Familie

Ich glaube die haben sich vertan…Plötzlich Schulkind!

Er ist doch gerade erst geboren, ich erinnere mich noch sehr detailliert an diesen Tag. Dann waren da die Wochen mit Bauchweh und erstem bewussten Gebrabbel, kurz danach lief er, die Tagesmutterzeit war ganz flott abgebrochen und auch die Jahre im Kindergarten sind rückblickend verflogen.

Und nun? Nun freut er sich darauf ein Schulkind zu sein…

Wenn er wüsste wie ihn die Schule manchmal noch nerven wird – aber das sage ich aus pädagogischen Gründen natürlich nicht:) Ich spreche da tatsächlich aber aus Erfahrung, denn diejenige die sich schlussendlich von der Schule nie trennen konnte, hat ihre eigene Schulzeit und die Lernerei tagtäglich verflucht, zumindest ab einem gewissen rebellischen Alter:)

Von mir aus hätte ich noch auf Zahlenstrahl, Buchstabensalat, verliebte Zahlen und Tandemübungen gerne noch ein Jahr verzichten können und meinem Kind gewünscht noch ein wildes und fußballspielendes Jahr im Kindergarten verbringen zu dürfen, aber da lässt NRW uns ja keine Wahl und so wird mein Fünfjähriger am Donnerstag zum ersten Mal zwischen kleinen neuen und alten Freunden sitzen und in ein großes Abenteuer starten.

Und ich?

Ich fühle mich ein wenig alt, Mama eines Schulkindes…

Ich weiß das ich manchmal meine Klappe halten werden muss, denn nur weil ich selbst Lehrerin bin habe ich die didaktischen Weisheiten sicherlich nicht immer mit Löffeln gefuttert und ich weiß eins ganz sicher: ich werde meinem Kind keinen Druck machen.

Noten sind Zahlen auf Papier. Noten sind Momentaufnahmen und sagen nichts über den Menschen aus. Ich werde unterstützen, werde motivieren und loben und animieren wenn nötig.

Und jetzt fülle ich erstmal eine völlig amerikanisierte Schultüte und wir werden den Ernst des Lebens als coole Party mit Freunden beginnen, denn wenn etwas mit Spaß beginnt, dann ist die Motivation doch ganz bestimmt riesig!

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Regenzeit in Cape Coral

Wer eine Floridareise in den Sommerferien bucht, der sollte wissen das genau dann hier die Regenwahrscheinlichkeit enorm hoch sein kann.

Während der Himmel gerade noch knallblau ist, kann er Sekunden später schwarz sein und es regnet wie aus Kübeln. Allerdings ist es dabei warm und es fühlt sich angenehm an, so, als ob man unter einer warmen Dusche steht.

Allerdings sind manche Aktivitäten bei strömenden Regen mit zwei kleinen Kindern schwierig, was uns aber absolut bewusst war und so standen in den letzten drei Tagen die Strandbesuche nicht im Vordergrund. Diese stehen wieder bei Sonnenschein an:)

Stattdessen haben wir uns vorab schon ein wenig informiert was man sonst so unternehmen kann.

Shoppen geht natürlich immer und die Preise sind jetzt gerade einfach gigantisch. Allerdings wäre es auf Dauer vielleicht nicht für alle spannend Kleiderstangen zu checken.

Wobei man in der Miromarmall BEI Regen hervorragend Regentänze aufführen kann:)

Wie bei jeder unser Reisen haben wir uns den überdachten Fleamarkt in Fort Myers wieder angesehen und das ist wirklich ein Erlebnis. Man bekommt dort alles was man nicht braucht, sieht skurrile Gegenstände und auch Besucher und taucht in eine komplett andere Welt ein.

Auch die Supermärkte hier sind ein Highlight für uns.

Oder die kleinen Parks in der Nachbarschaft, denn sie bieten entweder tolle Spielplätze oder beherbergen Tiere, die aufgrund von Verletzungen in der freien Wildbahn aktuell nicht zurecht kommen würden. Dort werden sie aufgepäppelt und dann frei gelassen.

Und wenn man etwas ganz anderes erleben möchte und sich mal so richtig auspowern mag, dann ist die Ninja Warrior Trainingshalle der absolute Knaller!

Als wir die Halle in Fort Myers betraten dachte ich noch es wäre eisig kalt darin und nur Minuten nachdem ich mit meinen Antirutschsocken in den riesigen Schaumstoffbergen gelandet bin, war mir heiß, denn die Kletterei und das Hüpfen auf verschiedenen Trampolinvarianten ist enorm anstrengend.

Beide Kinder konnten übrigens problemlos alles mitmachen und sich verausgaben, wachsames Personal war an jeder Ecke unterwegs und so kam es zum Beispiel nie dazu, dass mehrere Personen auf einem Trampolin waren und somit Gefahr entstehen konnte.

Und wenn es abends dann plötzlich noch schön wird, dann sollte man schnell in Richtung Wasser, denn dort liegen faul die riesigen Seekühe im Wasser.

Gerade die Hafenecken sind ganz besonders schön am Abend.

Also, auch bei Regen ist es hier einfach toll!

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Das beste Alter für Fernreisen!

Vorab, jedes Alter hat seinen Reiz und wir finden das man jederzeit mit Kindern reisen kann.

Natürlich macht es alles ein wenig einfacher, wenn die Kinder von klein auf daran gewöhnt sind zu fliegen oder andere Länder, Sitten und Kulturen kennen, allerdings sind sie diejenigen die so weltoffen sind, meist viel mehr als wir Erwachsenen, das sie sowieso keine Probleme in der Fremde haben.

Allerdings, so stellen wir es gerade fest, ist das momentane Alter unserer Kinder genial für einen Florida Trip wie den, den wir derzeit leben.

Mit 5, fast 6 Jahren und 3 Jahren sind sie unwahrscheinlich selbstständig in dem was sie machen und tun. Sie spielen, sie schwimmen und tatsächlich kann man zum ersten Mal in der Zeit als Eltern einfach mal in der Sonne liegen und sich bräunen.

Natürlich sind wir, sobald Wasser in der Nähe ist immer direkt dabei, aber wir müssen nicht ununterbrochen hinterherlaufen.

Im Urlaub haben wir keine festen Regeln, es wird gegessen wann immer wir Hunger haben und es wird geschlafen wenn man müde ist und das funktioniert problemlos. Die Kinder können ihre Freiheiten eigenständig umsetzen.

Es wäre gelogen, wenn ich schreiben würde das es immer konfliktfrei zugehen würde, aber die Miniaussetzer wie „Ich will unbedingt bei 30 Grad auf deinen Schultern über den Strand galloppieren und wenn ich das nicht darf, dann bin ich sauer!“ – natürlich sind sie da, aber sie sind auch ganz flott wieder verschwunden.

In dem Alter unserer Kinder nehmen sie manche Dinge noch viel bewusster wahr als noch vor einiger Zeit. Wir können Tiere beobachten, Ameisen füttern oder auch mal akribisch Tshirts im Outlet begutachten oder die coolsten Sneaker aussuchen!

Die Welt ist so groß und so spannend und es ist für uns ein gigantisches Geschenk sie mit den Kindern zusammen zu entdecken!

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Fernstrecke

Wie der ein oder andere mitbekommen hat, wir haben es mal wieder getan! Wir sind dort, wo für uns das Wasser noch etwas blauer ist, die Sonne noch heller scheint, die Menschen freundlicher sind und sogar der Kaffee noch besser schmeckt:) Wir sind vorgestern in Cape Coral angekommen.

Eine der mir am meisten gestellten Fragen hier auf dem Blog oder auch bei Instagram beschäftigt sich mit den weiten Flügen und den Befindlichkeiten der Kinder und wie wir damit umgehen.

Und tatsächlich kann ich ganz ehrlich sagen, dass manchmal eine Autofahrt in die Nachbarstadt doofer ist, als der lange Flug.

Blöd war bei diesem Flug das wir Mädels von den Jungs getrennt waren, allerdings hatten wir so immer wieder einen Grund die Männerfraktion im hinteren Teil des Fliegers zu besuchen. Die beiden waren übrigens die gesamte Flugdauer mit dem Entertainmentsystem oder der mobilen Spielekonsole beschäftigt.

Lilly hingegen interessierte sich überhaupt nicht dafür sich irgendetwas in ihrem kleinen Fernseher anzuschauen, sie hatte ein paar Playmobilmännchen dabei und ein Bettchen, einen Hund, eine kleine Babyflasche für die Männchen und hat, wenn sie nicht gefuttert hat, denn die Verpflegung bei langen Flügen ist der Wahnsinn, einfach gespielt. Irgendwann wurde sie tatsächlich müde und hat dann munter zweieinhalb Stunden geschlafen.

Start und Landungen fanden die Kinder schon immer witzig, aber irgendwie recht unspektakulär und an jedem Flughafen sind sie völlig selbstbewusst und interessiert an allem. Tatsächlich sehe ich das aber bei fast allen Familien die auf Reisen unterwegs sind. Die Kinder lachen, rennen und bewegen sich am Boden und haben Spaß im Flieger.

Aber tatsächlich wissen die Kinder ja auch wie wunderschön das Ziel ist und was für eine tolle gemeinsame Zeit wir hier verleben, dafür lohnt sich die lange Tour und ist bei Ankunft sofort vergessen!