Familie

Übernachtungsparty und die Bindungsorientierung

Lang, lang ist tatsächlich mein letzter Blogpost her. Nicht etwa weil ich keine Lust mehr hätte, nein! Tatsächlich lag es wirklich nur an einem reinen Zeitmangel, aber nun sind die großen Events vorbei und der Alltag steht an. Wobei, irgendetwas ist ja immer.

Gestern etwa, denn gestern stand die große Monsterübernachtungsparty der Vorschulkinder im Kindergarten an.

Zu meiner Kindergartenzeit gab es sowas noch gar nicht, ich erinnere mich an meine ersten Nächte außer Haus in der 3.Klasse. Bergneustadt war das Ziel, ein malerisches Dorf und eine, in meiner Erinnerung riesige Jugendherberge mit einem fies stinkenden Schuhraum.

Während die gesamte Grundschulklasse schon Wochen vorher glückselig über diesen Ausflug aus dem Alltag war, wurden meine Bauchschmerzen diesbezüglich mit jedem Tag schlimmer. Dezent hilt ich mich aus den Planungen, wer denn wieviel Schokolade mitnehmen würde heraus und hoffte insgeheim auf eine fiese Erkältung, die mich davor bewahren konnte mitzumüssen.

Klassenfahrten sind Schulveranstaltungen und es besteht Schulpflicht, dies wurde schon immer konsequent umgesetzt und so stand ich dann, mit dick verweinten Augen, nach einer schlaflosen Nacht der ganzen Familie mit all den anderen Kindern am Bus.

Ins Detail will ich gar nicht gehen, aber ich erinnere mich noch an verdammt viel Übelkeit und Traurigkeit meinerseits, eine Klassenlehrerin die alles gegeben hat um mich abzulenken und liebe Freundinnen die es manchmal sogar geschafft haben. Aber glücklich war ich noch viele Jahre später über Nächte woanders nicht.

In der 7.Klasse ging es nach Wangerooge, eine wunderschöne Reise mit genialem Wetter in einer Jugendherberge hinter den Dünen. Zum ersten Mal in meinem Leben fand ich es schön auf Reisen zu gehen und ganz plötzlich hat es funktioniert. Ich schlief bei Freundinnen und wurde selbstsicherer diesbezüglich. Auch wenn ich es zuhause immer am schönsten fand.

Mein 5 jähriger Sohn packte gestern Nachmittag völlig selbstverständlich seinen Trolley und zeigte keinerlei Aufregung. Seine Vorfreude auf das anstehende Event war riesig.

Bei der Abgabe im Kindergarten warf er uns souverän eine Kusshand zu und war beschäftigt mit seinem Kumpel verschwunden.

Komisch und zugleich toll war das für mich und doch wusste ich innerlich das es doch eigentlich nicht so bleiben kann – so viele Mamagene…

Gegen halb elf kam ein Anruf, vor lauter Aufregung vor der Gespensternachtwanderung hatte er sich übergeben und wollte doch lieber zu uns.

So schnell war ich glaube ich noch nie im Kindergarten.

Ich könnte jetzt von Enttäuschung sprechen, aber die ist absolut nicht vorhanden. Viel mehr bin ich super stolz das er bei seinem ersten Versuch vorab so entspannt war und den Abend mit großer Freude in vollen Zügen genossen hat.

Ich bin froh über seine Erzieherin, die ihn hat sein lassen wie er ist und in keiner Weise versucht hat ihn gegen seinen Willen zu beeinflussen und ihn stattdessen getröstet und gestärkt hat.

Menschen dürfen traurig sein, Menschen dürfen Ängste zugeben und müssen ernst genommen werden, denn nur so können sie später andere unterstützen und verstehen und es gibt kein Alter was einem vorschreibt, ab wann man solche Aktionen angstfrei und mit Gelassenheit unternimmt!

Familie

*Werbung* Mama sein – Frau bleiben!

Schon immer habe ich mich für tolle Düfte begeistern können und Highlighter, Glow und Nudetöne waren spannend für mich.

Als frischgebackene Mama jedoch war die Faszination dafür einige Zeit nicht mehr so präsent, da galt die Aufmerksamkeit plötzlich öligen Feuchttüchern, statt der ölfreien Gesichtslotion.

Als ich vor etwa einem Jahr bei Douglas im Forum Mülheim stand und bemerkte, dass ich absolut nicht mehr up to date im Hinblick auf aktuelle Parfums war, veränderte sich mein Fokus plötzlich wieder. Ein Skandal für diejenige die zuvor jedes Produkt kannte:)

Da die Kinder nun größer sind, kann ich mir problemlos mehr Zeit für mich und meine Interessen nehmen und ich stelle fest, dass die Beautywelt mich noch genauso interessiert wie zuvor.

Heute durfte ich meinen freien beweglichen Ferientagvormittag nutzen, um mich in der Douglas Filiale im Forum Mülheim beraten und schminken zu lassen.

Ein sommerliches Make Up entstand mit der professionellen und unwahrscheinlich netten Beautyexpertin vor Ort.

Die Auswahl in der Douglas Filiale empfinde ich als perfekt, denn es gibt einfach alles was das Frauenherz bewegt, aber man fühlt sich durch die Menge der Produkte nicht völlig überfordert. Zudem wissen die Mitarbeiterinnen immer genau zu welchem Produkt sie bei jedem Typ greifen müssen und suchen auch, wenn gewünscht, eine kostengünstigere Alternative, beispielsweise aus ihrer Hausmarke, die bei vielen Ökotesturteilen sehr gut abschneidet.

Meine Mama hat mir früher schon immer den Rat gegeben lieber ein hochwertiges Produkt zu kaufen, als mehrere günstigere Varianten und genau dies bestätigte sich heute auch wieder für mich. Produkte die speziell für meine Haut ausgesucht werden, dekorative Kosmetik die auch dem Arbeits-&Mamaalltag standhalten, die finde ich nicht in Supermärkten.

Wenn ihr in diesem Sommer, ob im Urlaub oder daheim toll aussehen möchtet, dann rate ich euch zu einem wunderschönen Sommerduft, denn allein dieser bringt euch schon die sonnige Stimmung – mein Favorit ist da, wie in jedem Jahr Escada:

Für den Sommer braucht ihr unbedingt ein dezentes, aber wasserfestes Augenmakeup in den aktuellen leicht glänzenden Erdtönen. Ich trage heute Produkte von Chanel und Dior – die übrigens auch am Abend noch ganz frisch aussehen.

Das wir unsere Haut vor der Sonne und ihrer Strahlung schützen müssen, gerade im Sommer, steht außer Frage. Auch da ist die Auswahl verschiedenster Varianten bei Douglas im Forum enorm groß.

Ein Sonnenpuder wie das von Annayaké rundet ein Makeup immer ab und lässt uns strahlen.

Wer sich also einfach verwöhnen lassen möchte, eine typgerechte Beratung wünscht oder in einem Meer von wunderschönen Düften glücklich ist, der sollte flott ins Forum Mülheim flitzen und sich in das Wunderland der Farben und Düfte begeben! Habt ganz viel Freude dabei!

Dieser Post entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit der Douglasfiliale des Forums in Mülheim und dem Forum Mülheim.

Familie

Trauer ist leise…

In den letzten Wochen versuche ich jeden Tag mit Inhalt zu füllen. Ablenken möchte ich mich vor den Gedanken und diesem schrecklichen Gefühl zwischen Bauch, Herz und Hals. Ich will nicht darüber reden und versuche so den aufkommenden Situationen aus dem Weg zu gehen.

Natürlich funktioniert das nicht und oft, sehr oft, überfällt mich die Traurigkeit und auch die Wut darüber, wie verdammt unfair es auf der Welt zugehen kann.

Manchmal habe ich das Gefühl zwischen dem Alltag in dem man funktionieren muss und den Momenten in meinen Gedanken, wenn es still wird, nicht zurecht zu kommen. Arbeit, Familienleben und Freizeit lenken natürlich ab, lassen aber nie vergessen.

„Siehst du, du musst nicht weinen. Er ist doch da oben im Himmel und ist immer bei uns…!“

Wie unfassbar gerne würde ich Leben und Tod noch ganz genauso sehen wie meine Dreijährige.

Die Kinder verarbeiten, wenn man es so nennen kann, im Malen von Bildern. Damit das sie Geschichten aus den vergangenen Jahren erzählen. Sie bauen sich Phantasiewelten auf, in denen ihr Opa weiterhin immer ihr Held ist und manchmal, manchmal werden sie plötzlich ganz leise. Hören auf Knarrgeräusche des Windes oder betrachten den Himmel und dann weiß ich, sie sind sehr traurig. Tiefe Trauer findet bei uns scheinbar ganz leise statt.

Wenn man selbst betroffen ist, ist es schwierig mit den Kindern irgendwie „richtig“ mit der Situation umzugehen, aber das muss man, denn wie sollen sie Dinge begreifen, die wir schon nicht verstehen.

Sie sehen meine Traurigkeit und haben Angst davor. Ich kann sie allerdings nicht verstecken und auch wenn es kontrovers klingt, aber der Tod gehört zum Leben dazu. Sie teilhaben zu lassen ist meiner Meinung nach wichtig und ihre tröstenden Arme sind mein Halt.

Familie

Ich verabschiede mich vom Perfektionismus!

Gerade in der ersten Phase nach meiner Elternzeit mit dem zweiten Kind habe ich mich gedanklich oft einfach nur noch überschlagen. Der Job sollte perfekt laufen, ich hatte mich darauf gefreut, die Nachmittage waren durchorganisiert und auch die Abende hatten immer Struktur. An den Wochenenden gab es oft mehrere Verabredungen an nur einem Tag, bloß um allen gerecht zu werden.

Nach einiger Zeit hatte ich das Gefühl mich zu zerreißen. Ich wollte weiterhin jeden Tag einen Blogpost schreiben, da meine Leserzahl ordentlich hoch dadurch war. Die Arbeit war und ist mir unwahrscheinlich wichtig und ich fühlte mich oft völlig hin- und hergerissen zwischen wollen und schaffen. Der nicht ausgeräumten Wäschekörbe im Schlafzimmer und die Bausteine überall im Wohnzimmer machten mich rasend und ich war völlig unentspannt.

Es hat einige Zeit gedauert bis ich überhaupt realisiert hatte was mich da störte, aber es war einfach eine Schüppe zu viel von allem.

Seit einigen Monaten haben wir für uns beschlossen es entspannter angehen zu lassen. Weniger ist irgendwie mehr und plötzlich kam auch die Freude für die anfallenden Aufgaben wieder zurück.

Mit zwei kleinen Kindern, zwei haarigen Katern und einem Lehrerinnenjob muss man einfach akzeptieren, dass Spielzeug rumliegt, Blätter den Vorgarten dekorieren und Bekannte vielleicht auch mal knatschig sind, weil man die Zeit lieber als Familie verbringen möchte.

Ich musste 37Jahre alt werden um Prioritäten zu setzen und zu lernen, dass ich ganz sicher nichts verpassen werde, wenn ich nicht überall dabei bin!

Perfekt bin ich ganz sicher nicht, dafür aber eine authentische Chaosqueen:)