Familie

Stolz

Gestern war der Tag der Tage einer Gruppe meiner Schüler.

Schulabschluss, 10Jahre Schulzeit geschafft. Die einen sehr erfolgreich, andere weniger gut und dennoch alle verdammt glücklich. Zufrieden darüber, dass sie ihre erste große Etappe im Leben gemeinsam gemeistert haben.

Die letzte Abschlussfeier die ich persönlich miterlebt habe ist einige Jahre her.

Vor den Elternzeiten war das. Schon immer fand ich diese Veranstaltungen sehr emotional, kann schwer mit Abschieden umgehen, aber jetzt, als Mama, empfinde ich solche Tage nochmal ganz anders als zuvor.

Gestern habe ich nicht nur in die stolzen und strahlenden Gesichter der Schüler geschaut. Gestern habe ich mich mehrfach umgedreht und die Eltern betrachtet.

Den Papa der die gesamte Zeugnisvergabe mit seinem Handy gefilmt hat und sich ganz heimlich Tränen weggewischt hat, weil er so stolz auf seine Tochter war. Die Mama, die ihre Handtasche bestimmt zehn Mal hintereinander ein und wieder ausgeräumt hat, weil sie mindestens genauso aufgeregt war wie ihr Sohn,ihre Hände so gezittert haben und ich habe genau gehört wie die Oma zu ihrem Enkel gesagt hat „Ich wusste das wir es gemeinsam schaffen“!

Hinter all den gestern so strahlenden Gesichtern stecken so viele Geschichten, so viele Emotionen und so viele Mamas und Papas die jeden Sieg und auch jede Niederlage ihres Kindes miterleben. Die Eltern die kämpfen und die, die schon lange resigniert haben.

Ich glaube solche Meilensteintage sind für alle wichtig um einmal schwarz auf weiß zu sehen, was sie erreicht haben.

Allerdings habe ich mir gestern gedacht, dass man im Grunde jeden Tag ganz bewusst stolz auf das sein darf, was man hat. Stolz macht einfach verdammt glücklich!

Ich bin stolz, stolz auf unglaublich tolle Kinder und messen möchte ich das gar nicht an Leistungen, ich bin einfach stolz das es sie gibt!

Familie

*WERBUNG* Like ice in the sunshine

Wir haben hier ja nicht nur zwei Kinder, wir haben etwa 20! Zwanzig kleine, sehr kleine Kinder, die ständig großen Hunger haben.

Wovon ich rede? Von Lillys Puppen und Stofftieren. Sie besitzen hier schon einen Mitbewohnerstatus, denn sie werden sehr lieb gehabt. Und wen man mag, den versorgt man natürlich auch. Lilly kocht für sie in ihrer Küche wie im besten Sternerestaurant.

Nachdem sie bei ihrer Freundin jetzt einen Eiswagen gesehen und testen durfte, ist ihr Berufswunsch sehr flott klar gewesen: Eisverkäuferin! Natürlich braucht man da Erfahrung und die bekommt man nur durch Übung. Perfekt kam dazu der Produkttest von Vtech!

Allein die Freude beim Öffnen des Pakets war gigantisch!

In Sekunden war der Eiswagen aufgebaut und einsatzbereit!

Anhand der „Rezeptkarten“ oder nach eigenen Ideen lassen sich verschiedene Eiskreationen zaubern, die man anschließend mit Saucen versehen kann. Wirklich dezente Sounds unterstützen das Treiben in der Gelaterie Lilly:)

Für morgen Vormittag habe ich ihr versprochen alte Plastiktöpfchen herauszusuchen, die sie dann im Stauraum des Wagens für große Eisbecher nutzen kann!

Kind ist glücklich, die Eltern auch:)

Schaut doch auch mal auf der Facebookseite von Vtech vorbei, dort gibt es so viel verschiedene Spielzeuge, mit denen man wahrscheinlich jedes Kind glücklich stimmen kann: https://m.facebook.com/VTechLernspielzeug/

Dieser Post beinhaltet WERBUNG! VTECH hat uns das Produkt „Mein erster Eiswagen“ als PR Sample zur Verfügung gestellt!

Familie

Es wird einfacher!

Heute Nachmittag saß ich einfach so in der Sonne im Garten. Ist jetzt nicht so ungewöhnlich oder vielleicht doch… Im letzten Sommer habe ich nie gesessen, ich bin gerannt, habe geschoben, bin geflitzt, hatte meine Augen überall und kam eigentlich gefühlt sehr selten zur Ruhe. Lilly war flott sehr mobil und auch sehr selbstständig, sie war schnell oben drauf, unten drunter, dahinter und wo auch immer und ich musste sie vor potentiellen Gefahren schützen.

Noah fand es bis vor kurzem noch total doof ohne uns zu spielen. Irgendwie musste man immer dabei sein, daran teilhaben und mitmachen.

Und jetzt plötzlich? Jetzt sitze ich da, während Noah Fußball spielt oder waghalsige Stunts seiner Spielzeugautos ausführt und Lilly ihre Puppen wäscht und ihnen Eis kredenzt und sitze einfach. Am späteren Nachmittag waren wir im Haus und beide Kinder spielten selig in ihren Kinderzimmern, während ich ihr Bad putze. Noch vor einiger Zeit habe ich solche Erledigungen in Etappen versucht zu erledigen,während ein Kind auf meinen Füßen saß und das andere versuchte zu verhindern das ich Putzwasser benutzte, indem es ausgeschüttet wurde:)

Zur Zeit klopfe ich einfach auf virtuelles Holz, freue mich über die Sonne und glückliche Kinder am Nachmittag und meist spiele ich auch echt gerne mit, muss es aber nicht ununterbrochen:)

Wie das wohl wird wenn sie wirklich mal groß sind:)

Familie

Social Welt…

Irgendwann in der zweiten Schwangerschaft hat es bei mir begonnen, ich habe mir Blogs herausgesucht mit Mamas in ähnlichen Schwangerschaftswochen.

Bin Muttis bei Instagram gefolgt, die Kinder im vergleichbaren Alter haben oder aus irgendwelchen anderen Gründen spannend für mich waren. Diese Instagramsache wurde dann nach und nach immer mehr, ich begleitete viele Frauen über Monate ihres Lebens virtuell. Einige agierten ähnlich wie ich es auch mache, andere waren so ganz anders und vielleicht auch deshalb spannend.

In den letzten Monaten merke ich, dass es bei vielen nur noch um eine Scheinwelt geht. Die Bilder bekommen alle bestimmte Filter, es werden überall identische Produkte gezeigt, denn nur wer sie besitzt und präsentiert, der gehört zur „Gang“. Sich selbst etwas gönnen und immerzu Freizeitstress zu haben ist total in. Es wird gejammert, weil man doch um 13Uhr schon total k.o. ist, weil man tatsächlich schon zwei Mahlzeiten zubereitet hat und die Oma das Kind tatsächlich erst nach ihrer Arbeit abholt…

Während die Mamas ununterbrochen top gestylt durch die mindestens genauso gestylten Häuser springen, wird ab und an eine Spendenaktion gestartet, man ist ja sehr sozial unterwegs.

Vielleicht übertreibe ich jetzt. Ich glaube auch das hinter den Profilen bestimmt liebevolle Mamas stecken und tolle Frauen. Mich stört aber was uns da ununterbrochen vorgelebt wird.

Du bist eine super Mama, wenn du im Luxus lebst, deine Kinder sterile Zimmer mit schwarz-weißen Dekoartikeln besitzen und alle paar Wochen zur „justthetwoofus“ – Tour mit dem dauerarbeitenden Ehemann im Wellnessurlaub „chillst“.

Das die Realität an manchen Tagen fleckig, staubig und völlig chaotisch ist, dass geht verloren.

Das man manchmal verheult auf den Ehemann wartet, weil die Kinder einem die Hütte auseinander nehmen, die Katze kotzt und der Job stresst, dass geht verloren oder findet nicht statt.

Ehrlichkeit und Offenheit fände ich oft angebrachter, echter, damit wir wissen, eigentlich ist doch alles völlig normal und total gut, genauso wie es gerade ist, auch mit Fingerpatschen und Ketchupflecken!

Natürlich muss ich mir das nicht angucken, mach ich aber trotzdem manchmal:)

Familie

Haustiere

Wenn ich an meine Kindheit denke, dann sind in der Erinnerung immer Katzen ein Teil unserer Familie gewesen. Meine erste ganz große Liebe war mein Kater Jakob. Wenn ich an ihn denke und seine schreckliche Krankheit am Ende seines Lebens, dann wird mir das Herz auch nach ganz, ganz vielen Jahren noch verdammt schwer.

Tiere waren immer um mich herum und meine Eltern konnten sich jederzeit darauf verlassen, dass ich lieb zu ihnen war und mich um sie gekümmert habe.

Nachdem ich meine erste eigene Wohnung bezogen habe, war da plötzlich keine Katze und dies fehlte mir enorm. Aber ich war viel zu wenig da, wäre absolut keine gute Tiermama gewesen, wenn ich zwischen Uni und Nebenjobs mal eben nur zum füttern hineingeschneit wäre.

Einige Jahre später wurde dann der Traum vom eigenen Hund durch Zufall war und ich konnte einer alten Hundedame noch eine tolle letzte Zeit bereiten. Der Schmerz als sie dann aber gehen musste, war so schrecklich, dass ich beschlossen habe, nie wieder einen Hund haben zu wollen.

Unsere mopsige Emmy begleitet uns nun schon einige Jahre, ich habe sie bei einer Spende im Tierheim gesehen. Sie saß eingesperrt in einen kleinen Käfig in einem Futterspenderaum, da sie aufgrund einer OP von den anderen Tieren separiert wurde. Ein kurzer Anruf bei Philipp und Emmy zog eine halbe Stunde später in unserer ersten gemeinsamen Wohnung ein.

Sie hat jeden der Umzüge miterlebt, die Geburt der Kinder und die dadurch entstandenen Veränderungen in allen Beziehungen und hat erlebt, was es bedeutet eine Familie zu sein.

Sie ist ein Fundtier, man konnte ihr Alter schon immer nur vermuten. Heute wird sie auf etwa 17Jahre geschätzt, was wirklich steinalt für eine Katze ist.

Unsere Kinder kennen Emmy von der ersten Minute in unserem Zuhause an. Sie leben mit ihr, auch wenn sie sich beide nicht explizit um sie kümmern, so gehört sie zur Familie.

In den letzten Wochen hat sie viel mitgemacht. Eine Zahn-&Kieferoperation, viele, viele Spritzen und tägliche Tierarztbesuche. Sie hat sich verändert, wirkt oft durcheinander und verhält sich seltsam. Sie ist alt und nicht mehr fit.

Seit Wochen kämpfen sie und ich darum, dass sie bei uns bleiben kann. Aber irgendwie helfen all die Bemühungen nicht wirklich.

Heute sagte der Tierarzt das ich die Kinder vielleicht langsam darauf einstellen sollte, dass Emmy möglicherweise bald nicht mehr wiederkommt. Das ich darüber nachdenken sollte, ihr ein schmerzfreies Lebensende zu bieten,falls die jetzige Therapie auch keine Wirkung zeigt.

Ein Haustier gehört zur Familie, ein Haustier begleitet dich viele Jahre in allen Situationen des Lebens und solche Entscheidungen zu treffen ist abartig und grauenhaft. Ich möchte ein Tier nicht leiden lassen, weil ich mich nicht trennen kann und doch hadere ich unglaublich mit mir, Herr über Leben und Tod zu sein.

Vermutlich werden die Kinder erst sehr traurig sein, verstehen aber (zum Glück) noch nicht wirklich was das alles bedeutet.

Und auch wenn solche grauenvollen Situationen fast alle Tierbesitzer irgendwann erleben müssen, ich finde es noch immer enorm wichtig für Kinder, dass sie den Umgang und das Leben mit Tieren kennen lernen und somit auch die Schattenseiten.