Familie

Ein Herz für Tiere *Werbung*

Wer mir vielleicht schon ein wenig länger folgt der weiß das Tiere in meinem, in unserem Leben einen festen Bestandteil haben und Familienmitglieder sind.

Wenn ich an meine Kindheit denke, dann war da immer mindestens eine Katze die mein Spielkamerad und mein Wegbereiter war. Damals habe ich bereits gelernt Verantwortung zu übernehmen und mich zu kümmern.

Auch meine Kinder wachsen gemeinsam mit Tieren auf, die mir urplötzlich und ganz spontan immer über den Weg gelaufen sind und sofort im Herzen und auf der Couch gelandet sind.

Sie gehören zu uns.

Wenn ich mir vorstelle das wir durch finanzielle Einschränkungen plötzlich Angst darum haben müssten die Tiere versorgen zu können, dann tut diese Vorstellung weh. Verdammt weh!

So geht es aber tatsächlich vielen Menschen. Durch Krankheiten, schlimme Umstände, durch Veränderungen der Lebenssituation oder warum auch immer kann man in Situationen geraten, die die Ernährung eines Tieres in Gefahr bringen könnte.

Ein Tier deshalb abzugeben sollte keine Option sein müssen.

Es gibt Hilfe und tatsächlich war ich ganz erstaunt das es diese auch in Mülheim gibt. Die Tiertafel hilft genau dann, wenn Familien Schwierigkeiten dabei haben ihre Haustiere zu ernähren.

Samstags zwischen 12 und 14 Uhr besteht die Möglichkeit Unterstützung zu bekommen.

Für eine Obolus von 0,50€ dürfen Tierhalter die ihre Bedürftigkeit nachweisen können Futter für ihre Haustiere an der Gracht in Mülheim Heißen abholen.

Lilly und ich haben uns am Samstag die Ausgabestelle einmal angesehen, denn wir finden die Organisation eine unwahrscheinlich tolle Idee!

Mit Warmherzigkeit und auf sehr liebevolle Art und Weise werden Tiere und ihre Besitzer dort begrüßt und versorgt. Nicht nur mit dem Nötigsten, auch kleine Nettigkeiten wie Tierspielzeug können aufgrund der Spendenbereitschaft der Bürger dort an die fellige Gesellschaft verteilt werden.

Am kommenden Freitag, den 22.11.2019 findet sich ein Teil des Teams der Tiertafel von 10-18Uhr im Forum in Mülheim ein.

Kauft man an diesem Tag im 1.UG bei Edeka oder Aldi ein, so kann man die Tiertafel unwahrscheinlich gut unterstützen, denn wenn man einen Tiernahrungsartikel seinem Einkauf zufügt und ihn anschließend spendet, können die Lager wieder aufgestockt werden und kein Tier muss mehr hungern.

Wir freuen uns über fleißige Unterstützung!

„Wenn viele kleine Leute, in vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, dann können sie die Welt verändern!“

*Dieser Post entstand in Zusammenarbeit mit der Tiertafel Mülheim und dem Forum Mülheim!

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Familie

Die ersten Wochen Grundschule…

Vor einigen Jahren, als ich meinen Mann kennengelernt hatte, verließ ich das Dorf und zog in die Stadt.

Naja, ganz so spektakulär war es vielleicht nicht, aber ich komme aus einer Kleinstadt die zwischen Düsseldorf, Essen und Wuppertal friedlich dahin schlummert.

Meine Grundschulzeit war toll. Von Anfang an hatte ich liebe Freundinnen mit netten Eltern, meine Klassenlehrerin war liebevoll und ich erinnere mich heute noch ganz genau an die Gerüche in der Schule, an meine ersten fehlerfrei vorgelesenen Texte, an das Singen um den Adventskranz herum und den, so habe ich es zumindest im Gedächtnis, völlig friedlichen Umgang der Kinder miteinander. Natürlich gab es mal Streit, aber nie wirklich große Dinge.

Ob es die Zeit war, ob es die Gegend war, ich weiß es nicht, als ich mitten in den Ruhrpott zog bemerkte ich schnell das die Menschen hier anders ticken.

Auffällig schnell lerne ich hier Leute kennen, man ist in der Stadt offener Neuen gegenüber und man kommt flotter ins Gespräch.

Allerdings, und das kannte ich gar nicht, gibt es in den großen Städten auch einige Gebiete die man meidet. Armut war zum ersten Mal ein Thema was näher an mich herantrat als je zuvor.

Nach der ersten Elternzeit begann ich in einer Duisburger Schule zu arbeiten und war plötzlich mit Problemen konfrontiert die ich zuvor nicht kannte.

Natürlich werden die Nöte aus Elternhäuser auf Kinder übertragen. Mangelnde Bildung, Geldsorgen, Gewalt, Bandenkriminalität und wenig Empathie sind nur einige der Schlagwörter die ich hier nennen möchte. Plötzlich waren da all die Dinge die in meiner kleinen heilen Welt nie vorgekommen sind.

Ich bin erwachsen, auch wenn viele der Sorgen in meinem Herzen mit nach Hause getragen werden, so habe ich in den letzten Jahren gelernt damit umzugehen.

Nun ist unser Sohn seit diesem Sommer auch ein Schulkind. Wir leben inmitten des Ruhrgebiets und auch wenn wir unseren Kindern einen schönen Lebensraum bieten können, so ist die Grundschule natürlich kein Bullerbü.

Gemeinsames Lernen bedeutet das Kinder mit unterschiedlichsten Voraussetzungen an einem Lernort aufeinandertreffen – für nicht jedes Kind ist das ein Zuckerschlecken.

Unser Kind kennt beispielsweise keine Gewalt. Ich revidiere…kannte keine Gewalt!

Der Kindergarten hat diesbezüglich hervorragende Arbeit geleistet und wir als Eltern lehnen Gewalt in jeder Form ab. Andere Kinder wachsen anders auf, für sie bestimmen Auseinandersetzungen leider den Alltag. Und genau dieses Verhalten wird in den Klassenraum getragen oder auf dem Schulhof ausgetragen.

Schimpfwörter, Zerstörung von Kleidung, Boshaftigkeiten, all das gehört ganz plötzlich zu dem was unser Kind nun mitbekommt und verarbeiten muss.

Ich glaube das ich das große Glück in meinem Leben hatte nicht ein einziges Mal mit solchen Situationen konfrontiert zu werden, das muss mein Sohn nun anders erleben.

Ich glaube das es ein Kind vielleicht auch stärkt sich zu positionieren, klar sagen zu können das es bei Prügelei en und Co nicht mitmachen wird, aber ob das jetzt schon sein muss…?

Ich möchte in keiner Form Lehrer oder sonstige Mitarbeiter kritisieren, ich denke das jeder einen guten Job macht. Ich kritisiere das Verhalten vieler Eltern im Hinblick auf das Vorleben von Idealen in ihrer Erziehung. Kinder sind Spiegel ihrer Eltern und die Grundschule ist für mich ein Schauplatz dessen, was zuhause geschieht.