Familie

#keinenmillimeternachrechts

Kinderlieder können manchmal viel besser ausdrücken was scheinbar viele Mitbürger nicht verstehen wollen oder aufgrund mangelnder Fähigkeiten einfach nicht verstehen können!

Aber Dinge die man nicht kann, die kann man ja lernen…

Aus gegebenen #keinenmillimeternachrechts – Anlass, hört euch mal den Song aus dem Bibi&Tina Film an:

Müsstest du dein Zuhause verlassen,
nicht mal Zeit zum Denken und Packen.
Vielleicht würdest du es nie wiedersehen, wüsstest auch nicht, wohin es geht.

Du weißt nur,
nicht alles wird gut.
Ganz egal, wie viel du jetzt auch dafür tust.

Wer kann uns erklären, wozu die Kriege sind?
Kann mir jemand sagen, was mit dieser Welt nicht stimmt?

Und wie stark kann man sein,
wie viel Kraft ist dabei,
wie viel Mut,
wie viel Glück?

Wie allein kann man sein
und wie viel Tränen kann man weinen?
Wie muss es sein, lässt man alles zurück?

Was würdest du tun?
Ich frag mich,
was würdest du tun?
Ich weiß es nicht.

Manchmal fühlst du dich wie stumm,
und manche reden mit dir, als wärst du dumm.
Du willst nicht schlafen, willst nur rennen, in jedem Traum siehst du die Häuser brennen.

Du weißt nur:
Nie wieder wird alles gut!
Ganz egal, wie viel du jetzt auch dafür tust.

Wer kann uns erklären, wozu die Kriege sind?
Kann mir jemand sagen, was mit dieser Welt nicht stimmt?

Und alles ist so fremd hier.
Keiner, der dich kennt, hier.
Was würdest du tun?
Was würdest du tun?
Was würdest du tun?

Und wie stark kann man sein?
Wie viel Kraft ist dabei?
Wie viel Mut?
Wie viel Glück?

Wie allein kann man sein?
Und wie viel Tränen kann man weinen?
Wie muss es sein, lässt man alles zurück?

Was würdest du tun?
Ich frag mich,
was würdest du tun?
Ich weiß es nicht.

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Mama

Geburtstag

Vierjährige Damen sind an manchen Tagen nicht zufriedenstellen. Da kann man machen was man will und es entspricht ihren Vorstellungen nicht wirklich. Ehrlich gesagt, es passt ganz und gar nicht und alles endet in einem großen Drama.

Ganz vielleicht aus diesem Grund war ich vor unserem Kindergeburstagswochenende mit anschließenden Übernachtungsgästen tatsächlich etwas aufgeregt. Was ich mir als souveräne Mama natürlich nicht habe anmerken lassen…

Schon vor einiger Zeit haben wir prinzessinentaugliche Deko besorgt, Glitzerelemente für Aktivitäten waren bastelbereit und es wurde gewischt, entstaubt, gebacken, dekoriert und organisiert. Wobei das vermutlich kein einziges Kind interessiert hat.

Ich glaube manchmal das die Geburtstage der Kinder für mich ein Stressgefühl auslösen, weil sie, nicht nur wegen möglicher Stimmungsexplosionen meiner Kinder, sondern auch für mich selbst emotional sind. Jedes Mal durchlebe ich quasi Schwangerschaft und Geburt nochmal und all das weckt Gefühle. Zudem erhofft man ihnen den gewünschten Tag perfekt zu gestalten. Aber so im Nachhinein – wie unnötig ist Perfektionismus? Von perfekten Glitzertattoos glitzern die Möbel doch nicht in den nächsten Wochen noch und man hat gar nichts von all diesem Glam:)

Gestern hatten wir einen tollen Nachmittag. Glückliche Kinder, helfende Freunde und Zufriedenheit auf allen Seiten.

Und als ich abends entspannt durchgeatmet habe, war ich plötzlich unfassbar glücklich.

Glücklich darüber zwei wilde Kinder zu haben, denen es an nichts mangeln muss und vorallem das sie gesund sind. Sie haben Freunde, bauen Beziehungen zu anderen Menschen auf und wissen wer ihnen gut tut. All das ist nicht immer selbstverständlich und statt uns von Kleinigkeiten stressen zu lassen, sollten wir lieber den Moment genießen, denn 4Jahre wird man nur ein einziges Mal im Leben.

Meine Tochter verteilte eben nochmal eine Extraportion Glitzer auf meinem Arm und sagte „Danke für alles!“.

Das ist es, was tatsächlich zählt!!

Familie

Es darf ein wenig Frühling einziehen!

Ihr seid gerne kreativ?

Ihr liebt DIY Projekte und habt aber keine Lust dazu erstmal ganz viel teures Material einzukaufen?

Nach dunklen Wintermonaten findet ihr auch das der Frühling nun gerne Einzug halten soll?

Dann müsst ihr euch mein kleines Do-it-yourself Upcycling anschauen.

Ihr schnappt euch eine Milchtüte und da ist es tatsächlich völlig egal ob es nun Hafer-, Reis-oder Vollmilch ist. Die Verpackung wird ordentlich ausgewaschen und vorsichtig oben geöffnet. Dies klappt problemlos per Hand, wenn ihr quasi über Kreuz an den Seiten zieht.

Danach entfernt ihr den Aufdruck auf der Verpackung. Am einfachsten ist das, wenn ihr mit einem kleinen spitzen Messer von oben unter das Papier stecht und es dann langsam hochdrückt und anschließend abzieht.

Nun habt ihr eine braune Pappverpackung auf der hervorragend entweder Lacke oder aber auch Acrylfarbe hält. Wenn ihr sprayt, dann allerdings immer nur draußen und lasst das besprayte Produkt auch an der frischen Luft trocknen. Die Gerüche sind nichts für Wohninnenräume!

Nachdem eure Verpackung besprayt und getrocknet ist, könnt ihr sie nach Bedarf beschriften, bekleben oder dekorieren. Ich habe den Rand oben umgeknickt, so entsteht ein netter Tüteneffekt.

Selbst frische Schnittblumen halten in der DIY-Vase problemlos, denn aufgrund der Beschichtung im Inneren lässt sich problemlos und lachenfrei Wasser einfüllen.

Probiert es doch einfach mal aus und lasst ein wenig Frühlingsfrische einziehen:)

Familie

Wir werden groß!

Lese ich mich hier durch den Content der tatsächlich inzwischen letzten Jahren, ja, so lange gibt es den Blog hier, so muss ich echt feststellen:

Wir werden groß!

Hier wird gelesen, gerechnet, argumentiert und diskutiert. Freunde werden eingeladen oder man kommt abends nach einem Freundemarathon erst heim und die Mama wird nur eben kurz mit einem Küsschen gegrüßt. Das war’s:)

Aus den kleinen Mäusen sind inzwischen ganz schön selbstständige und selbstbewusste Kinder geworden.

Und ganz ehrlich, ich genieße es von ganzem Herzen.

Ich finde Babys niedlich, es ist eine unglaublich intensive Zeit mit einem Kleinkind und doch ist sie, wenn ich ganz ehrlich bin, zumindest für mich, nicht immer nur pudrig duftig und rosahellblauflauschig gewesen.

Schlaflose Nächte, Koliken, Milchstau, stundenlanges und unerklärliches Weinen und die nicht vorhandene Möglichkeit sich verbal ausdrücken zu können, führten an manchen Tagen dazu, dass ich noch am Nachmittag nicht geduscht, verzweifelt und körperlich auch irgendwann ordentlich ausgelaugt war.

Auf der anderen Seite habe ich in den ersten Jahren mit Kind die Zeit unglaublich spannend erlebt.

Momente waren Ewigkeiten und Herausforderungen wurden zu Meilensteinen.

Ehrlich gesagt würde ich tatsächlich rückblickend davon sprechen, dass ich erst durch meine Kinder tatsächlich erwachsen geworden bin. Nie zuvor musste ich so viel Verantwortung übernehmen, habe mich so sehr für andere Menschen eingesetzt und habe eigene Bedürfnisse komplett in den Hintergrund gestellt, ohne das es mich gestört hätte. Wobei nein, bleiben wir ehrlich. Es gab Momente in denen hat es mich gestört. Etwa wenn ich einfach in Ruhe meine Haare waschen wollte und ein schreiendes Kind die Duschwand verkloppte oder es endlich am Abend eine Mahlzeit gab und genau dann das Weindrama sein Lauf nahm und nur Mama zur Beruhigung akzeptiert wurde. Da war ich tatsächlich genervt:)

Alles hat seine Zeit und so lerne ich gerade, das es auch mal genial sein kann einen Nachmittag nur mit mir selbst zu verbringen und genieße es mich mit meinen Kindern richtig unterhalten zu können.

Ich bin jeden Tag stolz ein Teil ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu sein, finde es aber auch wichtig mich selbst weiterentwickeln zu können. Gerade in beruflicher Hinsicht die kein bloßes „Geld verdienen“ für mich ist.

Vielleicht sind auch das genau die Gründe, warum ich nicht mehr die Zeit finde tagtäglich hier zu posten. Es gibt so viele Dinge in meinem, unserem Leben die Zeit und Muße erfordern und es wert sind diese zu bekommen. Der Blog ist sicherlich ein Teil, ein schöner Teil davon, aber nun mal nicht alles!

Familie

Gewalt

Im Sozialen Lernen, einem Unterrichtsfach an der Schule in der ich arbeite, lernen meine Schüler ganz früh das es unterschiedliche Gewaltformen gibt. Das es Menschen gibt, die anderen seelische Gewalt antun, das Personen unter sexueller Gewalt leiden und das es auch ein Vergehen ist Gewalt gegenüber Gegenständen auszuüben. Gewalt ist nie gut oder gutzuheißen.

Blicke ich auf die letzten zwei Wochen, lediglich 14Tage in meinem Leben zurück, so habe ich beinahe täglich und das ist leider keine Übertreibung, erlebt, dass Menschen Gewalt ausüben.

Neben der Schule in der ich arbeite, die tatsächlich nicht ein einziges Mal der Ort war, an dem ich etwas in dieser Form mitbekommen hätte, bin ich als Mama in und um Kindergarten und Schule unterwegs. Nachmittags unternehme ich verschiedenste Aktivitäten mit meinen Kindern.

Und ich bin erschüttert!

Mehrfach habe ich mich aufgrund von aufkommenden körperlichen Auseinandersetzungen eingemischt und noch viel häufiger habe ich Eltern erlebt, die meines Erachtens nach, extreme verbale Gewalt ihren Kindern gegenüber angewendet haben.

Dazu kommen verschiedene Erzählungen meiner Kinder von Situationen, die sie im Kindergarten-und Grundschulalltag erleben mussten!

Kinder sind Abbilder ihrer Eltern oder derer die sie groß werden lassen. Ich bin der festen Überzeugung das kein Kind dieser Welt grundlos und von sich aus brutal, gewalttätig oder bösartig ist.

Aggressivität hat immer eine Ursache und ich gehe soweit, dass ich sage, daß ich meine das sie aus dem direkten Umfeld kommt.

Erlebe ich ständig Gewalt, so stumpfe ich ab und erkenne nur noch diese als gängiges Mittel zur Lösung eines Konflikts an. Verurteilen kann ich sowas bei Kindern nicht, muss es allerdings auch niemals akzeptieren und dagegen angehen.

Gewalt gab es immer schon. Ich frage mich allerdings nur was in den letzten Jahren dazu geführt hat das die Situation in meinen Augen so viel drastischer geworden ist?

Wir leben, auch wenn jeder von uns ab und an etwas zu meckern hat, in einer Gesellschaft in der es uns im Grunde an nichts mangelt.

Ein Dach über dem Kopf, oft ein geräumiges und schönes Dach, wir sind satt und das nicht nur durch Grundnahrungsmittel und können uns den ein oder anderen Luxus leisten.

Was aber veranlasst Menschen dazu so unzufrieden zu sein, dass sie meinen, mit Gewalt Macht, Willen, Unzulänglichkeiten oder was auch immer durchzusetzen.

Sind es Medien? Verrohung durch TV, Internet und Co?

Überfluss an allen, aber fehlende Liebe?

Wie soll eine Gesellschaft als modern bezeichnet werden, die meint das eine Ohrfeige noch niemandem geschadet hat? Wie soll ich als Mama und Lehrerin Kindern beibringen, dass man sich Respekt durch wertvolle Taten erarbeitet, wenn zuhause propagiert wird, dass Respekt derjenige erhält der am festesten zuschlagen kann oder die gefährlichsten Waffen besitzt?!

Wenn Filme Preise erhalten sollen, die Gewalt in Ruhrgebietskliniken als Lösung für Probleme in der Erziehung propagieren, dann sollte uns vermutlich all das nicht mehr wundern…

Die einzigen Waffen die wir in unserem Leben besitzen dürften, sollten Fairness und eine gigantische Portion Liebe sein, denn dann würden all die Dramen die wir in den letzten Wochen mitbekommen haben überhaupt nicht vorkommen!

Und wenn wir diese ganzen Gedanken auf die momentanen politischen Ereignisse beziehen, dann begreifen wir vielleicht auch, warum es Menschen gibt, die tatsächlich bewusst rechte Parteien wählen:

„Deine Gewalt ist nur ein stummer Schrei nach Liebe…!