Familie

Der Trotz ist eingezogen!

Plötzlich war er da, ich hatte ihn keinesfalls eingeladen. Er ist einer von diesen Gästen, die mit ihren schmutzigen Schuhen reimarschieren, die Jacke in die Ecke werfen und alles in Beschlag nehmen. Manchmal hält er sich aber auch tatsächlich gut versteckt, vielleicht schläft er dann schnarchend aus und dann, dann ist er ganz unvermittelt da. Er taucht auf, wenn die Trinkflasche falsch befüllt wurde, das Toast zu eckig ist, die Puppe ein doofes Kleid trägt,… Die Gründe sind unergründlich und ständig da. Aber irrerweise ist er oft auch ganz plötzlich wieder verschwunden, dann, wenn Lilly ihn nicht mehr haben möchte, weil er sie eigentlich selbst total stört. Im Nachklang macht er nämlich manchmal echt traurig. An manchen Tagen auch die Mama, denn man weiß teilweise gar nicht mehr wie man die Situationen handeln soll. Ruhig bleiben, irgendwie. Auch wenn man den ungebetenen Trotz-Gast zum zehnten Mal an einem Tag am liebsten zum Teufel jagen würde.

Es ist anstrengend, nervenaufreibend, aber beim zweiten Kind weiß man irgendwie, auch das geht vorbei und gehört zum Groß-Werden leider dazu.

Noahs Trotz haben wir damals immer theatralisch durchs Klo in die Kanalisation befördert oder auf die Straße geschleudert. Solche Spiele macht Lilly leider nicht mit.

Es heißt also „Augen zu und durch“, denn es ist alles nur eine Phase 🙂

Ein Gedanke zu „Der Trotz ist eingezogen!“

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