Familie

Feiertag in Bildern

Vor kurzem wurde ich gefragt, wo „Unser Wochenende in Bildern“ geblieben ist. Ich glaube ich habe es irgendwann nicht mehr zusammengestellt, weil mir der Platz fehlte ein gesamtes Wochenende zu zeigen.

Ein einzelner Tag hingegen lässt sich gut präsentieren und der heutige Feiertag ist ganz hervorragend dafür geeignet, denn er war toll.

Begonnen hat unser Feiertag mit einem tierischen Erlebnis. Die Kinder wollten schon so lange einmal reiten gehen und ich habe spontan einen Bauernhof in der Nähe gefunden, dessen Kinderponykonzept mir zusagte. So starteten wir, geschützt mit Helm (wenn auch erst falsch herum) auf dem Kopf in das Abenteuer „Pony“!

Ohne jede Scheu stiegen beide Kinder in den Sattel und ließen sich von den beiden Ponys und uns über Wiesen führen. Leider beschloss Lilly irgendwann das sie eigentlich besser geeignet sei als ich, das Pony zu halten und war nicht mehr davon zu überzeugen die Runde weiter auf dem Rücken des Ponys zu verbringen. Schade, aber ok:)

Da wir die Ponys aber auch nicht so lange durch die Wärme laufen lassen wollten, beendeten wir dann unsere Tour. Und ehrlich gesagt, auch uns war unwahrscheinlich warm.

Den Nachmittag und das traumhafte Wetter haben wir für einen Rad-&Dreiradausflug mit Pause im Eiscafé genutzt.

Und natürlich kommt man ganz zufällig auf unserem Rückweg an einem Spielplatz vorbei.

Und während die Kinder spielten, konnten wir die Füße in den warmen Sand halten und uns die Sonne ins Gesicht scheinen lassen. Wir bemerken gerade ganz doll, dass alle Aktivitäten mit den Kindern in ihrem jetzigen Alter immer einfacher werden. Im letzten Sommer noch war es mit einem Kleinkind was noch nicht völlig sicher gelaufen ist viel schwieriger.

Ziemlich müde sind nun beide Kinder ins Bett gefallen und träumen ganz sicher von wilden Ausritten auf niedlichen kleinen Ponys!

Wer mag, der kann uns morgen Nachmittag bei Instagram in den Stories begleiten, denn wir haben dort den Finaldreh unseres „Sparduells“ in den Studios des WDRs in Köln. Vielleicht ist das ganz spannend für den ein oder anderen!

Familie

Wohnen mit Kindern

„Wenn du irgendwann mal eine eigene Wohnung hast, dann wirst du darauf achten…“

Warum Schuhe ausziehen, wenn sie doch cool aussehen, warum die Heizung ausstellen, wenn ich das Zimmer verlasse, wenn man das Fenster öffnet, dann ist es hinterher auch angenehm im Zimmer. Aufräumen? Pfff, morgen sieht es doch wieder so aus wie heute. Saugen? Zeitverschwendung! Eine Dusche nach der Benutzung von innen sauber machen: total spießig.

Ich glaube ich könnte jetzt ewig aufzählen, was ich als Teenager in meinem Elternhaus für völlig unnötig angesehen habe. Es gab Diskussionen und manchmal auch Streitereien, bei denen ich mir ganz sicher war, dass ich missverstanden wurde und meine Eltern wirklich überreagieren.

Dann kam meine erste eigene Wohnung und ganz ehrlich, es waren die saubersten und ordentlichsten 35qm die ihr euch vorstellen könnt. Mein ganz eigenes kleines Reich, in dem niemand es hätte wagen dürfen seine Straßenschuhe anzulassen oder rumzukrümeln. Stundenlang habe ich die Fensterrahmen gereinigt und habe es geliebt zu dekorieren und alles perfekt zu arrangieren.

Irgendwann kam dann der Moment in dem ich nicht mehr alleine gelebt habt, ich musste Kompromisse eingehen, Möbelstücke kamen hinzu und die Wohnungen wurden größer.

Mit meinem Mann habe ich nur recht kurze Zeit alleine ohne Kind zusammengelebt, aber in dieser Zeit hat er meinen Reinlichkeitswahn und mein manchmal verstecktes Chaos hinter Schranktüren verflucht. Ich erinnere mich an einen Tag, an dem ich hochschwanger die gesamten Hochglanzfliesen unserer Wohnung Fliese für Fliese poliert habe. Ich war so stolz auf meine Leistung und erntete völliges Unverständnis.

Dann kam Noah und mit Noah veränderte sich mein Denken. Gerade in der ersten Zeit kreisten meine Gedanken nahezu helikopterartig um mein Kind, ich hatte weder die Zeit noch die Muße Fliesen zu polieren oder Schränke von innen und außen zu schrubben. Mit ihm in der Trage versuchte ich natürlich trotzdem die alltäglichen Haushaltsaufgaben zu erfüllen. Möbel die wir vorher schick und stylisch fanden mussten weichen, weil sie scharfkantig gefährlich oder was auch immer waren.

Unsere Räume glichen Spielzimmern und abends rannten wir wie aufgeschreckte Hühner durch alle Räume und sammelten Spielzeug ein.

Inzwischen sind beide Kinder etwas älter und ich nicht mehr ganz so helikopterhaft.

Wohnen hat für mich etwas mit Wohlbefinden zu tun und ich fühle mich nicht wohl, wenn ich mir zwischen Legosteinen, Puppen und Buntstiften einen Platz erkämpfen muss.

In den letzten Wochen habe ich meine Liebe für schönes Wohnen wiedergefunden und nachdem wir nun unser Wohn-/Esszimmer verändert haben, geht es momentan an unsere Kinderetage.

Ich kann nicht mehr alles ununterbrochen sauber machen, unter unserer Couch wohnen sicherlich so einige Fruit Loops und Playmobilmännchen. Die Puppe darf durchaus mal eine Übernachtungsparty unter dem Couchtisch feiern und trotzdem möchte ich nicht mehr auf unsere persönliche Wohlfühlatmosphäre verzichten.

Und wisst ihr was ich auch gelernt habe? Duschen zu säubern und Fenster zu schließen ist eigentlich ganz schön hip!

Manchmal hat Mama dann doch recht:)

Familie

Der Puppenwagen

Willenskraft ist cool! Selbstständigkeit und Durchsetzungsvermögen sind genial.

Schwierig wird es, wenn all diese Eigenschaften in dem Kopf einer Zweijährigen herumwuseln und urplötzlich angewendet werden müssen.

Wie an jedem unser Reiseziele fanden wir auch im jetzigen Urlaub einen Spielzeugladen, den wir natürlich mit den Kindern besucht haben.

Lilly, die die größte Mama des Planetens ist und sich einen Miffy – Hasen aussuchen durfte, stürmte mit diesem Hasen los, um ihm einen Puppenwagen zu organisieren. Ich raste hinterher und konnte noch in allerletzter Sekunde verhindern, dass sie den gesamten Aufsteller an Puppenbuggys crashte, denn der pinke Wagen, recht weit oben, musste es sein…

Natürlich hatten wir wohlwissend auch einen kleinen Puppenwagen mit in den Urlaub genommen, denn was wären wir für Rabeneltern, hätten wir dies nicht getan, aber der war egal… Das pinke Wunder in diesem Laden musste es sein. Miffy wurde geschoben, gerast und bemuttert.

Irgendwann war dann der Moment gekommen…

Wir wollten zahlen und wir wollten den Wagen nicht kaufen. Lilly schon.

Ich glaube ganz Nordholland wusste in diesem Moment um die enorme Wichtigkeit des Wagens. Erklärungen, Ablenkungsmanöver, alles für die Katz… Lilly war traurig, sauer, wütend und verständnislos.

Als Noah in dieser Phase war, haben mir in solchen Situationen die Schweißperlen auf der Nase gestanden. Mir war das alles irgendwie unangenehm, ich machte mir Gedanken darüber was die anderen Leute wohl denken, ich war überfordert.

Heute, mit durchaus mehr Mamaerfahrung begreife ich viel mehr was da gerade in diesem kleinen Kopf abläuft. Ich kann absolut nachvollziehen das sie nicht verstehen kann, warum man dieses für sie so schöne Teil nicht kaufen darf.

Heute werde ich in genau diesen Situationen nicht aufgeregt, sondern eher ruhig. Auch mit zwei Jahren versteht sie schon unwahrscheinlich viel, wenn man es ihr erklärt (auch wenn sie es vielleicht in der Situation nicht verstehen möchte) und ich frage sie immer ganz genau was sie traurig oder wütend macht.

Manchmal schaffe ich es alleine dadurch das sie beginnt mir zu erklären worum es geht, die eigentliche Situation ein wenig auszublenden. Nicht immer.

Aber sich in die Situation des eigenen Kindes versuchen hineinzuversetzen hilft einem manchmal enorm zu begreifen, was das eigentliche Problem ist und wie man den Ausbruch der Gefühle in den Griff bekommt.

Und wusstet ihr schon das Miffy tatsächlich keine Windel im Laden getragen hat und sie gaaaaanz schnell in einen Wickelraum wollte, das hat sie mir nämlich gesagt, als Lilly so gebrüllt hat und wenn man Mama von so einem Hasen ist, dann muss man sich auch kümmern. Immer und jederzeit – bei uns hat es dieses Mal funktioniert.

Und außerdem hat Miffy mir auch geflüstert, dass sie Puppenwagen langweilig und Einkaufswagen und andere Fahrzeuge viel cooler findet:)

Leben mit Kindern

„Holland ist nicht Abu Dhabi“

Gestern unterhielt ich mich mit Noah und fragte wie ihm der Urlaub gefällt. Er findet alles super, fast alles. Ich hakte nach und fragte ihn, was ihm nicht gefalle und er erklärte mir „Holland ist halt nicht Abu Dhabi, da sind überall Wasserrutschen und immer sind Kellner da, die einem alles so schnell bringen.“

Unser Kind ist luxusverwoehnt.

Nicht immerzu ist es machbar stundenlang in die Ferne zu fliegen und wir merken gerade, auch nicht immer nötig.

Wir sind hier zur Zeit im Norden der Niederlande und das Wetter spielt perfekt mit. Die Strände sind wunderschön, die Städte ums uns herum so liebevoll und niedlich hergerichtet und die Kinder strahlen und lachen um die Wette.

Allein unsere Anreise hierher ist das absolute Kontrastprogramm zu unseren sonstigen Reisen. Wie oft Noah uns auf der recht kurzen Fahrt gefragt hat, wann wir denn nun am Flughafen sind… Er konnte nur schwer verstehen, dass Urlaub auch ohne Flug machbar ist.

Wir nutzen auf jeden Fall unseren kleinen Miniurlaub zum Ausbruch aus dem Alltag und genießen den wunderschönen Strand hier, futtern typisches Essen und freuen uns über unsere Zeit nur miteinander!

Und auch wenn Holland nicht Abu Dhabi ist, wir mögen es trotzdem gerne hier:)

Leben mit Kindern

Ritterlicher Urlaubsmodus

Der Mai ist einfach toll! Lange Wochenenden, Feiertage und nun auch noch Pfingstferien – wir sind begeistert. Wie auch im letzten Jahr und zur Weihnachtszeit zog es uns heute zum Schloss, denn dort findet Pfingsten immer ein Ritterfest statt und die Kinder lieben es!

In diesem Jahr hatten wir riesiges Glück, weil wir von einer lieben Nachbarin Freikarten dafür organisiert bekommen haben und uns somit den recht happigen Eintrittspreis sparen konnten! Ganz, ganz lieben Dank somit auch auf diesem Weg:)

Wir haben gelernt, dass man die Veranstaltung idealerweise direkt bei Öffnung besucht, da es so noch entspannt und nicht zu voll ist. Wir mögen keine Menschenmassen und für kleine Kinder ist es nicht schön nur noch Popos und Beine vor sich zu haben.

Die dort agierenden Menschen sind, wie auch in den letzten Jahren, unwahrscheinlich freundlich und leben ihre Passion richtig. Jeder erklärt sowohl den Kindern, als auch den Erwachsenen alles, was es zum Thema „Mittelalter“ zu berichten gibt.

Überall hört man Musik, kann typische oder außergewöhnliche Produkte kaufen und auch neumodische Einhörner die ganz besonders erwünscht waren, sind für die Dame der Burgfrauenschminkkunst keine Hürde gewesen:)

Für Noah und Lilly war in diesem Jahr die Rittershow wirklich spektakulär. Sie haben die Reiter und die gestellten Dialoge und Kämpfe mit Faszination betrachtet.

Lilly war so überwältigt von all den Eindrücken, dass sie mittendrin einfach eingeschlafen ist!

Aber bei so viel Action und den tollen Temperaturen dazu, darf man auch müde sein!

Noah hat mir heute Abend gesagt, beim nächsten Mal möchte er wieder dabei sein und ganz vielleicht traut er sich dann auch sein Gesicht anmalen zu lassen, aber nur vielleicht!