Leben mit Kindern

Stinknormale Action!

Es gibt so Tage an denen ärgere ich mich abends gewaltig über mich selbst. Da habe ich das Gefühl, dass ich so gar nichts richtig gemacht habe.

Der Tag beginnt früh und ist komplett getaktet. Selten oder fast nie sind inzwischen, außer am Wochenende so richtige Freiräume dazwischen. Eine Freistunde in der Schule, die ich früher noch als Zeitverschwendung gesehen habe, ist nun meine absolute Luxuszeit.

An manchen Tagen merke ich dann im Nachhinein selbst, bin ich dann völlig aus der Bahn geworfen, wenn in meiner Planung dann irgendwas schief läuft. Wenn ich schöne Dinge für die Kinder organisiere, die sie dann völlig doof finden. Gestern war so ein Tag.

Mit Kopf und Herz war ich die ganze Zeit noch mit diesem Knoten an Lillys Hals beschäftigt, der mich nicht mehr schlafen ließ. Dazu kamen dauerhafte Streitereien der Kinder („Das ist meine Mama! Nein, meine Mama! Das ist mein Stift! Nein, meiner!…“. Um die Wogen der Unzufriedenheit zu glätten versuchte ich das mit einer Rühreiüberraschung zum Abendessen. Statt dankbarer Begeisterung bekam ich ellenlange Gesichter zu sehen. Hätte ich Würmer auf den Tisch gestellt, wäre die Resonanz vergleichbar gewesen.

Ich war sauer. Stinksauer. Und eigentlich ärgerte ich mich über mich selbst.

Darüber das ich gerade nicht Herrin der Lage war, dass ich so nervös war, dass ich die Fortbildung bei der Arbeit früher verlassen musste, um pünktlich im Kindergarten zu sein, darüber das es noch immer so kalt ist und wir nicht einfach die Tage im Garten verbringen können und über die dämlichen Schokostreusel auf dem frisch geputzten Boden..

Heute war ein besserer Tag. Heute konnte ich über die Streiterei hinwegsehen, hab halt 2Mal gesaugt und es gab das Standardabendessen mit Toast und Gurke und in all den anderen Situationen summte ich in meinem Kopf ganz leise „Aramsamsam, Aramsamsam…“ und holte mich selbst auf den Boden der Tatsachen zurück.

Mit Lilly war ich beim Ultraschall ihres Halses. Bei meiner Frauenärztin, denn die ist eine absolute Ultraschallexpertin (aber das ist eine andere Geschichte) und bin nun beruhigt.

Es sind nicht die Kinder die mich an manchen Tagen irre machen, es sind all die Aufgaben und Anforderungen die der Tag als Mama, Ehefrau, Lehrerin, Putzfrau, Animateurin, Köchin und Psychologin für mich bereit halten:)

Was mir da hilft sind Gespräche und sind sie aufgrund der mangelnden Zeit nur per WhatsApps möglich, mit anderen Mamas denen es ähnlich geht, denn das zeigt mir, eigentlich ist doch hier alles stinknormal:)

Ein Gedanke zu „Stinknormale Action!“

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