Familie

Wir werden groß!

Lese ich mich hier durch den Content der tatsächlich inzwischen letzten Jahren, ja, so lange gibt es den Blog hier, so muss ich echt feststellen:

Wir werden groß!

Hier wird gelesen, gerechnet, argumentiert und diskutiert. Freunde werden eingeladen oder man kommt abends nach einem Freundemarathon erst heim und die Mama wird nur eben kurz mit einem Küsschen gegrüßt. Das war’s:)

Aus den kleinen Mäusen sind inzwischen ganz schön selbstständige und selbstbewusste Kinder geworden.

Und ganz ehrlich, ich genieße es von ganzem Herzen.

Ich finde Babys niedlich, es ist eine unglaublich intensive Zeit mit einem Kleinkind und doch ist sie, wenn ich ganz ehrlich bin, zumindest für mich, nicht immer nur pudrig duftig und rosahellblauflauschig gewesen.

Schlaflose Nächte, Koliken, Milchstau, stundenlanges und unerklärliches Weinen und die nicht vorhandene Möglichkeit sich verbal ausdrücken zu können, führten an manchen Tagen dazu, dass ich noch am Nachmittag nicht geduscht, verzweifelt und körperlich auch irgendwann ordentlich ausgelaugt war.

Auf der anderen Seite habe ich in den ersten Jahren mit Kind die Zeit unglaublich spannend erlebt.

Momente waren Ewigkeiten und Herausforderungen wurden zu Meilensteinen.

Ehrlich gesagt würde ich tatsächlich rückblickend davon sprechen, dass ich erst durch meine Kinder tatsächlich erwachsen geworden bin. Nie zuvor musste ich so viel Verantwortung übernehmen, habe mich so sehr für andere Menschen eingesetzt und habe eigene Bedürfnisse komplett in den Hintergrund gestellt, ohne das es mich gestört hätte. Wobei nein, bleiben wir ehrlich. Es gab Momente in denen hat es mich gestört. Etwa wenn ich einfach in Ruhe meine Haare waschen wollte und ein schreiendes Kind die Duschwand verkloppte oder es endlich am Abend eine Mahlzeit gab und genau dann das Weindrama sein Lauf nahm und nur Mama zur Beruhigung akzeptiert wurde. Da war ich tatsächlich genervt:)

Alles hat seine Zeit und so lerne ich gerade, das es auch mal genial sein kann einen Nachmittag nur mit mir selbst zu verbringen und genieße es mich mit meinen Kindern richtig unterhalten zu können.

Ich bin jeden Tag stolz ein Teil ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu sein, finde es aber auch wichtig mich selbst weiterentwickeln zu können. Gerade in beruflicher Hinsicht die kein bloßes „Geld verdienen“ für mich ist.

Vielleicht sind auch das genau die Gründe, warum ich nicht mehr die Zeit finde tagtäglich hier zu posten. Es gibt so viele Dinge in meinem, unserem Leben die Zeit und Muße erfordern und es wert sind diese zu bekommen. Der Blog ist sicherlich ein Teil, ein schöner Teil davon, aber nun mal nicht alles!

Familie

Gewalt

Im Sozialen Lernen, einem Unterrichtsfach an der Schule in der ich arbeite, lernen meine Schüler ganz früh das es unterschiedliche Gewaltformen gibt. Das es Menschen gibt, die anderen seelische Gewalt antun, das Personen unter sexueller Gewalt leiden und das es auch ein Vergehen ist Gewalt gegenüber Gegenständen auszuüben. Gewalt ist nie gut oder gutzuheißen.

Blicke ich auf die letzten zwei Wochen, lediglich 14Tage in meinem Leben zurück, so habe ich beinahe täglich und das ist leider keine Übertreibung, erlebt, dass Menschen Gewalt ausüben.

Neben der Schule in der ich arbeite, die tatsächlich nicht ein einziges Mal der Ort war, an dem ich etwas in dieser Form mitbekommen hätte, bin ich als Mama in und um Kindergarten und Schule unterwegs. Nachmittags unternehme ich verschiedenste Aktivitäten mit meinen Kindern.

Und ich bin erschüttert!

Mehrfach habe ich mich aufgrund von aufkommenden körperlichen Auseinandersetzungen eingemischt und noch viel häufiger habe ich Eltern erlebt, die meines Erachtens nach, extreme verbale Gewalt ihren Kindern gegenüber angewendet haben.

Dazu kommen verschiedene Erzählungen meiner Kinder von Situationen, die sie im Kindergarten-und Grundschulalltag erleben mussten!

Kinder sind Abbilder ihrer Eltern oder derer die sie groß werden lassen. Ich bin der festen Überzeugung das kein Kind dieser Welt grundlos und von sich aus brutal, gewalttätig oder bösartig ist.

Aggressivität hat immer eine Ursache und ich gehe soweit, dass ich sage, daß ich meine das sie aus dem direkten Umfeld kommt.

Erlebe ich ständig Gewalt, so stumpfe ich ab und erkenne nur noch diese als gängiges Mittel zur Lösung eines Konflikts an. Verurteilen kann ich sowas bei Kindern nicht, muss es allerdings auch niemals akzeptieren und dagegen angehen.

Gewalt gab es immer schon. Ich frage mich allerdings nur was in den letzten Jahren dazu geführt hat das die Situation in meinen Augen so viel drastischer geworden ist?

Wir leben, auch wenn jeder von uns ab und an etwas zu meckern hat, in einer Gesellschaft in der es uns im Grunde an nichts mangelt.

Ein Dach über dem Kopf, oft ein geräumiges und schönes Dach, wir sind satt und das nicht nur durch Grundnahrungsmittel und können uns den ein oder anderen Luxus leisten.

Was aber veranlasst Menschen dazu so unzufrieden zu sein, dass sie meinen, mit Gewalt Macht, Willen, Unzulänglichkeiten oder was auch immer durchzusetzen.

Sind es Medien? Verrohung durch TV, Internet und Co?

Überfluss an allen, aber fehlende Liebe?

Wie soll eine Gesellschaft als modern bezeichnet werden, die meint das eine Ohrfeige noch niemandem geschadet hat? Wie soll ich als Mama und Lehrerin Kindern beibringen, dass man sich Respekt durch wertvolle Taten erarbeitet, wenn zuhause propagiert wird, dass Respekt derjenige erhält der am festesten zuschlagen kann oder die gefährlichsten Waffen besitzt?!

Wenn Filme Preise erhalten sollen, die Gewalt in Ruhrgebietskliniken als Lösung für Probleme in der Erziehung propagieren, dann sollte uns vermutlich all das nicht mehr wundern…

Die einzigen Waffen die wir in unserem Leben besitzen dürften, sollten Fairness und eine gigantische Portion Liebe sein, denn dann würden all die Dramen die wir in den letzten Wochen mitbekommen haben überhaupt nicht vorkommen!

Und wenn wir diese ganzen Gedanken auf die momentanen politischen Ereignisse beziehen, dann begreifen wir vielleicht auch, warum es Menschen gibt, die tatsächlich bewusst rechte Parteien wählen:

„Deine Gewalt ist nur ein stummer Schrei nach Liebe…!

Familie

*Werbung* Schulranzenmessen der Volksbank Rhein Ruhr

Es ist Ende Januar, die ersten Vorschüler bekommen nun die Post mit der Zuteilung zu ihrer Grundschule und die Aufregung und Freude im Hinblick auf die Zeit in der Schule steigt.

Sowohl für die Kinder, als auch für die Eltern beginnt bald ein Schritt in Richtung großer Veränderungen.

Genau diese Veränderungen machen Freude und durch die Auswahl der passenden Schulausstattung kann man sich die Monate bis hin zum ersten Schuljahr ein wenig verkürzen.

Ich durfte mir, nachdem ich ja im letzten Jahr bereits einige Erfahrungen im Hinblick auf den Schulstart gesammelt habe, die „Schulranzenmesse“ der Volksbank Rhein Ruhr anschauen.

In dem tollen Atrium der Volksbank am Innenhafen in Duisburg fanden sich eine Vielzahl verschiedener Anbieter ein, deren Ziel es ist, den kommenden Idötzchen und ihren Eltern den Schulstart rundum gelungen zu ermöglichen.

Am Eingang erhielten die kleinen Besucher eine Stempelkarte. Besuchte man die einzelnen Aussteller, so erhielt man an jedem Stand einen Stempel. Mit der komplett abgestempelten Karte durften die Besucherkinder sich eine Überraschungstüte abholen. Und die Eltern hatten somit sofort eine gelungene Übersicht der Aussteller vor Ort.

Ganz besonders spannend fand ich persönlich den Stand der Verkehrswacht Oberhausen. Hier konnte ich als Erwachsene und erfahrene Verkehrsteilnehmerin tatsächlich noch einiges lernen. Ich testete zum Beispiel eine Promillebrille, die mir den Blick eines Menschens simulierte, der mit 1.1 Promille unterwegs ist. Unfassbar das Menschen so am Verkehr teilnehmen.

Zudem wurde mir nochmal viel bewusster, wie wichtig es ist Reflektoren an Kleidungsstücken in der Dunkelheit anzubringen.

In der Dunkelheit sieht man unter Verwendung von Reflektoren ein Kind in einer Entfernung von etwa 110m, ohne Reflektoren jedoch im Idealfall nur um die 60m. Wenn ihr überlegt, dass ihr innerorts mit etwa 50km/h unterwegs seid, euer Bremsweg entsprechend lang ist, dann wird einem nochmal enorm bewusst wie wichtig es ist die Kinder gerade in der dunklen Jahreszeit sichtbar zu machen.

Natürlich ging es vielen Kindern auf der Messe aber hauptsächlich um die Suche nach ihrem Traumschulranzen und so konnte man sich professionell beraten lassen, testen und Messepreise abstauben.

Ich glaube, ich weiß welche Wahl meine Tochter allein aufgrund des Designs sofort ins Auge gesprungen wäre.

Als ich, samt einiger Familien mit stolzen Kindern und tollen Tornistern auf dem Rücken die Veranstaltung verlassen habe, war ich mir sicher, dass die Veranstaltung ein voller Erfolg war, die strahlenden Gesichter sprachen Bände.

Und ich freue mich jetzt schon darauf, in ein paar Jahren hoffentlich auch dort eine weitere Ausstattung aussuchen zu können!

Dieser Post entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit der Volksbank Rhein Ruhr.

Familie

Selbstfindung oder sowas in der Art…

In den letzten Wochen wurden die Artikel hier seltener.

Nicht etwa, weil die Welt des Bloggens und der Social Media Dimensionen uninteressant für mich geworden sind, bei weitem nicht.

Wir sind den Kleinkindschühchen entschlüpft und tragen inzwischen coole Sneakers.

Unser Leben hat sich verändert. Statt Themen wie Kleinkindernährung und erste Schritte der Abkapselung von der Mama, üben wir hier am Nachmittag lesen. Die Welt der Zahlen ist aktueller, als die Frage nach der richtigen Kleidung bei kaltem Wetter, denn darüber denken wir inzwischen nicht mehr nach, da sind wir routiniert.

Jobmässig hat sich einiges bei mir verändert und so hat sich auch unsere Zeitplanung verschoben. Die Zeit miteinander ist weniger, aber irgendwie vielleicht sogar noch intensiver.

Wir haben unser Daueraktivitätsprogramm der letzten Jahre stark reduziert, denn wir haben festgestellt, dass die Kinder nicht diejenigen sind, die ständig unterwegs sein möchten. Viel eher lag das vielleicht an meinem Drang immer viel unternehmen zu wollen, die Kinder sind entspannter, wenn sie ein gesamtes Wochenende in Jogginghose inmitten von Playmobil-und Legobergen verbringen können.

Heute sagte eine Kollegin zu mir, dass man in den ersten 18 Lebensjahren des Kindes als Mama keinen Raum für sich hätte.

Ich empfinde es ganz anders, ich habe den Raum inzwischen und kann ihn unwahrscheinlich gut nutzen. Ich kann an Projekten arbeiten, die ich spannend finde oder mich auch mal alleine mit Freundinnen treffen.

All das ist manchmal aber nicht „blogtauglich“, vermutlich sogar völlig langweilig für euch und genau das ist der Grund der Schreibruhe der letzten Wochen.

Ich habe in den letzten Monaten oft etwa bei Instagram quergelesen, Fotos angeschaut und entscheide mich jetzt bewusst dafür, dass ich meine Kinder nicht in einen Fotoblitz zerren werde, damit ich nette Bilder produzieren kann. Ich bin unbeschreiblich stolz auf meine Kinder, werde sie aber niemals dazu nutzen, mich durch sie zu profilieren.

Jede Phase lebt durch ihre Veränderungen und so habe ich schon einige Ideen für neue Postings, allerdings eher im DIY Bereich, im Hinblick auf mich, in meiner Rolle als modeliebende Mama, aber auch Frau und auch Reisethemen werden hier nicht zu kurz kommen!

Familie

Kurkuma, Ingwer, Efteling und ein neues Jahr!

Es ist so ruhig hier momentan… Ungewollt, gewollt, denn tatsächlich passiert zur Zeit wenig.

Die Erkältungswelle hat uns nun wochenlang so ekelig im Würgegriff gehabt, dass ich tatsächlich mehr damit beschäftigt war fiese Antivirabwehrrezepte auszuprobieren, als schriftliche Gedankengänge niederzuschreiben.

Nun weiß ich wie fies Kurkuma einfach alles verfärbt, bin mir mal wieder darüber bewusst geworden das Manukahonig bei mir nur den Geldbeutel erleichtert, nicht aber Halsschmerzen mindert und das weder Zitronensud, noch scharfer Ingwer irgendwas an dem fiesen Erkältungszustand verändern vermag.

Nachdem unsere Weihnachtsferien hauptsächlich auf der Couch stattgefunden haben, konnten wir uns dann aber doch hustend am letzten Wochenende auf den Weg nach Kaatsheuvel machen und das große Weihnachtsgeschenk der Kinder erfüllen. So verbrachten wir drei Tage im Efteling Freizeitpark.

Ganz dick eingemummelt konnten wir die Kinder hier ganz doll glücklich stimmen und der Ortswechsel für kurze Zeit hat uns Großen natürlich auch gefallen.

Leider haben wir, ähmmm das Christkind, bei der Buchung allerdings nicht in Erwägung gezogen dass das Ende der Weihnachtsferien eine mehr als beliebte Zeit für den Park ist und so empfanden wir das Land der Feen, Märchen und Helden als extrem voll. Andere Zeiträume sind da sicherlich entspannter.

Trotzdem hatten wir tolle Tage und können einen Kurztrip dorthin immer empfehlen – aber bucht das Efteling-Hotel inklusive einem Themenzimmer, sie sind ein Highlight.

Nun hat der Alltag wieder begonnen, denn ich irgendwie tatsächlich auch ganz gerne habe und ich warte seit dem Moment des Tannenbaumabschmückens auf den Frühling, denn Sonne fehlt mir gerade ganz gewaltig.

Ich hoffe eure Ferien waren gesünder und glorreiche Tipps zur Vermeidung und Bekämpfung aller Erkältungserkrankungen nehme ich immer gerne an, denn wer Ingwer und Kurkumasaft testet, der versucht auch alles andere:)