Familie

Eine Woche der Veränderungen!

Wie sehr ich mich doch auf den heutigen Tag gefreut habe. Beginn der Sommerferien, das Highlight nicht nur für Schüler, auch wir Lehrer lieben diese Wochen natürlich und fiebern darauf hin.

Doch in diesem Jahr hat der Beginn der Sommerferien auch einige Veränderungen gebracht.

Meine Kinder werden tatsächlich unaufhaltsam immer größer. Minimaus Lilly hatte heute ihren letzten Tag bei der Tagesmutter und beginnt in 3Wochen mit Noah zusammen ihre Kindergartenlaufbahn. Den symbolische Koffer zum „Umzug“ hat sie heute von ihrer Tagesmutter erhalten.

Ein vermutlich kleiner Schritt für Leute die solche Veränderungen noch nie miterlebt haben, ein gewaltiger Schritt für mein Mamaherz.

Bei der Tagesmutter wusste ich Lilly jederzeit behütet, umsorgt. Die Tagesmutter kannte sie und ihre Empfindungen sehr gut und ich wusste sie immer perfekt aufgehoben.

Der Kindergarten im Gegensatz zur Tagesmutter ist so groß und sie so klein.

Allerdings wechselt Noah aufgrund von internen Umstrukturierungen auch seine Gruppe und die beiden starten gemeinsam neu in einer anderen Ecke des Gebäudes mit neuen Erzieherinnen. Viel Wechsel und viel Aufregung für kleine Kinder oder die Mama, die das alles noch mehr beschäftigt.

Aber tief in meinem Inneren weiß ich, es wird gut. Sie bekommen es hin, wie sie immer alles schaffen und die Sommerferien werden ab jetzt im höchsten Maße genossen:)

Und außerdem sind es die letzten Ferien, bevor Noah ein Schulkind wird… Oh man:)

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Unperfekt perfekt!

Viele Dinge wusste ich nicht. Damals, vor vielen Jahren, als ich noch keine Mama war.

Ich wusste zum Beispiel nicht, wie anstrengend das Anziehen von Kindern sein kann. Bestimmte Farben muss sie haben, manche Rüschen sind toll, andere ganz schrecklich. Lila geht gar nicht, pink hingegen geht immer. Nein, fast immer. Abends muss es neuerdings was mit Glitzer sein, sonst kann man nicht schlafen.

Beim Essen ist es ähnlich, Menüs die man sich wünscht, schmecken ganz plötzlich gar nicht mehr. Süßigkeiten hingegen schmecken immer.

Oder Spaziergänge. Noah und Papa mit dem Fahrrad voran und Lilly und ich mit dem Puppenwagen hinterher. Etwa 300m, dann war der Puppe das alles zu anstrengend und ich sollte Lilly, Puppe, Rucksack und Wagen schleppen.

Habe ich dann auch getan, denn wir wollten ja zu den Männer die bereits auf dem Spielplatz auf uns warteten.

Eine ältere Dame und ein älterer Herr sahen Mama Packesel und ihre Fracht und er sagte zu mir „Ich würde sie nicht schleppen, soll laufen das Kind. Hat gesunde Füße…!“. Ich lächelte ihn freundlich an und sagte, vielleicht trägt sie mich auch irgendwann, wenn ich nicht mehr kann, weil mir zu warm ist und ich bei ihr sein will.

„Sei mal konsequenter“, ständig begegnen einem solche Sätze und wisst ihr was?

Nein! Bin ich nicht! Will ich nicht, denn ich merke nach viereinhalb Jahren Mamasein, dass ich das mit der Erziehung ohne am Kind zu ziehen, ganz gut hinbekomme!

Vielleicht liegt es auch daran, was man selbst als Kind erfahren hat. In meiner Kindheit gab es keine bösen Wörter, keine Strafen oder Boshaftigkeiten. Meine Eltern haben es auch ohne Dominanz geschafft, mich auf einen guten Weg zu bringen.

An diesem Wochenende habe ich meinen Mann oft angeguckt und wir haben viele, viele Situationen einfach nicht verstanden. Müssen wir auch vielleicht gar nicht. Unsere Kinder wachsen, verändern sich, auf sie strömen ununterbrochen so viele Dinge ein, die ihre kleinen Antennen ununterbrochen wahrnehmen. Da gilt es manchmal einfach zu lächeln und zu denken, bald ist es wieder anders.

Und bald ist manchmal ganz schnell da:)

Und außerdem bin ich diejenige, die manchmal einfach geduldiger sein sollte. Ich bin diejenige die Zeitdruck macht und enttäuscht ist, weil mein Essen nicht gefällt.

Für meine Kinder muss ich nicht alles richtig machen, genauso wie sie es niemals müssen. Wir alle lernen miteinander und voneinander und zusammen sind wir unperfekt perfekt!

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Sommerferien! Und wo fliegt ihr hin?

Die Sommerferien nahen. Koffer werden jetzt schon gepackt, Sonnencremes gekauft und Sonnenbrillen sind der Hit. Jeden Sommer beginnt der Wahnsinn. Viele von uns haben frei und irgendwie will man die Zeit nutzen. Nutzen um dem Alltag zu entfliehen, perfektes Wetter zu haben, was anderes zu sehen.

Wir sind ja ziemlich reiseverrückt, lieben es fremde Länder und tolle neue Gebiete zu erkunden. Aber wisst ihr was? Im Sommer ist es uns vielerorts einfach zu voll.

Für uns alle ist es der Horror, wenn Strände voll sind, wenn man um Liegen am Pool kämpfen muss und wenn viele Menschen an einem Ort sind. Außerdem haben wir das Gefühl, dass die Reisepreise für die Sommerferien in jedem Jahr heftiger und auch echt übertrieben werden.

Demnach haben wir beschlossen, nachdem wir in den letzten Monaten ja auch schon einige Länder bereist haben, wir machen in diesem Jahr Sommerurlaub im Ruhrpott.

Das Gebiet rund um die Ruhr bietet eigentlich so unwahrscheinlich viel, dass wir genau dies in diesem Sommer erkunden werden.

Ob Freizeitparks oder Staudammbau im Wald, ob Ponyreiten oder Einkaufsbummel, Schwimmbadbesuch, Spielplätze, Museen, Tierparks und Wanderung, wir werden unser Zuhause bereisen.

Und vielleicht finden wir auch den ein oder anderen Platz, den wir vorher noch nicht kannten und ich kann euch tolle Ausflugsziele vorstellen! 🙂

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„Du wirkst gestresst“

Heute ist Sonntag. Wochenende. Der Tag an dem man nichts machen muss. Eigentlich.

Irgendwie bin ich trotzdem gereizt, in Dauerbewegung und schnell genervt. Kennt ihr das? Ihr putzt, saugt, fegt und 2Minuten später rennen die Kinder mit den Rindenmulchresten aus dem Garten unter ihren Füßen „nur mal kurz nach oben“. Ihre Spur kann ich hinterher verfolgen, wie Jäger es bei Fuchsspuren machen, während sie mir strahlend einen Kussmund an die Terrassenglastür knutschen.

Hunger haben die Kinder übrigens auch, immerzu. Allerdings entscheiden sie meist nach der Zubereitung, dass sie doch eigentlich was anderes möchten.

Und Wut, Lilly hat inzwischen manchmal Wut. Bevorzugt inmitten von Schlangen an Kassen (kann ich sogar nachvollziehen, aber das Publikum brauche ich nicht).

Manchmal ist das einfach so und im Grunde ist das auch alles nicht schlimm, es gibt Millionen andere Sachen die schlimmer wären, aber dennoch nervt mich sowas manchmal.

Manchmal, denn die Woche war schon wild. Ein Termin jagte den nächsten und meine praktikumsbesuchbedingten Einblicke in die dunkelsten Straßen von Marxloh haben mich schockiert und wirklich schlecht schlafen lassen.

Die kommende Woche wird einfacher, entspannter und dann machen mir Schmuddelfüße und Patschpfoten auch weniger aus, es gibt ja schließlich meinen geliebten Glasreiniger:)

Um das Entspanntgefühl zu steigern, waren wir heute Nachmittag noch bei strahlendem Sonnenschein einkaufen und, „Ich habe eine Wassermelone getragen“ 🙂

Ich wünsche euch einen tollen Start in die neue Woche und denkt dran: einfach Glasreiniger drauf! 🙂