Familie

Spielplatz – kein Platz für Mamafights!

Ganz am Anfang meiner Bloggerzeiten habe ich euch damals eine typische Spielplatzmamasituation beschrieben. Auf lustige Art und Weise habe ich euch damals meine Beobachtungen vorgestellt und dieser Post wird noch heute unwahrscheinlich oft angeklickt und gelesen.

Vielleicht, weil ihr diese Situationen kennt, vielleicht weil ich euch selbst dabei erwischt, ein bestimmter Spielplatzmamatyp zu sein oder einfach weil ich euch unterhalten fühlt.

Unsere letzten zwei Wochen haben wir beinahe jeden Tag auf einem der umliegenden Spielplätze verbracht. Wenn ich nicht gerutscht oder gewippt bin, dann habe ich an vielen sonnigen Nachmittagen auf niedrigen Holzstämmen oder standesgemäßen Bänken gesessen, mal zwischen anderen Mamas und manchmal auch ganz alleine und habe unbewusst beobachtet.

Damals wollte ich keiner einzigen Mama unterstellen, dass sie das was sie tut nicht mit Liebe macht, aber Mamas an sich sind einfach eine unwahrscheinlich spannende Spezies.

So saß ich letzte Woche zum Beispiel neben einer Autohausbesitzerin, unterhielt mich mit einer Radiologin, erfuhr alles über das Leben mit zwei Pflegekindern, hörte, weil ich es nicht überhören konnte einer Mutter zu, die lautstark allen mitteilte wie sie den Staat veräppelt, traf mich mit Mamas von Kindergartenfreunden, erfuhr wie man auf Filz kleine Elfen herstellt und wie wichtig selbstgefilzte Schuhe für den Wärmeaustausch am Kinderfuß sind, lernte einiges über das Empfinden von Religionsunterricht einer anderen Mama kennen.., so verschieden die Frauen, so verschieden die Unterhaltung.

Aber was ich bei wirklich allen Mamas auf den Spielplätzen erlebte, war dieses Funkeln in den Augen, wenn sie von den eigenen Kindern sprachen, wenn sie von kleinen Siegen oder auch Niederlagen berichteten, wenn sie tröstete, schimpfen oder ermahnen.

In manchen Situationen warfen wir uns Blicke zu, die nur Mamas verstehen, die nur diejenigen nachvollziehen können, die wissen welche Brisanz es haben kann, etwa eine Banane an der falschen Stelle geteilt zu haben.

An den sonnigen letzten Nachmittagen habe ich große und kleine Frauen kennen gelernt, dicke und dünne Mamas, sie waren blond, braunhaarig oder hatten schwarze Haare. Sie waren schick oder sehr leger gekleidet, manche modern, andere alternativ.

In Zeiten des Internets, des sich ständig in Szene setzen, des mal eben einen bösen Kommentar schreiben, sind genau solche Tage super wichtig, denn sie zeigen mir, dass das wahre Leben manchmal doch ganz anders ist. Es ist unwichtig darüber stundenlang zu diskutieren, ob Babybrei nun ab dem 4. oder 6. Monat sinnvoll ist, ob Kinder niemals fremd betreut werden sollen…Viel wichtiger ist es doch, für alle, den Moment zu genießen. Dafür dankbar zu sein was man hat – ohne Mamafights!

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