Familie

Ich glaube die haben sich vertan…Plötzlich Schulkind!

Er ist doch gerade erst geboren, ich erinnere mich noch sehr detailliert an diesen Tag. Dann waren da die Wochen mit Bauchweh und erstem bewussten Gebrabbel, kurz danach lief er, die Tagesmutterzeit war ganz flott abgebrochen und auch die Jahre im Kindergarten sind rückblickend verflogen.

Und nun? Nun freut er sich darauf ein Schulkind zu sein…

Wenn er wüsste wie ihn die Schule manchmal noch nerven wird – aber das sage ich aus pädagogischen Gründen natürlich nicht:) Ich spreche da tatsächlich aber aus Erfahrung, denn diejenige die sich schlussendlich von der Schule nie trennen konnte, hat ihre eigene Schulzeit und die Lernerei tagtäglich verflucht, zumindest ab einem gewissen rebellischen Alter:)

Von mir aus hätte ich noch auf Zahlenstrahl, Buchstabensalat, verliebte Zahlen und Tandemübungen gerne noch ein Jahr verzichten können und meinem Kind gewünscht noch ein wildes und fußballspielendes Jahr im Kindergarten verbringen zu dürfen, aber da lässt NRW uns ja keine Wahl und so wird mein Fünfjähriger am Donnerstag zum ersten Mal zwischen kleinen neuen und alten Freunden sitzen und in ein großes Abenteuer starten.

Und ich?

Ich fühle mich ein wenig alt, Mama eines Schulkindes…

Ich weiß das ich manchmal meine Klappe halten werden muss, denn nur weil ich selbst Lehrerin bin habe ich die didaktischen Weisheiten sicherlich nicht immer mit Löffeln gefuttert und ich weiß eins ganz sicher: ich werde meinem Kind keinen Druck machen.

Noten sind Zahlen auf Papier. Noten sind Momentaufnahmen und sagen nichts über den Menschen aus. Ich werde unterstützen, werde motivieren und loben und animieren wenn nötig.

Und jetzt fülle ich erstmal eine völlig amerikanisierte Schultüte und wir werden den Ernst des Lebens als coole Party mit Freunden beginnen, denn wenn etwas mit Spaß beginnt, dann ist die Motivation doch ganz bestimmt riesig!

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