibilisieren, ohne dabei Sorgen zu verursachen, denn mehr können wir momentan nicht machen.

Angst machen ist immer kontraproduktiv. Lieber sollten wir eine vernünftige Anleitung, in kindgerechter Form, zu gängigen Hygienemaßnahmen geben!

Familie, Leben mit Kindern, Mama

Raus mit den Kindern!

Tatsächlich neige ich bei dem ollen Regenwetter des Winters dazu, flott vom Auto in die Bude zu jagen und unsere Nachmittage haben wir sehr oft komplett im Haus verbracht.

Natürlich gibt es unzählige Möglichkeiten schöne Nachmittage zu arrangieren, allerdings finden wir es umso schöner, uns Wind um die Nase pusten zu lassen, über Wiesen zu laufen, wärmende Sonnenstrahlen zu spüren und Steinchen in Wasser zu werfen.

Somit haben wir uns heute Vormittag, gelockt von den Sonnenstrahlen, schnell angezogen und sind zur Ruhr geflitzt.

Wir brauchen dort weder Spielzeug, noch irgendwelche Fahrzeuge. Es kann gerannt, gehüpft und geklettert werden.

Glücklich und zufrieden genießen wir nun gelüftet, mit schmuddeligen Schuhen, den Nachmittag und freuen uns auf den morgigen Start in eine neue Woche und träumen von sonnigen Abenteuern, die in den nächsten Wochen folgen werden 🙂

Mama

„Mama, warum gibt es Krieg?“

„Mama? Warum gibt es Krieg?“

Es gibt diese Fragen von Kindern bei denen du deine Worte ganz bedacht wählst, anfängst zu reden, ins Stocken gerätst und einfach keine Antwort hast.

„Die Jungen in der Schule haben heute Krieg gespielt. Sie haben sich geschubst und dann mit Stockpistolen geschossen und dann war im Spiel immer einer verletzt oder auch tot. Das ist doch nicht schön. Gibt es das wirklich?“

Wie erkläre ich einem Erstklässler was Krieg genau ist, wenn ich es im Grunde selbst nicht verstehe und mir die altersentsprechende Wortwahl komplett fehlt?

Ich habe es versucht und erklärt, dass man es Krieg nennt, wenn Länder oder Staaten mit Waffengewalt und dem Einsatz des Militärs ihre Meinung durchsetzen wollen. Krieg kann ganz viel zerstören und wenn man in dem Land lebt, in dem der Krieg ist, dann leiden die Menschen, die dort leben darunter, denn sie erleben dann Gewalt, obwohl sie oft gar nicht daran beteiligt sind. „

„Aber Mama, warum spielt jemand sowas? Das ist ganz, ganz grauenhaft. Wenn man eine andere Meinung hat, dann ist das eben so, dann kann ich doch nicht kämpfen, damit der andere auch so denken muss wie ich?“

Und da hat das sechsjährige Kind so unbeschreiblich viel Empathie und Verstand bewiesen, wie es so verdammt viele Menschen auf der Erde nicht begreifen.

Mama

Jammerpause!

Oh ja, mir geht es auch manchmal so…Die Tage sind lang und doch fehlen ihnen Stunden um alles erledigt zu haben. Man rast von einer Veranstaltung zur nächsten Aktion, wischt den Boden während man ein wichtiges Telefonat führt und schafft es dabei noch flott 215 Legoteile einzusammeln und die Butterbrotdosen für den kommenden Tag herzurichten. Dazwischen fungiert man als Streitschlichter und steckt der Barbie den abgerissenen Kopf wieder auf den Hals…

Mein Unterricht möchte vernünftig vorbereitet sein, aber eigentlich will ich so gerne meine Haare waschen und kuren, aber eines der Kinder will auch einfach nicht einschlafen…

Es gibt jeden Tag sooo viele Gründe zu meckern, zu jammern, aber wisst ihr was? Es gibt unbeschreiblich viele Gründe mehr, um genau das nicht zu tun!

Vielleicht muss man manchmal einfach Prioritäten verschieben. Vielleicht muss man Abstand nehmen von einem gewünschten Perfektionismus, denn das wird sowieso nicht funktionieren und vielleicht muss man manchmal einfach innehalten!

Das wir jeden Tag aktiv im Leben stehen können ist ein riesiges Geschenk und über Geschenke sollte man sich freuen und sie nicht bockend in die Ecke werfen.

Also, lasst uns aufhören zu meckern und zu jammern. Schafft euch Verschnaufpausen und freut euch über die kleinen Dinge die ihr geschafft habt, genau die ergeben irgendwann ein großes Ganzes 🙂

Familie

#keinenmillimeternachrechts

Kinderlieder können manchmal viel besser ausdrücken was scheinbar viele Mitbürger nicht verstehen wollen oder aufgrund mangelnder Fähigkeiten einfach nicht verstehen können!

Aber Dinge die man nicht kann, die kann man ja lernen…

Aus gegebenen #keinenmillimeternachrechts – Anlass, hört euch mal den Song aus dem Bibi&Tina Film an:

Müsstest du dein Zuhause verlassen,
nicht mal Zeit zum Denken und Packen.
Vielleicht würdest du es nie wiedersehen, wüsstest auch nicht, wohin es geht.

Du weißt nur,
nicht alles wird gut.
Ganz egal, wie viel du jetzt auch dafür tust.

Wer kann uns erklären, wozu die Kriege sind?
Kann mir jemand sagen, was mit dieser Welt nicht stimmt?

Und wie stark kann man sein,
wie viel Kraft ist dabei,
wie viel Mut,
wie viel Glück?

Wie allein kann man sein
und wie viel Tränen kann man weinen?
Wie muss es sein, lässt man alles zurück?

Was würdest du tun?
Ich frag mich,
was würdest du tun?
Ich weiß es nicht.

Manchmal fühlst du dich wie stumm,
und manche reden mit dir, als wärst du dumm.
Du willst nicht schlafen, willst nur rennen, in jedem Traum siehst du die Häuser brennen.

Du weißt nur:
Nie wieder wird alles gut!
Ganz egal, wie viel du jetzt auch dafür tust.

Wer kann uns erklären, wozu die Kriege sind?
Kann mir jemand sagen, was mit dieser Welt nicht stimmt?

Und alles ist so fremd hier.
Keiner, der dich kennt, hier.
Was würdest du tun?
Was würdest du tun?
Was würdest du tun?

Und wie stark kann man sein?
Wie viel Kraft ist dabei?
Wie viel Mut?
Wie viel Glück?

Wie allein kann man sein?
Und wie viel Tränen kann man weinen?
Wie muss es sein, lässt man alles zurück?

Was würdest du tun?
Ich frag mich,
was würdest du tun?
Ich weiß es nicht.