Leben mit Kindern

Keine Panik! Mama hilft!

Blut war schon immer ein Graus für mich. Erzählungen über OPs grauenhaft und ich erinnere mich haargenau noch an die Situation vor vielen, vielen Jahren im AStA der Uni an der ich studiert habe…Dort berichtete ein Kommilitone seiner Bekannten in jedem Detail davon, wie seine Schrauben in seinen Arm gekommen waren und was da alles genau gemacht wurde. Ich erinnere mich so genau daran, weil ich kurze Zeit nach dieser Beschreibung auf einer Liege dort wach wurde, mir hatte diese blumige Fantasiereise tatsächlich den Boden unter den Füßen weggerissen.

Nach zwei Geburten ist man ja durchaus dann zumindest etwas abgehaertet, meint man. Dann kommt zum ersten Mal Fieber bei den eigenen Kindern und es kommt Panik auf.

Zumindest war das bei mir anfangs immer so. Man hat noch so gar keine Erfahrung was man wie zu tun hat, was normal ist und ob man überreagiert. Überreagieren konnte ich in den ersten Monaten ganz hervorragend 🙂

Mit den Jahren wird man aber wirklich entspannter. Man kennt seine Kinder und deren Körper in und auswendig und weiß sofort wann Situationen kritisch sind.

Kritische Situationen sind die Schlagwörter meines heutigen Posts, denn genau diese haben wir in dieser Woche erlebt.

Alles war perfekt. Die Sonne strahlte und unser Nachmittag sollte mit Freundinnen auf dem Spielplatz sein.

Die Mädels kamen und Noah raste vor Freude wie irre über den Spielplatz. Stand plötzlich auf einem Fahrradstaender und dann passierte es in Bruchteilen von Sekunden. Er rutschte ab, landete mit den Zähnen und der Lippe auf dem harten Metall.

Blut, Tränen, Arzt, Krankenhaus. Unser Nachmittag endete ganz anders als geplant. Nun hat Noah Wackelzaehne und eine genähte Unterlippe. Er war tapfer, unwahrscheinlich tapfer.

Früher haette mein Körper so eine Situation einfach nicht mitgemacht und mich ausgeschaltet. Heute hingegen weiß ich, dass ich in genau diesen Momenten mehr denn je gebraucht werde. Mir wird nicht mehr schwindelig, ich bin völlig klar in dem was man machen muss und meist weiß ich unterbewusst, noch bevor mir ein Arzt sagt was Sache ist, was die Diagnose sein wird.

Ich hoffe unser Krankenhausabo läuft langsam aber sicher nun endlich mal aus, wobei ich leider selbst nicht daran glaube.

Aber immerhin habe ich eins gelernt, ich bin, auch wenn ich es nie vermutet haette, eine wirklich gute Krankenschwester für meine Kinder geworden und Ohnmacht, das ist doch nur was für Studenten :))

Leben mit Kindern

Kommerz, Kommerz…

Versteht mich heute bitte nicht falsch.

Meine Tochter hat mir heute ganz früh schon ein super niedliches, selbstgebasteltes Geschenk gegeben und dabei gestrahlt. Ich habe mich unwahrscheinlich darüber gefreut, weil ich die Geste wunderschön finde und da ich ja immer ganz schrecklich sentimental bin, hatte ich sofort Tränen in den Augen.

Am Mittag sind Lilly und ich zu meinen Eltern gefahren, während die Männer beim Fußball waren. Wir mussten tanken und als ich bezahlte kam ein Mann in die Tankstelle und fragte den Verkäufer was er denn so für „Muttertagskram“ da hat.

Als wir fertig angeschnallt im Auto saßen, sah ich ihn mit einem Blumenstrauß, Schokolade und einem Stofftier aus der Türe gehen.

Meine Timeline in den sozialen Netzwerken war heute voll mit den Präsentation der Geschenke, die die Mamas bekommen haben. Von Uhren, über 150€ Parfümeriegutscheinen, bis hin zu Urlaubsreisen habe ich heute so einiges gesehen.

Versteht mich nicht falsch, den Sinn des Muttertages finde ich durchaus toll, allerdings bin ich absolut gegen Komsumterror und diesen „irgendwas muss ich noch schenken“-Wahnsinn.

Zeit zu verschenken finde ich inzwischen wertvoller als viele andere Dinge, Wertschätzung an jedem Tag im Jahr ist traumhaft und ein „Danke“ für all die Dinge, die einem eine Mama gibt, das ist kostbar!

Außerdem finde ich den Gedanken auch angebracht, sich an so einem Tag nochmal besonders bewusst zu machen, wieviel Glück es eigentlich überhaupt ist, Mama sein zu dürfen, denn das ist alles nicht immer selbstverständlich!

Leben mit Kindern

Feiertage – wir lieben den Mai!

Es gibt ja viele Menschen die die Zeit um Weihnachten herum ganz besonders schön finden oder auch eisig kalte Schneetag. Ich hingegen bin absoluter Mai-Fan! Wenn das Wetter mitspielt, dann ist dies der perfekte Monat um enorm viel Familienzeit genießen zu können. Ein Feiertag nach dem anderen, die neuen Pfingstferien – traumhaft.

Leider haben wir morgen nicht schon wieder frei, aber wir wollen es ja auch nicht übertreiben und so haben wir den heutigen Tag ganz besonders genutzt.

An dem Tag, an dem die Papas meist mit ihren Männerpapakumpels on Tour sind, hat unser Superpapa sich die Mäuse geschnappt und war mit ihnen unterwegs, damit ich in Ruhe korrigieren und putzen konnte:)

Anschließend waren wir noch einkaufen und haben am Abend gegrillt.

Für uns ein absolut gelungener freier Tag!

Unbewusst habe ich euch mit einem meiner letzten Posts auf die Folter gespannt, was absolut nicht meine Absicht war. Da unwahrscheinlich viele Nachfragen kamen: Nein, es steht keine Fernreise bei uns an. Wir fahren tatsächlich Pfingsten nach Holland, wie es sich so gehört 🙂

Genießt den entspannten Monat und im nächsten Post werde ich euch einmal zeigen, wie die Dreharbeiten zum Sparduell hier ablaufen, denn die stehen am Samstag auf dem Plan:)

Leben mit Kindern

Naturtag!

Heute Abend fühle ich mich richtig, richtig gut. Viele Berge, einige Kilometer und wunderschönes Wetter liegen am heutigen Sonntag hinter uns. Obwohl mein Mann heute nicht dabei war, war er derjenige, der das Naturerlebnis mit dem ganzen Körper ausgelebt hat, denn er war bei Mud Master in Weeze.

Ganz so schmuddelig sind wir nicht zuhause angekommen, wobei Noahs Füße auch nach Matschmeister ausgesehen haben.

Während Philipp also durch Eiswasser und Schlamm robbte, sind wir mit Freunden im Bergischen unterwegs gewesen. Mit in unserem Gepäck drei Hunde und viel Vorfreude!

Bei wunderschönem Wetter erklommen wir Berge, patschten an Flussecken und sammelten Pusteblumen. Am Mittag saßen wir in einem niedlichen kleinen Café mitten im Nirgendwo und tranken Apfelschorle und aßen eine Waffel.

Wenn die Beine der Zwei-und des kleinsten Vierbeiners müde wurden, dann durften sie im Buggy kutschiert werden.

Ich sag euch, einen Noah plus Hund einen Berg hochzuschieben ist ein echter Kraftakt:)

Der Nachmittag endete mit zwei völlig zufriedenen Kindern, die stolz auf ihre Hundesitterqualitäten sind und total müden Eltern.

Perfekt, einfach perfekt war es und es bedarf so wenig Kinder glücklich zu machen!

Leben mit Kindern

Chaos irgendwie!

Stress hat man nur, wenn man ihn sich macht. Genau diesen veranstalte ich gerade verdammt oft. Arbeit, Termine, Pläne, Verabredungen, Haushalt…irgendwie ist es zur Zeit einfach viel. Früher war ich definitiv besser in der Organisation und nicht ständig k.o., aber wie sagte mir meine Mama vor einigen Tagen so schön „Du wirst auch nicht jünger“…

Aber vielleicht genau weil momentan immer was los ist, genieße ich die sonnigen und ruhigen Momente gerade umso mehr.

Wir freuen uns unwahrscheinlich auf den Mai und all die kommenden Feiertage in den nächsten Wochen, in denen wir noch ein wenig Meeresluft schnuppern werden. Wo es hingeht, verrate ich euch dann:)

Genießt das Wochenende und hoffentlich ganz viel Sonne!