Leben mit Kindern

Hilflosigkeit und Angst

Eigentlich empfinde ich uns inzwischen schon als regelrechte Profis im Umgang mit verschiedensten Kinderkrankheiten.

Philipp und ich sind nach über vier Jahren MamaundPapa-Sein ein super Krankenpflegeteam und können den Kindern meist sehr schnell helfen. Dachten wir zumindest…

Gestern Abend haben wir dann erfahren wie es ganz schnell alles doch anders sein kann.

Noah ist seit ein paar Tagen schon krank, er fiebert enorm hoch und ihm ging es richtig schlecht. Nachmittags war er deshalb nochmal beim Kinderarzt.

Gefühlt wurde er immer schwächer, fantasierte, sackte immer einfach nur weg und plötzlich begann seine Nase zu bluten. Diese Blutung bekamen wir, dachten wir, recht schnell gestillt. Er schlief ein.

Nach ein paar wenigen Minuten drehte ich mich zu ihm (ich hatte mich zu den Kindern gelegt) und sah, dass er in einer Blutpfütze lag. In kürzester Zeit hatte seine Nase unglaublich viel geblutet.

Wir wussten nicht mehr was wir tun sollten und riefen das erste Mal einen Krankenwagen an!

Die Rettungssanitäter sahen das ganze Blut und entschieden, dass sie es nicht verantworten können, ihn nicht in ein Krankenhaus zu bringen.

Irgendwie agiert man in solchen Situationen ja nur noch, wie ferngesteuert fühlte ich mich und als Philipp mit Noah im Krankenwagen wegfuhr, da hatte ich Angst, richtige Angst um mein eigentlich noch so kleines Kind! Angst davor mein Kind in die Verantwortung fremder Ärzte geben zu müssen.

(Ich bin nicht mitgefahren, weil Lilly ebenfalls mit hohem Fieber und Pseudo Krupp hier lag!)

Nach langer Warterei kam die erlösende Nachricht von Philipp. Die beiden kamen zurück nach Hause!

Durch das enorm hohe Fieber waren tatsächlich einfach nur einige Adern in der Nase geplatzt und diese haben das Blutbad veranstaltet.

Nachdem Noah seine ereignisreiche Nacht heute ausgeschlafen hatte und wach war, strahlte er mich an und sagte, „Krank sein ist doof, aber auch spannend! Ich bin diese Nacht Krankenwagen und Taxi gefahren. Alles in einer Nacht!“!

Ihm geht es augenscheinlich viel besser, er lacht, er redet wieder und ich bin verdammt dankbar, dass es im Grunde alles recht harmlos war.

Nun muss unsere kleine andere Patientin nur noch fit werden und dann kann bitte der Frühling mit netten Temperaturen kommen;)

7 Gedanken zu „Hilflosigkeit und Angst“

  1. Hey
    ach du meine Güte. Das hört sich beim lesen echt schlimm an. Als Eltern muss es nich schlimmer gewesen sein. Aber zum Glück haben alle schnell reagiert und dem kleine Mann geht es schon wieder besser. Trotzdem gute Besserung für die 2
    Lg Denise

    Gefällt mir

  2. Ich habe mich viel mit Krankheiten und verschiedenen Krankheitsbildern auseinander gesetzt, durch meinen Rettungssanitäter. Aber das man von so starkes Nasenbluten davon bekommt, wusste ich auch noch nicht. Das klingt echt schlimm, hoffe es geht dem kleinen Noah nun besser.

    Alles gute und einen tollen Start in die Woche, wünsche ich Euch!

    Liebste Grüße,
    Sabrina von Sabrinaramona.de

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s