Familie

*Werbung* Angst & Flucht aus dem Alltag

Kennt ihr dieses Gefühl, was im Bauch beginnt, in euren Körper aufsteigt und euch die Luft zum atmen nimmt?

Wenn ich in meinem Leben vor meiner Mamazeit den Begriff „Angst“ irgendwo gehört habe, dann habe ich damit meine Panik vor Einbrechern verbunden. Habe bei Angst an Dunkelheit und gruselige Geräusche gedacht.

Ab dem ersten Moment als Mutter war diese Begrifflichkeit plötzlich viel präsenter, greifbar als je zuvor.

Ich erinnere mich an den ersten Pseudokruppanfall von Noah, auch wenn ich wusste was er da hatte, ich war selten zuvor so voller Angst und Sorge. Doch dieses Empfinden begegnet mir nicht nur in Extremsituationen. Selbst Erbrechen, Verstopfung, geringe Nahrungsaufnahme…all solche Dinge im Hinblick auf deine eigenen Kinder machen einem Sorgen, die man zuvor nie erlebt hat.

Du liebst die Kinder mehr als alles andere auf der Welt, du bist verantwortlich für sie und du willst ihnen am liebsten alles Leid und sei es noch so klein, von Hals und Herzen schaffen, aber es geht nicht…

Nachdem wir Anfang des letzten Jahres einen Knoten an Lillys Hals entdeckt haben, begleitet mich die Sorge und die Angst darüber, was das wohl ist jeden Tag. Ständig schaue ich an ihren Hals, kontrolliere, protokolliere Farb-&Größenveränerungen und versuche mich fachmännisch über diese Sache zu informieren. Oft wahrscheinlich viel zu viel.

Statt Ärzten einfach mal zu vertrauen habe ich weiter geforscht, gefragt und nicht hingenommen.

Im Nachhinein war das wohl auch richtig, denn die ursprünglichen Diagnosen waren mal wieder völliger Quatsch. Ein Mama-und sicher auch Papaherz fühlt, wenn etwas nicht stimmt.

Wir haben nun eine Diagnose die uns plausibel erscheint. Mein noch so kleines Kind wird Ende des Monats operiert.

Auch wenn ich enorm erleichtert darüber bin eine plausible Diagnose erhalten zu haben, so empfinde ich gerade unwahrscheinliche Angst vor dem, was auf sie, auf uns zukommen wird.

Und jetzt verstehe ich den Satz „Kleine Kinder kleine Sorgen, große Kinder, große Sorgen!“. Die Babypupsnöte und die schlaflosen Nächte sind nun tatsächlich passé und wir widmen uns dem wahren Leben und das kann verdammt hart sein!

Und manchmal, wenn dir das alles einfach nur noch zu viel wird, dann rettet einen die Flucht in eine andere Welt, zumindest für eine kurze Zeit.

Am Wochenende durften wir uns das Kindermusical „Die Schöne und das Biest“ des Theater Liberis in der Stadthalle Mülheim anschauen.

Wie bereits „Das Dschungelbuch“, dessen Gast wir im letzten Jahr waren, hat das kleine Ensemble unsere Kinder umgehauen.

Wir lieben es die dargestellten Geschichten auf der Bühne zu verfolgen. Die Kinder sind völlig begeistert von der tollen Musik und dem wunderschönen Gesang der Akteure und ich bin jedes Mal auf ein neues fasziniert, wie man es anhand von Requisiten und Beleuchtung schaffen kann, eine andere kleine Welt auf einer Bühne zu erschaffen.

Nach einem riesigen Andrang der Besucher in der Autogrammstunde im Anschluss an das Stück hat Lilly mit etwas Wartezeit (in Kombi mit dicken Tränen weil sie Bell ganz nah sehen wollte), tatsächlich geschafft ihre Prinzessin hautnah zu sehen und war so begeistert davon, dass sie den gestrigen Tag über selbst eine Bell war und ihre Prinzessinenrobe nicht mehr ausziehen wollte:)

Die Musicalwelt tat gut und ich kann euch die Stücke des Theater Liberis immer empfehlen. Sie sind kurzweilig, spannend und einfach wunderschön!

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