Familie

Kindergarteneingewoehnung 2nd Part

Wie unglaublich aufgeregt war ich damals vor Noahs erstem Kindergartentag. Wir hatten uns die Einrichtung angesehen, er war dort zum Schnuppermittag und eigentlich wussten wir noch so gar nicht wie alles ablaufen wird. Inzwischen sind wir total erfahrene alte Kindergartenhasen!

Man kennt sich, man hat Feste zusammen gefeiert, Strategien zur Tränentrocknung gemeinsam erarbeitet, pädagogische Grundsätzlichkeiten miteinander diskutiert, zusammen gelacht, geweint… Der Kindergarten ist ein ganz fester Bestandteil unseres Lebens geworden.

Nicht nur in dem von Noah, Philipp und mir, auch von Lilly. Seit ihren ersten Tagen auf der Welt geht sie dort ein und aus. Hat Noah mit uns gebracht und geholt, hat dort gespielt, gealbert und erste Freundschaften geschlossen. Sie kennt die Räumlichkeiten und weiß wie dort alles abläuft.

Lilly ist seit Dienstag ein Kindergartenkind.

An manchen Tagen zuvor hatte ich ein etwas mulmiges Gefühl bei dem Gedanken an ihre Eingewöhnung, denn die von Noah war nicht einfach. Er hat die kleine Gemeinschaft bei der Tagesmutter und ganz besonders auch die Tagesmutter an sich ganz doll vermisst. War überfordert mit der Vielzahl der unbekannten Kinder… Aber auch das hat irgendwann funktioniert. Und zwar so gut, dass er jetzt der Held für seine kleine Schwester ist. Er zeigt ihr die Welt, die er bereits alleine erkundet hat, indem er sie an die Hand nimmt und in allem unterstützt.

Für Noah war es von Anfang an wichtig, dass sie gemeinsam eine Gruppe besuchen und nicht getrennt werden. Auch Lilly war klar, „In den Kindergarten gehe ich nicht ohne meinen Noah!“!

Ich bin stolz darauf, dass mein großer Kleiner seiner Schwester mit ganz viel Liebe den Eintritt in den Kindergarten so problemlos ermöglicht hat! Beide Kinder sind glücklich und zufrieden und das Mamaherz entlastet, denn Sorgen macht man sich ja vorab doch immer:)

Familie

Der Trotz ist eingezogen!

Plötzlich war er da, ich hatte ihn keinesfalls eingeladen. Er ist einer von diesen Gästen, die mit ihren schmutzigen Schuhen reimarschieren, die Jacke in die Ecke werfen und alles in Beschlag nehmen. Manchmal hält er sich aber auch tatsächlich gut versteckt, vielleicht schläft er dann schnarchend aus und dann, dann ist er ganz unvermittelt da. Er taucht auf, wenn die Trinkflasche falsch befüllt wurde, das Toast zu eckig ist, die Puppe ein doofes Kleid trägt,… Die Gründe sind unergründlich und ständig da. Aber irrerweise ist er oft auch ganz plötzlich wieder verschwunden, dann, wenn Lilly ihn nicht mehr haben möchte, weil er sie eigentlich selbst total stört. Im Nachklang macht er nämlich manchmal echt traurig. An manchen Tagen auch die Mama, denn man weiß teilweise gar nicht mehr wie man die Situationen handeln soll. Ruhig bleiben, irgendwie. Auch wenn man den ungebetenen Trotz-Gast zum zehnten Mal an einem Tag am liebsten zum Teufel jagen würde.

Es ist anstrengend, nervenaufreibend, aber beim zweiten Kind weiß man irgendwie, auch das geht vorbei und gehört zum Groß-Werden leider dazu.

Noahs Trotz haben wir damals immer theatralisch durchs Klo in die Kanalisation befördert oder auf die Straße geschleudert. Solche Spiele macht Lilly leider nicht mit.

Es heißt also „Augen zu und durch“, denn es ist alles nur eine Phase 🙂