Familie

Ich habe mich verändert!

Vor einigen Tagen habe ich mir alte Fotos angesehen. Fotos auf denen Noah ein wunderbar kleiner Minimann war, habe mir die Reportage aus dieser Zeit angeschaut und habe mich gesehen und mich gar nicht mehr erkannt.

In den letzten Jahren sind nicht nur die ein oder andere Falte in meinem Gesicht entstanden oder diese seltsamen borstigen einzelnen weißen Haare, mein Denken und mein Handeln hat sich verändert.

Als Noah geboren wurde hatte ich im Grunde keinerlei Ahnung was auf uns zukommen wird, auch wenn ich das vorab geglaubt habe.

In dem Moment in dem man zum ersten Mal Mama wird, dreht sich die Welt plötzlich in fast allen Bereichen des Lebens ganz anders.

Nie zuvor habe ich so viel geweint, weil ich hilflos war, überfordert war, Angst hatte oder nicht mehr weiter wusste, aber auch nie zuvor habe ich so geliebt, so viel gelacht und so viel Glück und Zufriedenheit empfunden wie mit unseren Kindern.

Und wisst ihr was mir auch aufgefallen ist?

Ich kann meine Meinung vertreten ohne Dinge schönreden zu müssen, ich habe gelernt vieles zu hinterfragen, kann mich selbst kritisch reflektieren und auch Kritik akzeptieren – darin war ich früher nicht besonders gut und genau das lerne ich durch meine Kinder.

Noah hat mir Selbstsicherheit und Vertrauen in mich selbst beigebracht, an der ich so oft zuvor gezweifelt habe, etwa wenn er stundenlang ununterbrochen geweint hat und ich damals dachte das ich alles falsch mache. Er hat mir gezeigt das Wutanfaelle von Kindern zur Entwicklung dazugehören und wie ich diese mehr oder auch mal weniger souverän meistern kann.

Anhand seiner Entwicklung sehe ich, dass wir beide Tag für Tag lernen, uns stetig verändern und das wir ein tolles Team sind:)

Und bei Lilly? Sie ist frech, total wild und dazu unwahrscheinlich wunderbar, eine tägliche Herausforderung, die ich aber mit der Erfahrung durch Noah viel entspannter sehen kann. Meistens… 🙂

Familie

Kernie’s Familienpark

Unser Wohnort ist ja wirklich enorm praktisch. Wir können ohne riesige Fahrten problemlos unterschiedlichste Aktivitäten unternehmen und wohnen irgendwie immer mittendrin.

Heute haben wir uns mit Freunden und einer 5 Kindertruppe auf dem Weg nach Kalkar gemacht. Dort gibt es seit vielen Jahren das Wunderland von Kernie. Schon unwahrscheinlich oft haben wir davon gehört, haben es aber selbst zuvor noch nicht besucht.

Ehrlich gesagt war mein erster Eindruck nicht besonders gut. Von draußen wirkte das Wunderland verwunderlich alt und uns kamen nur Truppen mit jungen Männern entgegen, die bereits um halb elf am Vormittag Bier tranken und das Bier dann in einem Busch wieder los werden mussten… Dies klärte sich hinterher jedoch auf, denn wir sahen Plakate, die eine Mallorcaparty am gestrigen Abend bewarben. Da der Park auch ein Hotel hat, haben sie wohl die Nacht dort verbracht. Wirkt aber dennoch irgendwie abschreckend in einem Park für Kleinkinder!

Das gesamte Gelände ist recht überschaubar, aber dennoch weitläufig. Es gibt unwahrscheinlich viele Fahrgeschaefte, die besonders toll für recht kleine Kinder sind. Noah mit seine 4,5Jahren und Lilly mit bald 2,5Jahren waren begeistert, da sie fast überall drauf konnten und auch wirklich keine Angst haben mussten. Das Personal war überall freundlich, hat aber nicht wirklich darauf geachtet, ob die Kinder zum Beispiel angeschnallt sind, obwohl sie durch die Reihen gegangen sind und es augenscheinlich kontrolliert haben.

Praktisch fanden wir, dass der Eintrittspreis beinhaltet, dass man Pommes, Eis, Softgetraenke und Kaffee an verschiedenen Stationen essen kann, ohne dafür extra zahlen zu müssen. Für unsere Kinder genial und für uns auch, denn so mussten wir weniger Verpflegung mitnehmen, gerade die Getränke sind oft schwer und werden schnell warm. Das Angebot haben wir fleißig genutzt.

Die Fahrgeschaefte waren ok, sind aber teilweise schon in die Jahre gekommen. Auch viele Sitzmoebel im Park weisen ordentlich Gebrauchsspuren auf, sind teilweise sogar kaputt.

Was mir aber wirklich übel aufgesetzt hat, war dass es tatsächlich noch einen Bereich gibt, in dem man Kinder auf Pferde setzen kann, echte Pferde, die dann dort den ganzen Tag ihre Kreisrunden laufen müssen. Ich dachte eigentlich schon, dass wir inzwischen verstanden haben, dass sowas Quälerei ist.

Nichtsdestotrotz hatten wir einen tollen Tag mit glücklichen und vollkommen zufriedenen Kindern die viel erlebt haben! Die Anlage ist aufgrund ihrer Größe und der Fahrgeschaefte ein Eldorado für kleine Mäuse.

Aber wisst ihr was, ich bin ein wenig froh, jetzt festen Boden unter den Füßen zu haben, denn all diese Schaukelei und Dreherei ist so gar nichts für mich:)