Familie

Mikrokosmos

An manchen Tagen habe ich am Abend das Gefühl auf einer rosaroten Wolke, fernab von all den Grausamkeiten der Welt zu schweben.

Mag sein das es naiv klingt, mag sein das es utopisch ist und ich würde lügen wenn ich schreiben würde, dass hier immer nur Frieden herrscht.

Bei weitem nicht, es gibt Trotzanfälle, es gibt Wut, es gibt den Alltagswahnsinn, aber der ist ganz gut zu erleben.

Hole ich meine Kinder mittags im Kindergarten ab, dann freue ich mich auf sie. Ich genieße jeden Moment.

Das scheint nicht überall so zu sein. Heute lief ich kurz durch die Innenstadt in der Stadt, in der ich arbeite. Da wird ein Kleinkind im Kinderwagen angekeift, weil es gekrümelt hat (Oh Wunder, schlaue Mutter. Brötchen krümeln nicht erst seit heute…), da wird einem Kind gedroht „Wenn du jetzt nicht schneller gehst, dann kommt ein böser Mann und holt dich!“… Und das sind nur Bruchteile dessen, was hinter verschlossenen Türen abläuft. Ein Bruchteil dessen, was kleine und große Menschen oft ertragen müssen. Babys die in Kleidercontainern gefunden werden, Kinder die verhungern, Missbrauch und Gewalt an viel zu vielen Ecken dieser Welt.

Unsere kleine Welt ist meilenweit von diesen Grausamkeiten entfernt und doch sind wir ganz nah dran.

Was will ich euch mit meinem Post sagen?

Verschließt die Augen nicht, schaut mit dem Herzen und guckt hinter Fassaden. Gerade wenn unser Mikrokosmos entspannt ist, dann sollten wir unsere Energien nutzen, um anderen Menschen zu helfen!

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