Familie

Dieses Chaos!

Ich erinnere mich an meine erste eigene Wohnung. 35qm, für mich mein eigenes kleines, sehr kleines Paradies. Alles hat seinen Platz, ich dekorierte mit System und immer nach Trend, es war blitzeblank, ganz besonders während Klausurphasen, denn Putzaktionen halten wunderbar von der ollen Lernerei ab und ich war Stolz darauf wie ordentlich ich war.

Mit den Jahren wurden die Wohnungen größer und das Leben anders. Aus der modeliebenden Studentin wurde die Mama mit zwei Kindern und Haustieren. Die Quadratmeter vervielfachten sich, die Zeit hingegen schrumpfte.

Noch immer ist die Liebe für Mode und Deko vorhanden und wird auch ordentlich gelebt, bei uns allen.

Früher strebte ich den „Schöner Wohnen“ – Lifestyle an. Farblich waren meine Räume immer abgestimmt, nichts lag herum.

Heute waltet an manchen Tagen das blanke Chaos bei uns und ich würde lügen, würde ich sagen das mich dies nicht stören würde. Finger-und Nasenmatschflecken auf Fensterscheiben, Krümel in Spurenform auf dem Boden und Kränze von Babyflasche, die mit Apfelschorle gefüllt waren auf der teuren Couch.

Auch wenn ich jeden Tag mit dem Staubsauger herumhantiere, so fehlt mir doch an vielen Tagen in der Woche einfach die Zeit wirklich effektiv sauber zu machen.

Auch ist es oft ein Hürdenlauf am Nachmittag mit beiden Kindern den Haushalt blitzeblank zu bekommen. Während man in der einen Ecke wischt, wird in der anderen Ecke der Inhalt eines Anspitzers ausgekippt.

Am Wochenende wird bei uns oft viel gewischt, gewaschen, geräumt und sortiert. Wäre da nicht mein Mann, der völlig strukturiert an solche Dinge herangeht, wäre das Chaos hier noch perfekter:)

Während er Ordnung herstellt, bin ich die mit Glasreiniger bewaffnete Sauberkeitsfanatikerin, so ergänzen wir uns in diesem Bereich echt gut!

Unser Leben ist manchmal staubig, fleckig und chaotisch – aber wisst ihr was? Mit den Jahren ist es jeden Tag bunter, liebevoller und familiärer geworden und das ist es doch was eigentlich zählt!

Mama

Einatmen, ausatmen! Weiter geht’s!

Noch eben kurz ein Elterntelefonate, schnell noch 25Kopien anfertigen, eine Eintragung vornehmen, eine Diskussion darüber, warum man keine bessere Note bekommt, wenn einem 8Punkte zur nächsten Notenstufe fehlen, Noten für die Stunde aufschreiben,…

Flott zum Kindergarten, was koche ich gleich.. Katzenfutter! Wir haben gar keins mehr und ich wusste, dass wir es nicht wagen durften den Katern keinen Nachschub mit nach Hause zu bringen.

Normalerweise freuen sich die Kinder auf einen kleinen Einkauf. Nicht aber gestern. Gestern spielte Lilly wieder „Ich besitze keine Beine“ und konnte nur noch getragen werden, bis zu dem Moment in dem sie einen kleinen Einkaufswagen haben wollte, ich aber keinen Chip oder einen Euro dafür parat hatte… Ihr merkt die Brisanz der Situation!

Irgendwie habe ich sie überzeugen können wie unglaublich cool so ein Einkaufskorb ist, den sie dann mit vollem Elan an ihrem Arm hin-und her schwang (wirklich gefährlich für andere einkaufende Menschen war es nie, fast nie).

Unsere Katzenfuttersorte war so hoch im Regal platziert, dass ich es nur mit Mühe und Not erreichte. Ich glaube auch jetzt mindestens 2cm länger zu sein.

Meine Mittagessenüberlegungen konnte ich kurzzeitig auch beenden, denn die Kinder rochen Hähnchenschenkel. (Ich bereite ihnen problemlos Fleisch zu, auch wenn ich es nie essen würde, aber Hähnchenschenkel sind ein echtes Problem für mich.) Natürlich kaufte ich ihnen welche und wir wanderten in Richtung Kasse. Seit ich Kinder habe, weiß ich auch warum dieser ganze Süßkramquatsch an der Kasse Quengelware heißt. Unsere nächste Hürde…

Hinter uns eine etwas weiter entfernte Nachbarin die freundlich grüßte. So eine Nachbarin, die immer toll gestylt ist und ein super Make Up trägt. Während Lilly, die wieder keine Beine mehr hatte, mir mitten ins Gesicht nieste, erkundigte sie sich ganz freundlich, ob sie mir helfen könne, da ich ja so eine kranke Maus auf dem Arm hätte.

Rotzig kommt nicht immer von Rotz, manchmal ist es mehr der Trotz.

Als dann die dämliche Papptüte (ja, mal wieder hatte ich meine Einkaufstüten aus dem Kofferraum vergessen) filmreif kurz vor dem Ausgang zerrissen ist und die dämlichen Hähnchenschenkel auch noch aus der wärmenden Alutüte rutschen, spätestens da wusste ich das gestern nicht mein Tag war!

Irgendwie musste ich über den ganzen Mist lachen und so saß ich mit beiden Kindern auf dem Boden und wir lachten! Zusammen sammelten wir alles ein, Lillys Beine funktionieren plötzlich wieder tadellos und wir beschlossen Nudeln zum Mittagessen zu kochen.

In der Situation war ich genervt, gestresst und irgendwie überfordert – mit mir selbst!

Die Vereinbarkeit von mir, dem Beruf, der Mamarolle und all den Dingen drumherum klappt an manchen Tagen überhaupt nicht optimal. Aber ehrlich, Probleme sehen doch anders aus:) Also, durchatmen und weiter geht es.

Irgendwie wäre es ja auch langweilig wenn immer alles einfach klappen würde!

Familie

Dankbarkeit

Wenn ich eins aus den letzten Monaten wirklich gelernt habe, dann ist es dankbar zu sein!

In den letzten Tagen ist mir genau das sehr plötzlich unwahrscheinlich bewusst geworden.

Vielleicht ist es der sich anbahnende Frühling, vielleicht ist es ein Teil eines Verarbeitungsprozesses?

Wenn ich morgens aufstehe, dann stehe ich zur Zeit wirklich mit dem Gedanken auf, dankbar darüber zu sein, dass ich top fit bin und arbeiten gehen darf.

Auch wenn wir an manchen Tagen schon einige Termine haben, so habe ich jetzt das Gefühl das wir unser Leben gewissermaßen entschleunigt haben.
Wenn wir an den Lavendelbüscheln in unserem Garten riechen wollen, müssen wir stehen bleiben, einatmen und ausatmen!

Unsere Gedanken und vielleicht auch den überfüllten Terminkalender zu minimieren, ist ein Geschenk an uns selbst. Und wenn wir ehrlich sind, dann sind wir dadurch ganz sicherlich nicht weniger produktiv. Im Gegenteil! Erledigungen laufen viel effektiver ab, wenn wir uns einfach Zeit lassen.

Ich habe den Kindern einen Bastelwagen erstellt, viele verschieden Möglichkeiten auf einem kleinen Wagen als Anreiz gesetzt, Ideen zu entwickeln und ich stelle inzwischen täglich fest, Kreativität und Inspiration finden uns meist in Atempausen. Über Stunden wird hier an machen Tagen geklebt, beglitzert, geschnibbelt…

Die Kinder und ich genießen die Nachmittage in vollen Zügen miteinander, freuen uns auf den Papa am Abend, lachen, futtern eine dicke Kugel Eis und verbringen Zeit mit Menschen die wir gerne mögen.

Oft lassen wir unliebsame Tätigkeiten einfach mal liegen und beschäftigen uns mit wirklich wichtigen Sachen: Katzen streicheln, Bücher ansehen, Fütterung einer flauschigen Hummel, mit Oma reden oder auf der Couch eine coole Tanzperformance einstudieren.
Dank­bar­ zu sein bedeutet für mich nicht, alle nega­ti­ven oder belastenden Gefühle zu ver­drän­gen, son­dern nur den Blick für die Dinge zu schär­fen, die echt gut funk­tio­nie­ren oder die uns für den jeweiligen Moment glücklich stimmen.

Von heute auf morgen kann sich dieses kleine Leben ändern, es ist nie zu spät sich genau das klar zu machen, ganz sicherlich nie zu früh, vermutlich ist es genau jetzt und das sollte einem bewusst sein!

Familie

*Werbung* Sonne, Strand & L’tur

Sonne, Strand & L’tur

Wer mich kennt, der kennt auch meine Reiseleidenschaft. Nicht nur ich, sondern die ganze Familie ist verrückt danach die Welt Stück für Stück zu entdecken.

Natürlich sind Fernreisen aufregend und spannend, aber auch eine spontane Woche Pauschalurlaub kann uns völlig begeistern und lockert den normalen Alltag einfach mal auf.

Besonders hilfreich bei unserer Reiseplanung ist in den letzten Jahren schon oft das Team von L’tur gewesen.

Bereits seit 20 Jahren befindet sich das drei Personen umfassende Reiseexpertenteam im Forum in Mülheim!

Ob ihr euch reif für einen Trip auf die Malediven fühlt, in einem der TUI Ferienhäuser in Dänemark Frischluft tanken wollt oder aber auch ein Super Last Minute Schnäppchen in Richtung Balearen ergattern möchtet – hier bekommt jeder das passende Angebot für seine Wünsche.

Früher habe ich tatsächlich noch gedacht das ich per Laptop und Internet meine Reisebuchungen selbst günstiger und optimaler hinbekomme, muss aber zugeben das ich dabei kläglich gescheitert bin.

Nachdem ich die Suchmaske ausgefüllt hatte, sprangen mir plötzlich Angebote ab völlig unpassenden Flughäfen über den Bildschirm oder aber ich bekam Angebote angezeigt, die weder einen Transfer, noch eine Verpflegung anboten, obwohl ich das alles vorab angegeben hatte…

Klappte es dann tatsächlich mal und ich fand ein tolles Angebot, war es soeben ausgebucht. Zudem habe ich an meinem eigenen Computer auch nie die Möglichkeit nach perfekten Flugzeiten zu suchen. Die Profis bei Ltur im Forum hingegen können dies in Sekunden und das während der täglichen Öffnungszeiten von 10-20Uhr.

In den nächsten Monaten wird das sowieso schon helle und stylische Ladenlokal modernisiert und Ende Mai gibt es dann einen renovierten Ltur Shop im Forum zu bestaunen und spätestens dann solltet ihr euch dort mal im Hinblick auf euren Sommerurlaub beraten lassen!

Wir haben gebucht und freuen uns unwahrscheinlich auf eine Woche in der Sonne der Türkei. Sandburgen bauen, schwimmen, sich leckere Speisen vom Buffet aussuchen – es wird toll!

Schaut doch auch einfach mal im Forum vorbei und lasst euch beraten, es warten unwahrscheinlich viele tolle Angebote auf euch 🙂

Dieser Post ist Kooperation mit dem Forum Mülheim und L’tur entstanden.

Familie

Nicht wir sind krank, die Welt um uns herum ist es!

Mein Großer war heute nach dem Kindergarten mit bei seinem Freund. Ich schaue auf die Uhr, während ich mit dem kleinen fiebrigen Kind eingemummelt auf der Couch liege. Denke daran, dass ich ihn zu genau dieser Uhrzeit immer abhole. Hoffe darauf das alles gut funktioniert und er einen schönen Mittag und Nachmittag mit seinem Kumpel hat. Ich weiß ihn allerdings gut aufgehoben, ich weiß das die Mama seines Freundes sich liebevoll kümmert.

Schon einige Tage hat uns ein mieser Infekt im Griff. Lilly braucht mich. Sie hat Angst vor gemeinen Hals-und Kopfschmerzen, ihr tut alles weh und das hohe Fieber macht sie mürbe. Ich bin da. 24h im Notfalleinsatz um zu helfen! Das ist anstrengend, ja, das muss ich zugeben und doch mache ich es von ganzem Herzen und mit größter Liebe.

Während sie in meinem Arm einschläft beginne ich Nachrichten im Internet auf meinem Smartphone zu lesen.

Bösartige und abartige Menschen schalten widerwärtige Figuren in Youtube Videos. Potentielle Kinderfänger müssen aus Mangel an möglichen Motiven freigelassen werden. Ein Mädchen aus Berlin wird gesucht und der Schwager wird festgenommen…

Nächste Meldung, Lokalnachrichten: Eltern sollen ihre Kinder nicht alle mit dem Auto zur Grundschule bringen, da das dortige Verkehrsaufkommen während der Stoßzeiten zu groß ist…

Wer verdammt nochmal lässt denn sein Kind in so einer Welt, wenn er die Möglichkeit hat, noch alleine zur Schule gehen? Wer kann es ertragen das Kind unbeaufsichtigt zu lassen?

Natürlich brauchen Kinder Freiräume, natürlich müssen sie sich entfalten können, aber ganz ehrlich? Ich gehe doch diese Risiken niemals freiwillig ein. Wo ich schützen kann, irgendwie, da beschütze ich doch!

Ich habe keine Ahnung ob es solch eine Vielzahl von verschiedenen Fällen immer gab, aber unsere Nachrichten sind übervoll, ob es die Berichterstattung des Internets ist oder die Printmedien zuvor anders gefiltert haben, aber für mich steht fest, ich habe Angst um die Kinder in der Welt dort draußen!

Menschen werden immer skrupelloser und verrohen.

Lieber lass ich mich als Helikoptermami betiteln, als das ich sie Gefahren ausetze und dafür nehme ich auch ein kleines Verkehrschaos in Kauf!