Familie

Elternschule oder intuitiv weiß du es doch!

Vor einigen Tagen habe ich mich unwahrscheinlich aufgeregt. Ich holte die Kinder vom Kindergarten ab und düste mit ihnen in ein Einkaufszentrum, da Noahs Lieblingsstofftier dort eine kleine „Operation“ am Flügel hatte. Während der Narkose und der anschließenden Näharbeit sollten wir uns ein wenig im Einkaufszentrum beschäftigen. Kein Problem. Ein großer Laden bietet dort tolle Legobauplätze an. Wir bauten also Häuser, Fahrzeuge und Schlösser. Währenddessen vibrierte mein Handy. Ich schaute darauf und schriebe meinem Mann, dass wir glücklich im Einkaufszentrum sind und bauen.

Ich registrierte währenddessen durchaus, dass uns eine ältere Dame die ganze Zeit über beobachtete. Empfand dies aber nicht als schlimm, denn Omis schauen ja gerne Kindern beim Spiel zu.

Plötzlich aber stand die Frau neben mir und brüllte mich unvermittelt an. Selbstsucht warf sie mir vor, ich kümmere mich nicht um die Kinder, wäre egozentrisch… Naiv wie ich tatsächlich manchmal bin, dachte ich im ersten Moment, sie würde mich mit irgendwem verwechseln. Aber es ging weiter, ich wäre ununterbrochen mit meinem Handy beschäftigt, sie hätte sich noch richtig um ihre Kinder gekümmert, wüsste wie Erziehung laufen würde und ich würde bald merken, dass sich das alles rächen würde und die Kinder böse werden würden und nicht mehr tragbar sind. Ich solle sie am Nachmittag sinnvoller beschäftigen…

Bei mir dauert es oft lange bis ich sauer werde, aber dann werde ich richtig wütend. Wenn mir irgendwer auf der Welt etwas nicht vorwerfen kann und darf, dann ist es, dass ich mich nicht um meine Kinder kümmern würde. Nach einem unschönen Wortgefecht verließ sie dann glücklicherweise den Laden…

Sowas in der Art ist mir zuvor noch nie passiert. Jedoch erinnere ich mich an die anfängliche Bevormundung von wildfremden, eigentlich immer viel älteren Menschen, die mir immer wieder erklären wollten, warum mein Kind im Kinderwagen weinte. Die mir erklären wollten, dass ich mein Kind verziehe, weil ich sofort springe, wenn es weint. Die Kritik am Stillen, das Theater um das Schlafen ums Familienbett…

Irgendwann ist das alles an mir abgeprallt oder ich habe doofe Sätze erwidert. Habe mein, unser Ding gemacht. So wie es für unsere Kinder und uns richtig war.

Sicherlich habe ich die Weisheit nicht mit Löffeln gefuttert, sicherlich mache ich nicht alles richtig, aber ich agiere immer aus Liebe. Und wenn ich meinem Mann eine Nachricht schreibe und ihm berichte wie es uns geht, dann hat es nicht im geringsten etwas mit einer Vernachlässigung meiner Kinder zu tun.

Ich weiß nicht ob es ein Erziehungsproblem verschiedener Generationen ist, ob manche älteren Leute furchtbar frustriert sind, weil sie Probleme mit ihren eigenen Kindern haben oder was auch immer.

Natürlich ändert sich auch Erziehung im Laufe der Jahre, weil sich die Gesellschaft ändert, Rahmenbedingungen anders werden und man sich auch darüber im Klaren ist, worin man zuvor Fehler gemacht hat.

Was generell aber schon immer falsch war und ist, ist Menschen in Raster zu packen und Dinge von ihnen zu verlangen, nur weil sie gesellschaftlich erwartet werden.

Genau darüber habe ich mich in den letzten Wochen nämlich auch aufgeregt. Der Trailer des Films „Elternschule“ ist auch an mir nicht vorbeigegangen. Ich habe Artikel über Artikel diesbezüglich gelesen und bin zutiefst erschrocken, welch abartige schwarze Pädagogik nebenan in einer Nachbarstadt von uns vollzogen wird.

Ich kann absolut nachvollziehen das man sich Hilfe bei unüberwindbaren Hürden im Leben mit Kindern organisiert. Finde es stark und mutig eigene Fehler zuzugeben, aber Kinder als Tyrannen darstellen zu lassen, finde ich abartig.

Machtspiele gehören vielleicht ins Tierreich, aber ganz sicher nicht in Beziehungsebenen zwischen Kind und Mama oder Papa.

Ich hoffe einfach das der Trailer gewollt diese Art von Aufregung hervorrufen möchte.

So,mein Wort zum Montag:)

Und wisst ihr was, auch wenn ich an manchen Tagen 500Mal das gleiche sage, 1000Mal Spielzeug wegräume, 3Wutausbrüche erlebe und 4Mal saubere Kleidung anziehe, ich liebe es genau wie es ist!!

Familie

An Tagen, wie diesen…

Wenn morgens schon die falschen Socken ausgesucht wurden, dann sollte man sich vielleicht überlegen, einfach wieder ins Bett zu gehen. Die Decke über den Kopf und verstecken wäre DIE Lösung für den weiteren Tagesverlauf.

Wagt Mama sich dann doch aus dem Versteck, kann sie nur Fehler machen. Gravierende Fehler!

Eine gewaltige Sünde hier ist es, erst den Sprudel und dann den Schuss Apfelsaft einzugießen und nicht andersherum und wenn man dann das Toastbrot noch quer und nicht längs durchschneidetdann sollte man die Brisanz der Lage erkannt haben.

Egal was kommt, es kann nur schlimm werden.

Heute war schlimmer. Und wisst ihr was? Auch nach einigen Jahren des Mamadaseins knocken mich solche Tage aus.

Dieses Geschrei, die Lautstärke, die Unvernunft, das alles ist rational so wenig zu erklären.

Ich verstehe so gut das Kinder ihre Emotionen nicht immer schon in Worte fassen können, ich begreife wie nervig es sein muss 2,5Jahre alt zu sein, ganz viel zu wollen und es einfach noch nicht zu können. Ich kann absolut nachvollziehen das einen dann der kleinste Funken auf die Palme bringt, aber trotzdem finde ich genau dies unbeschreiblich anstrengend.

Ich habe mich heute so darauf gefreut, den Kindern ein tolles Mittagessen, ganz nach Ihren Wünschen zu präsentieren und was kommt? „Ähhhh… Ich wollte aber eigentlich Fischstäbchen essen!“. Der Nachmittag mit den Kindergartenfreunden sollte Freude bereiten, stattdessen musste gezeigt werden, welches Repertoire an Heul-&Schnodderarien man so drauf hat…

Klein sein ist nicht immer einfach, aber Mama zu sein auch nicht. So unbeschreiblich viel Freude einem das Leben mit den Kindern macht, so aufreibend kann es auch sein. Heute fühlt es sich nach sportlicher Höchstleistung an, obwohl ich mich körperlich kaum bewegt habe.

Und doch ist das Mamaherz immerzu so groß, dass man die Überforderung der Mäuse irgendwie doch versteht. Das schlafende Kind jetzt durch die Babyphonekamera beobachtet und verdammt niedlich findet.

Aber trotzdem und ganz ehrlich, heute Abend genieße ich die Ruhe vollkommen!!

Familie

Spielplatz – kein Platz für Mamafights!

Ganz am Anfang meiner Bloggerzeiten habe ich euch damals eine typische Spielplatzmamasituation beschrieben. Auf lustige Art und Weise habe ich euch damals meine Beobachtungen vorgestellt und dieser Post wird noch heute unwahrscheinlich oft angeklickt und gelesen.

Vielleicht, weil ihr diese Situationen kennt, vielleicht weil ich euch selbst dabei erwischt, ein bestimmter Spielplatzmamatyp zu sein oder einfach weil ich euch unterhalten fühlt.

Unsere letzten zwei Wochen haben wir beinahe jeden Tag auf einem der umliegenden Spielplätze verbracht. Wenn ich nicht gerutscht oder gewippt bin, dann habe ich an vielen sonnigen Nachmittagen auf niedrigen Holzstämmen oder standesgemäßen Bänken gesessen, mal zwischen anderen Mamas und manchmal auch ganz alleine und habe unbewusst beobachtet.

Damals wollte ich keiner einzigen Mama unterstellen, dass sie das was sie tut nicht mit Liebe macht, aber Mamas an sich sind einfach eine unwahrscheinlich spannende Spezies.

So saß ich letzte Woche zum Beispiel neben einer Autohausbesitzerin, unterhielt mich mit einer Radiologin, erfuhr alles über das Leben mit zwei Pflegekindern, hörte, weil ich es nicht überhören konnte einer Mutter zu, die lautstark allen mitteilte wie sie den Staat veräppelt, traf mich mit Mamas von Kindergartenfreunden, erfuhr wie man auf Filz kleine Elfen herstellt und wie wichtig selbstgefilzte Schuhe für den Wärmeaustausch am Kinderfuß sind, lernte einiges über das Empfinden von Religionsunterricht einer anderen Mama kennen.., so verschieden die Frauen, so verschieden die Unterhaltung.

Aber was ich bei wirklich allen Mamas auf den Spielplätzen erlebte, war dieses Funkeln in den Augen, wenn sie von den eigenen Kindern sprachen, wenn sie von kleinen Siegen oder auch Niederlagen berichteten, wenn sie tröstete, schimpfen oder ermahnen.

In manchen Situationen warfen wir uns Blicke zu, die nur Mamas verstehen, die nur diejenigen nachvollziehen können, die wissen welche Brisanz es haben kann, etwa eine Banane an der falschen Stelle geteilt zu haben.

An den sonnigen letzten Nachmittagen habe ich große und kleine Frauen kennen gelernt, dicke und dünne Mamas, sie waren blond, braunhaarig oder hatten schwarze Haare. Sie waren schick oder sehr leger gekleidet, manche modern, andere alternativ.

In Zeiten des Internets, des sich ständig in Szene setzen, des mal eben einen bösen Kommentar schreiben, sind genau solche Tage super wichtig, denn sie zeigen mir, dass das wahre Leben manchmal doch ganz anders ist. Es ist unwichtig darüber stundenlang zu diskutieren, ob Babybrei nun ab dem 4. oder 6. Monat sinnvoll ist, ob Kinder niemals fremd betreut werden sollen…Viel wichtiger ist es doch, für alle, den Moment zu genießen. Dafür dankbar zu sein was man hat – ohne Mamafights!

Familie

Herbststimmung, einfach harmonisch!

Wer mir auf Instagram folgt, der hat es vielleicht mitbekommen. Wir genießen diesen Traumherbst gerade ganz besonders doll.

Die Kinder spielen Stunde um Stunde draußen, auch wenn ich immer dabei bin, ich habe ganz, ganz oft die Möglichkeit meine Füße in den Sand der Spielplätze zu buddeln, den Kindern zuzusehen und mit Freundinnen, deren Kinder Freunde meiner Kinder sind zu reden. Ich genieße das gerade enorm doll.

Im letzten Jahr war ich immer noch dabei Lilly vor zu hohen Klettereien zu bewahren, sie davon anzuhalten Sand oder sonstige Spielplatzbewohner auf ihren Geschmack hin zu überprüfen und nun sitze ich einfach.

Unsere Wochenende sind gerade tatsächlich gespickt mit Bloggerevents, die einem doch schon irgendwie zeigen, dass es euch interessiert was wir erleben, wie ich über Erziehung denke oder das die Teilhabe an unserem Leben nicht völlig uninteressant ist.

Aufregend ist das alles für mich, eine andere Welt, die jetzt einige Jahre auch oftmals Arbeit gemacht hat, aber mir auch unwahrscheinlich viel Freude bringt. Neue Erfahrungen liefert, ich andere Menschen kennen lerne und in denen ich gelernt habt, mich selbst zu präsentieren.

Heute war das Halbfinale des Bloggerbattles im Forum in Mülheim.

Tatsächlich habe ich es geschafft und bin am 10.11.18 in der letzten Runde des Contests. Ihr seht, es bleibt spannend!

Bis dahin genießen wir jetzt aber die hoffentlich weiteren sonnigen Tage, fahren Rad, toben über Spielplätze und malen viele bunte Bilder!

Familie

Herbstmalerei

Was kann man besseres bei diesem wunderschönen Herbstwetter machen, als nach draußen gehen?

Der Sommer in diesem Jahr war schon so gigantisch und der Herbst lässt sich auch nicht lumpen.

Ein wenig Angst habe ich ja, dass sich dann vielleicht der Winter auch besonders kalt und schneereich präsentiert. Aber ich mal meinen persönlichen Teufel lieber nicht an die Wand:)

Zur Zeit genießen wir es, neben zahlreichen Bloggerevents und einem spannenden Projekt, von dem ich demnächst berichte, viel draußen zu sein.

Und wenn wir nicht Rad oder Laufrad fahren, dann ist Kreativität, besonders bei der kleinen Künstlerin sehr gefragt.

Natürlich gehört da ein geschnitzter und dekorierter Kürbis dazu. Aber es wird auch gemalt.

Wir lieben diese sonnigen Tage und freuen uns auf die kommende Woche!