Mama

Elternzeit ganz anders! *Werbung*

Wenn ich ehrlich bin, auch wenn es für den ein oder anderen ganz seltsam klingen mag, dann hatte meine erste Elternzeit etwas von der Coronazeit.

Nein, es gab glücklicherweise keine Erkrankungen oder eine pandemieähnliche Situation, aber damals habe ich eine gewisse Isolation erlebt.

Bevor ich Mama war, habe ich an einer Abendrealschule gearbeitet. Der Tag war getaktet, Zeit immer irgendwie Mangelware und die Freizeit wurde optimal immer ausgenutzt. Zeit auf dem Sofa gab es nur ganz wenig und zuhause war ich recht selten.

Mit Baby war von heute auf morgen tatsächlich alles anders. Ich war ängstlich, überängstlich und dadurch auch sehr schnell angespannt. Draußen wollte ich gerne das Bild der entspannten, perfekten Mama liefern, weil ich meinte, dass man es von mir erwartet und genau das Gegenteil geschah. Der Stress für den ich sorgte, der sprang auf mein Baby über.

Damals habe ich alle Stätten gemieden, an denen ich Menschen treffen würde. Ich habe täglich Kilometer mit meinem Baby in der Trage auf Feld-, Wald-und Wiesenwegen gemacht. Alleine.

Shopping, Freundinnen treffen, ohne Baby unterwegs zu sein war damals in meiner Denkweise nicht vorstellbar.

Vermutlich klingt das nach einer ganz schrecklichen Zeit, dass war sie aber nicht. Ich bin daran gewachsen, bin erwachsen geworden und habe gelernt Mama zu sein.

Die Coronazeit ist anders, aber vergleichbar.

Wir meiden andere Menschen, gehen spazieren, leben in unserer kleinen Blase und lernen jeden Tag dazu.

Die Kinder sind (meist) völlig entspannt, obwohl sie nicht ununterbrochen unterwegs sind. Sie beschäftigen sich, werden kreativ, probieren sich aus genießen die Zeit mit uns.

Lesen
Malen
Quatsch machen
Kuscheln

Einziger und gewaltiger Unterschied ist es, dass wir aus dem Heimbüro arbeiten müssen und nicht zu knapp. Noch vor einigen Wochen hätte ich gesagt, dass ich dies mit den Kindern zusammen nicht können würde. Ich wurde nun belehrt.

Während die Kinder im Wohnzimmer spielen und ich im Home Office sitze, kommunizieren wir witzigerweise per Walkie Talkie miteinander. Übrigens sind die Walkie Talkies von Vtech unser Highlight. Natürlich haben unsere Kinder noch keine eigenen Handys, sehen sie aber immer bei uns und lieben sie. Ihre eigenen Walkie Talkies sehen sie als spannendes Kommunikationsmedium und lieben die kindgerechten Spiele darauf.

Damit darf man dann sogar mal auf dem Nachbargrundstück spielen, denn dafür langt die Reichweite.

Manchmal bin ich nicht nur die Lehrerin meiner Schüler, sondern auch die meiner Kinder. Homeschooling klappt auch hier nicht immer super, aber meist hilft es ordentlich dabei zu lachen und spielerische Elemente einzubinden. Mein Mann und ich wechseln uns ab, ergänzen uns und so funktioniert auch dies. Ohne Druck!

Es ist nicht immer alles nur rosa, es ist nicht jeden Tag alles einfach, aber uns hat die Coronazeit gezeigt was wirklich wichtig ist und das ist immer die Familie!

Dieser Post beinhaltet Werbung und ist in freundlicher Zusammenarbeit mit Vtech entstanden.

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Mama

Wahnsinnig viel nichts zu tun!

Es ist kurz nach 7Uhr am Samstag. Ich bin früh aufgestanden, das mache ich jetzt öfter oder ich gehe spät ins Bett. Ungewöhnlich spät für meine Verhältnisse.

Warum?

Ich nutze die Ruhe, die Momente in denen ich ganz alleine bin. Abends und nachts arbeite ich die Dinge ab, die ich tagsüber nicht schaffe oder bei denen ich 15Mal einen Satz formulieren muss, es irgendwann lasse, weil ich immer wieder unterbrochen werde.

Manchmal schaue ich abends auch einfach nur lange TV, lasse mich berieseln oder räume auf und putze.

Die Tage in der Coronazeit sind anders, ganz anders als sonst. Meine Zeiten haben sich verändert, meine Aufgaben sind andere und besonders die Arbeitswelt ist für mich eine komplett andere.

Manchmal möchte ich darüber jammern und schimpfen, finde dieses „mich zerteilen müssen“ sehr nervenaufreibend und dann sehe ich es wieder ganz anders.

Nie zuvor hatten wir so viel gemeinsame Zeit, die uns niemand mehr nehmen kann. Ich habe das Gefühl, dass unsere Kinder sich in den letzten Wochen unwahrscheinlich weiterentwickelt haben, dass sie noch mehr gelernt haben, als sie es sowieso schon jeden Tag tun.

Meine Tochter meint nun übrigens, dass ich die größte Märchenerzählerin der Welt bin. Nachdem wir ein altes Vogelnest bei einem Spaziergang entdeckt haben, habe ich ihr die Sache mit dem Ausbrüten der Eier und den Babyvögeln im Nest erklären wollen. Nie zuvor hat sie ihre kleinen Augenbrauen höher gezogen und mich angesehen, als wäre ich völlig irre geworden. Sie ist sich sicher, eine verrücktere Geschichte habe ich noch nie erfunden:))

Wir beobachten als nun täglich ein Taubennest, vielleicht kann ich ihr noch beweisen, dass ich gar nicht so irre bin.

Corona ist schrecklich. Corona zerstört Leben, Existenzen, aber Corona lässt uns persönlich den Blick auf das Wesentliche richten und zeigt mir, dass ich durchaus in der Lage bin, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen, auch wenn ich manchmal mecker!

Übrigens… Sind nun alle wieder wach:))