Leben mit Kindern

Eltern

Es gibt so Zeiten im Leben, da ist man eh binnen Sekunden von 0 auf mehr als 100, man rebelliert gegen alles und kann oder will Entscheidungen der Eltern nicht verstehen.

Das zum Beispiel das unters Bett schmeißen von Wäsche einfach dämlich ist, dass man eine Duschabtrennung nach Benutzung einfach mal säubert oder eine Heizung auf Hochtouren, kombiniert mit geöffneten Fenstern die größte Verschwendung überhaupt ist, das habe ich  etwa erst kapiert, als ich meine erste eigene Wohnung hatte und habe tatsächlich auch begriffen, warum meine Eltern das so doof fanden und warum wir uns um so einen Mist gestritten haben.

In der Rolle als Kind seiner Eltern begreift man so einiges nicht. Wird man aber selbst Mama, so merkt man bereits ab der ersten Sekunde in der man sein Kind im Arm hält, dass ab jetzt alles anders ist.

Diese unbeschreibliche Liebe, die Sorgen, die Ängste, das alles kannte man zuvor einfach nicht.

Man wusste auch nicht, wie man sich fühlt, wenn man nächtelang kaum geschlafen hat, trotzdem fit sein muss, weil das Baby den ganzen Tag über weint und getragen werden möchte. Ich wusste nicht wie fertig und dazu aber auch unbeschreiblich glücklich ich sein kann. Viele Sachen waren für mich als Kind selbstverständlich, sind sie aber nicht!

Letzte Woche hatte Noah schlimme Bauchweh, wir haben lange Zeit in dieser Nacht zusammen im Bad und auf der Couch verbracht, ich habe ihm Tee und eine Wärmflasche gemacht, den Bauch gestreichelt, er fragte mich, ob ich nicht auch so müde wäre wie er und sagte mir immer wieder, das er so froh sei, dass ich mich so lieb um ihn kümmere und plötzlich hatte ich ein Dejavu! Ich konnte mich ganz genau daran erinnern, wie meine Eltern sich nachts um mich gekümmert haben, wenn es mir nicht gut ging und ich mache es haargenau so, wie sie es mir beigebracht haben! 

Heute verstehe ich so viele Sachen so viel besser, als früher! 

Heute weiß ich, wie es ist Mama zu sein!

Ich muss meinen Eltern nicht an einem kommerziellen Tag dafür Blumen schicken und mich dann nicht melden. Sie sollen sehen, dass meine Kinder so aufwachsen, wie sie es mir beigebracht haben und sie sollen wissen, dass auch ich inzwischen groß bin und einige Sachen ganz gewiss hervorragend übernehmen kann, dass ich für sie da bin!

Eltern machen ihre Kinder zu den Menschen die sie sind!

Danke Mama und Papa! 

Leben mit Kindern

Aus Mamimi wird Anne

Das Noah ein fleißiger Kindergartenjunge ist, habe ich schon oft berichtet und auch Lillys Eingewöhnung bei der Tagesmutti war schon einige Male Thema bei mir. 

Die beiden werden langsam „groß“!


Heute war der große Vormittag gekommen, nachdem wir Noah in den Kindergarten gebracht hatten, habe ich Lilly zur Tagesmutter gebracht, mich an der Türe von ihr verabschiedet und bin nicht wie in den Tagen zuvor noch mit ins Spielzimmer, und bin gegangen. Ohne komisches Gefühl, eher mit viel Freude darüber, dass sie so glücklich ist!

Da stand ich nun, plötzlich ohne Kinder und mit Zeit! Zeit nur für mich! Was macht Frau dann? 


Ich war beim Frisör! Hier gibt es nämlich tatsächlich einen Salon, indem man bei schönem Wetter draußen gestylt wird! 


Natürlich habe ich immer wieder auf mein Handy geschaut, natürlich habe ich immer wieder an die Mäuse gedacht, aber ich könnte auch wirklich abschalten. Während mir die Haare gefärbt wurden, habe ich mich über ganz normale Frauenthemen unterhalten, Kaffee getrunken und mich wirklich mal einfach nur wie Anne gefühlt! 

Von Lilly bekam ich zwischendurch immer wieder ein Update und wusste so, dass alles super war!


Und wer dann noch völlig zufrieden im Arm der Tagesmutter auf dem Spielplatz einschläft, der hat sich mehr als gut bei ihr eingelebt;)


Heute Nachmittag habe ich richtig gemerkt, wie gut mir der Vormittag getan hat und wie entspannt ich eigentlich bin! 

Für uns war die Zeitplanung hinsichtlich der Beendigung der Elternzeit genau richtig und ich freue mich darauf neben der Mamimi auch einfach Anne oder Frau T. in der Schule zu sein;)

Leben mit Kindern

Laissez-faire oder Frühaustehermamimi! 

Gääähhnn…Es ist alles eine Phase oder ein Schub…Bald ist es wieder anders! 

Lilly ist unter die Frühaufsteher gegangen! Heute morgen fand sie, dass 5Uhr die perfekte Zeit ist, um den Tag zu beginnen. Keine Kuschelung, kein liebes Zureden, kein „Bitte, bitte“ konnten sie davon überzeugen, dass es viel schöner ist, wenn alle ausgeschlafen sind.

Doof, aber so ist es nun halt momentan! (Vielleicht sind ja auch die ollen Vögel schuld, denn die sind noch miesere Frühaufsteher und quatschen extremst früh draußen rum?!)

Als wir Noah heute morgen in den Kindergarten gebracht haben, sah ich wohl ziemlich müde aus – überschminken kann ich sowas nicht, das sähe bei mir nach Karneval aus- und so war das Dauerbrennerthema „Schlaf“ sofort bei einigen Muttis ausgebrochen.


Ich hörte Satzfetzen à la „…nicht vor 7Uhr!“ und „…das bestimme ich und nicht er..!“! Ich klinkte mich also ein wenig ein und dachte mir, dass die Damen vielleicht ernsthaft tolle Tipps parat hätten!

Oh ja, hatten sie auch…

Sie erklärten mir, ich solle Lilly immer wieder ins Bett drücken oder vielleicht einfach die Türe verschließen, bis zur gewünschten Uhrzeit. Manchmal müsste man auch mal ordentlich schimpfen, denn die Kinder müssen begreifen, dass sie nicht bestimmen dürfen, wann aufgestanden wird. 

Ich erklärte ihnen, dass dies definitiv die falschen Ideen für mich sind. Das ich kein Kind auf dieser Welt zwingen würde zu schlafen, dass ich es für sehr gefährlich halten würde Kinder einzusperren und das ich dann einfach lieber früher ins Bett gehe und Pech habe. 

Kennt ihr das, wenn Frauen dann ihre Augenbrauen hochziehen und sich gegenseitig so vielsagend anschauen? Genau diese Blicke erntete ich! 

Als Noah noch ganz klein war und ich erstmal in das Mamasein hineinwachsen musste (ja, das musste ich tatsächlich), da hätte mich so eine Unterhaltung aus der Bahn geworfen. Ich hätte gedacht das ich vielleicht zu unpädagogisch handeln würde, zu weich und inkonsequent bin. Ich hätte mich selbst in Frage gestellt! 

Und jetzt? Jetzt tun mir einfach nur noch die anderen Kinder leid! Ich erziehe nicht, indem ich meine Kinder zu Dingen zwinge, die meine eigene Bequemlichkeit unterstützen. Sicherlich wäre es schöner länger zu schlafen, aber um welchen Preis? 

Nein, unsere Kinder sollen wissen, dass wir immer für sie da sind und wir agieren nicht mit Zwang, sondern mit Verständnis. Lilly ist dafür noch zu klein, aber bei Noah funktionieren sehr viele Dinge ganz hervorragend, wenn wir sie ihm erklären. Nicht immer, aber oft und so werden wir es auch weiter machen! 


Laissez -faire hin oder her, es gibt sicherlich Regeln bei uns, aber keine Machtspiele! 

Und nun, mache ich mich langsam bettfein, denn ich glaube Fräulein Frühaufstehschub ist noch nicht fertig;)

Leben mit Kindern

Happy Birthday, Mamimiblog!

Ich freue mich! Vor einem Jahr habe ich das umgesetzt, was schon länger in meinem Kopf herumschwirrte!

Ich habe mich getraut meinen eigenen Blog zu starten und all diese „das liest doch eh keiner-„Gedanken über Bord geworfen! 

Nach nur einem Jahr waren tatsächlich 59063 Leser hier allein nur auf diesem Blog, unterwegs, bei Facebook gab es tatsächlich Posts von mir, die über 16500 Menschen gelesen haben! 

Im letzten Jahr durfte ich unwahrscheinlich viele neue Menschen kennenlernen, tolle und spannende Kooperationen eingehen und konnte mich bedingt durch den Blog tagtäglich mit anderen Mamas austauschen! Ich durfte erfahren, dass andere genau meine Ängste und Sorgen kennen, habe gemerkt das meine Leser/innen tatsächlich die Dinge spannend und toll finden, die ich Ihnen vorstelle und uns wurden so einige Türen durch den Blog geöffnet, über die wir zuvor nicht informiert waren! 

Das erste Jahr war toll mit euch und ich bedanke für das Lesen eines jeden Posts, ich finde es immer noch spannend die Kommentare zu lesen und freue mich immer unwahrscheinlich über Feedback, ganz besonders von Menschen die ich vermutlich in der realen Welt nie getroffen hätte! 

Danke dafür, dass ihr meinen Blog belebt!


Wirklich feiert man so einen Bloggeburtstag ja nicht, aber der standesgemäße „Hexenkotzkuchen“ wurde heute eh gebacken und so haben wir ihn als  Partykuchen genutzt! Apropo Party…


Die alberne Truppe war heute im absoluten Partymodus und genau deshalb kommt mein Post heute auch erst so spät;) 

Und nun beseitigen wir die Spuren ihrer Alberei und freuen uns weiterhin auf treue Leser! Ich freue mich euch auf unserem Mamimiweg mitnehmen zu dürfen! 

Leben mit Kindern

Aus klein wird groß!

Nun liegt tatsächlich schon die zweite Woche der Eingewöhnung von Lilly bei der Tagesmutter hinter uns und ich muss sagen, wir sind glücklich! Ich habe das Gefühl das Lilly zur Zeit morgens automatisch ganz früh wach wird, weil sie am liebsten sofort los möchte. Auch während unserer morgendlichen Routine hier zuhause, kann sie nicht schnell genug fertig werden!


Wenn wir bei der Tagesmutter parken, dann trampelt sie schon wie irre mit den Füßchen gegen die Unterkante ihres Reboarders und lacht und quietscht ganz laut! Sie ist interessiert an all den Spielzeugen dort, findet die anderen Kinder spannend, liebt das gemeinsame Frühstück so sehr, dass sie verhungert spielt, um möglichst schnell die tollen Brote und das Obst abzusahnen! Wirklich völlig problemlos kann ich mich von ihr verabschieden und sie spielt glücklich mit der Tagesmutti und ihren kleinen Freunden!


Im Gegensatz zu Noah nimmt sie die Veränderungen mit völliger Leichtigkeit und Freude. Noah hingegen nimmt sich manchmal selbst die Anfangsfreude, da er sich oft nur ganz schwer verabschieden kann, auch heute noch und so oft einen holperigeren Start im Kindergarten hat! Er denkt schon beim Wachwerden darüber nach, dass sein Freund vielleicht nicht zeitgleich ankommen könnte und ist dann bereits traurig und steigert sich in ein Unwohlsein hinein. Nicht immer, aber oft! Von wem er das wohl hat…?!;) Lilly ist da viel mehr wie ihr Papa und viel entspannter!

Nicht nur Lilly erlebt gerade erste Schritte in die Selbstständigkeit, auch Noah steckt mittendrin! Heute war er zum ersten Mal direkt nach dem Kindergarten alleine bei seinem Freund! 


Total aufregend und spannend war das für ihn…und für mich! Denn plötzlich braucht mein großer Junge mich wirklich nicht immer ununterbrochen mehr und hat auch einfach Freude daran, woanders zu sein! 

Ich finde es, wenn auch ungewohnt, toll und wünsche ihm, dass er immer liebe Freunde hat, mit denen er viele verschiedene Etappen in seinem Leben bestreitet!


Mein Hase und meine Maus werden tagtäglich größer, die Sorgen um sie nicht kleiner, nur anders, aber die Liebe wächst weiter! Jeden Tag!