Leben mit Kindern

Feierabend!

Ich bin ehrlich! Nicht jeder Tag hier ist toll, nicht an jedem Tag könnte ich Fotos von Kindern die in die Kamera strahlen machen, denn es gibt auch Tage wie den heutigen…

Er begann früh, viel zu früh, da Lillys innerer Wecke irgendwie verstellt zu sein scheint. Das war bisher doof, da sie aber nachts immer tief und fest geschlafen hat, war es nicht ganz so übel. Seit einiger Zeit scheint sie aber besonders in der Nacht viel zu verarbeiten oder was auch immer dazu führt, sie schläft einfach extrem schlecht. Ich demnach auch. Die Kombination aus schlechtem Schlaf und viel zu frühem Aufstehen ist ein Pulverfass. Eine falsche Bewegung, das Getränk nicht binnen den ersten Sekunden gereicht und sie benimmt sich divahaft grauenvoll.


Während man dann versucht all die anfallenden Dinge des frühen Morgens mit ihr auf dem Arm zu erledigen, absetzen ist nicht, ist Noah inzwischen auch meist schon wach. Also volle Ladung Action während die meisten von euch noch friedlich schlummern dürfen. 
Ich muss spätestens um 10 nach 7 aus dem Haus, um pünktlich in der Schule zu sein, wenn deine Kinder dann aber die dicksten Krokodilstränen weinen, schluchzen und dich umschlingen, dann schmerzt einem regelrecht das Herz, wenn man tatsächlich geht. Ich weiß das dieser Zustand meist recht schnell von Philipp gerettet werden kann und vermutlich lachen sie oft schon, wenn ich drei Straßen weiter bin, aber es hinterlässt ein ganz seltsames Gefühl und man denkt den ganzen Vormittag dran. 

Glücklicherweise ist unsere Tagesmutter immer so lieb und informiert mich zwischendurch immer darüber was Lilly macht und so weiß ich das alles gut ist. 

Der Unterricht hat mir Freude bereitet, allerdings habe ich heute ohne Unterbrechung nur geredet – neue Klassen, neue Schüler, meine Unterrichtsziele, meine Anforderungen, Fragen beantworten…so ein Neubeginn ist ja auch irgendwie eines Selbstdarstellung und Fachpräsentation. Macht Spaß, ist aber auch anstrengend. 

Direkt nach der Schule habe ich Noah abgeholt, der zwar lieb, aber müde war. Müde wühlt er ununterbrochen nur noch, spielt mit verschiedenen Sachen nie länger als zwei Minuten und hört einfach nicht zu. Als Lilly dann ihren Mittagsschlaf bei der Tagesmutter beendet hatte, holten wir sie auch ab und das Nachmittagsdrama nahm seinen Lauf. 


Noah schlief 3Sekunden vor Einparkung vor der Haustüre ein und ich Rabenmama habe ihn geweckt. Na, wer kennt es noch, ellenlange Schreierei im Flur, wobei er den eigentlichen Grund für sein Theater hinterher selbst nicht mehr wusste. 

Als wir die Wut endlich aus seinem Bauch entfernt hatten, sprang dieses fiese Gewüte zu Lilly über und ihre Party begann…

An manchen Tagen wünsche ich mich dann ganz weit weg. Facebook schlägt mir zur Zeit ständig Curaçao als Urlaubsziel vor…

Aber ihr wisst, ich schaffe es nicht einmal alleine bis London;))) 

Es gibt diese Tage, es gibt diese Momente in denen einem das manchmal verdammt viel vorkommt und unglaublich anstrengend ist und wisst ihr was? Eigentlich bin ich das gerade selbst schuld und die beiden können rein gar nichts dafür. Ich bin gerade aufgewühlt, habe zu viele Gedanken im Kopf und Bauch und kann deshalb nicht souverän mit dem Verhalten umgehen. 

Morgen machen wir es besser, ganz sicher und für heute habe ich jetzt Feierabend!;)

10 Gedanken zu „Feierabend!“

  1. Wir haben das Glück, dass unsere Kinder sofort wach werden, wenn wir sie nach der Autofahrt wecken (oder auch morgens oder nach dem Mittagsschlaf). Sie schreien dann nicht und sind auch nicht mehr schläfrig, sondern springen direkt auf und sind bereit, als wären sie schon lange wach. Bei ihnen war das schon immer so (jetzt sind sie zwei und drei Jahre alt).
    Aber ich kenne es von meinem Neffen auch anders. Da war das jedesmal ein totales Drama, wenn man ihn nach der Autofahrt geweckt hat. Er hat gezornt und noch lange nach geschrieen. Wirklich nicht schön und er hatte das von Geburt an.
    Schon faszinierend, wie unterschiedlich Menschen sind. Die einen muss man ganz zart und vorsichtig wecken, die anderen springen morgens hellwach aus dem Bett und legen los ^^

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  2. Hallo Anne,
    ich kann mir vorstellen, dass der Mama-Alltag manchmal ganz schön hart sein kann. Ich denke, dass mit dem Schlafen könnte auch wohl am Vollmond liegen. Dann schlafe ich auch immer sehr schlecht. Versuch mal darauf zu achten, ob es dann schlimmer ist 🙂

    Liebst Linni
    http://www.linnisleben.de

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  3. Ach ja, so ein Tag hat wahrscheinlich wirklich jeder mal. Aber du bist ja ein sehr reflektierter Mensch 🙂 und weiß dadurch sofort dass das normal ist und womit das zusammenhängt und so kann der nächste Tag nur besser werden. liebe Grüße, Lina 🙂

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