DIY, Familie, Garten, Leben mit Kindern, Mama

Garten für Kinder

Das Wetter ist frühlingshaft und zumindest den eigenen Garten dürfen wir momentan problemlos nutzen. Balkons werden frühlingsfein gemacht oder Fensterbänke mit Blümchen dekoriert.

Passend dazu hat die Grundschullehrerin meines Sohnes eine schöne Idee gehabt, die wir für uns übernommen haben und an der bestimmt alle kleinen Gärtner ihre Freude haben. Zudem lernen sie dadurch grundlegende Zusammenhänge im Hinblick auf das Pflanzen von Samen und übernehmen Verantwortung für ihre kleinen Beete.

Quasi Biologieunterricht live in Zeiten des Homeschoolings:)

Anzuchtkästen gibt es in Hülle und Fülle und darin kann man wunderbar etwa Gewürze aus Pflanzensamen zum Leben erwecken.

Einkaufen gehen müssen wir ja auch weiterhin und in den Supermärkten gibt es unterschiedliche Samen.
Unser Bauernhof

Wem der spielerische Aspekt dabei zu kurz kommt, der hat vielleicht Lust einen wunderschönen kleinen Tiergarten aufzubauen.

Wie das funktioniert?

Ganz einfach. Ihr schnappt euch ein altes Backblech, eine flachen Pflanztopf, eine Feuerschale…etwas was einen festen Boden besitzt. Man verteilt Erde eben auf dem Boden und baut Mauern und Steinabtrennungen.

Kresse ist toll für eine Saat, denn sie wächst ganz flott und so haben Kinder ganz schnell auch ein optisches und habtisches Erlebnis. Die Kressesamen oder aber auch Gewürze oder Katzengras werden nun verteilen.

Anschließend kann man die Fläche mit kleinen Tierchen, Lego, Playmobilmännchen oder was die ausgeräumten Schränke hergeben, gemeinsam dekorieren. Nach einem anschließenden Regenschauer aus der Spritzflasche heißt es nun täglich kontrollieren wie der kleine Garten wächst. Und nicht vergessen, wer ein guter Gärtner ist, der kümmert sich täglich um die Bewässerung:)

Ob wir zu Ostern ganz viele kleine Gärtchen haben? Wir würden uns riesig über eure kreativen Ideen freuen – sendet sie uns doch zu:)

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Familie, Leben mit Kindern, Mama

Corona als Chance

Ja, ich gebe zu, meine Überschrift klingt seltsam. Die momentane Situation weltweit ist schwer als Chance zu erkennen. Sie fordert Tote, viele Tote, sie zerstört Existenzen, ist qualvoll, abartig und dabei ganz leise.

Es ist hier auch leise, viel leiser als sonst. Es fahren kaum Autos, alles ist leer, wir arbeiten von zuhause aus, treffen keine Freunde, gehen nicht bummeln und besuchen keine Ausflugsziele. Normalerweise ist das für mich undenkbar, ich bin diejenige die einen Sonntag schon schrecklich findet, an dem man nichts unternimmt und nur „chillt“. Zufriedenheit heißt für mich in Bewegung zu sein, zu erleben, zu sehen, soziale Kontakte zu pflegen.

In den letzten Monaten hatte ich ständig irgendwas. Mal waren es Magenprobleme, dann Schulterschmerzen, dicke Erkältungen, Müdigkeit…Meine Haut war teenagerlike. Alles nicht dramatisch, aber ich war meist ganz schön umgehauen. Das kenne ich von mir gar nicht.

Familienmanagement, Arbeit, Haushalt, Freizeit und viele Gedanken waren immerzu unter einen Hut zu bringen. Das macht oft Freude, fordert aber auch ordentlich. Termine müssen absolviert werden, Zeiten muss man dringend einhalten, der Blick auf die Uhr bestimmt normalerweise das Leben.

Und dann: Stillstand. Von heute auf morgen wird es ganz leise.

Keine Termine, kein Zeitdruck, kein Stau, keine Verabredungen, viel weniger Pflichten. Tatsächlich hatte ich erst ein wenig Angst davor, weil ich es nicht kenne, weil ich dachte das ich es nicht ertragen könnte.

Zwei Wochen später geht es mir gesundheitlich perfekt, meine Haut hat sich erholt und ich kann abends zum ersten Mal seit ich Mama bin einfach noch bis spät in den Abend hinein vor dem Fernseher sitzen und mir Dokumentationen oder auch simplen Trash anschauen, ohne dabei Unterricht vorzubereiten, Essen für den nächsten Tag zu kochen, zu putzen oder aufzuräumen.

Jetzt muss ich allerdings dazu sagen, dass wir aufgrund unserer beruflichen Situation in einer wirklich guten Lage sind, die uns keine Existenzangst beschert, natürlich wäre sonst alles ganz anders!

Mir wird gerade wie nie zuvor bewusst, wie gesegnet ich eigentlich bin. Wir sind gesund, wir haben ein (schönes) Dach über dem Kopf, wir können essen und trinken wann wir wollen, wir müssen keine Angst vor dem nächsten Tag haben und wir haben uns! Mir wird bewusst wie wenig ich eigentlich von all dem ganzen Wahnsinn den ich sonst für notwendig gehalten habe brauche, um zufrieden zu sein.

Die einzige Sache die mir momentan fehlt sind echte soziale Kontakte, aber auch diese werden wir irgendwann wieder haben und sie noch mehr wertschätzen als zuvor.

Versteht ihr nun warum ich Corona als Chance sehe, auch wenn es erstmal seltsam klingt?

Wir fahren alle Systeme runter, besinnen uns auf das was wirklich wichtig ist und starten dann mit den gewonnenen Erkenntnissen neu.

Trotzdem macht mir die Situation Angst, ich will nichts schönen was man nicht schönreden kann. Es geht nur um meine ganze persönliche Situation in meinen vier Wänden und ich bin dankbar, unwahrscheinlich dankbar für das was ich habe!

Mama

Menschlichkeit

Vor einigen Tagen habe ich mich mit meinen Schülern über „Werte“ unterhalten. Wir haben gemeinsam überlegt welche Werte denn eigentlich für ein Zusammenleben, für unser Zusammenleben, besonders wichtig sind.

Ordnung, Freundlichkeit, Höflichkeit, Pflichtbewusstsein, Disziplin… Wir haben so einige Dinge gefunden die uns allen echt wichtig sind.

Plötzlich kam ein Einwand. Ein Schüler sagte, dass all diese Werte gar nicht extra genannt werden müssten, wenn man Menschlichkeit beweist, denn dann macht man all die genannten Dinge ganz selbstverständlich. Wie recht er damit hatte war mir zwar sofort bewusst, aber wie sehr man dies auf die momentane Situation beziehen kann, war mir zu diesem Zeitpunkt nicht bewusst.

Statt sich eingeschränkt zu fühlen sollten wir uns bewusst sein, wie verdammt wertvoll Gesundheit ist und was so ein Virus mit dem Leben von uns allen veranstalten kann.

Statt sich Klopapier aus den Händen zu reißen, wäre es vielleicht echt mal cool der Omi von nebenan ein Carepaket vor die Haustüre zu stellen…

Wir sitzen in einem Boot und können durch die Einhaltung einiger wichtiger Regeln daran arbeiten, dass es nicht sinkt!

Die Welt ist unfassbar schnell, irre und chaotisch geworden, wenn die Situation gerade vielleicht nur einen positiven Aspekt hat, dann vielleicht den, dass wir uns einfach mal besinnen. Das wir runterfahren und begreifen was eigentlich wichtig ist!

Familie, Leben mit Kindern, Mama

Raus mit den Kindern!

Tatsächlich neige ich bei dem ollen Regenwetter des Winters dazu, flott vom Auto in die Bude zu jagen und unsere Nachmittage haben wir sehr oft komplett im Haus verbracht.

Natürlich gibt es unzählige Möglichkeiten schöne Nachmittage zu arrangieren, allerdings finden wir es umso schöner, uns Wind um die Nase pusten zu lassen, über Wiesen zu laufen, wärmende Sonnenstrahlen zu spüren und Steinchen in Wasser zu werfen.

Somit haben wir uns heute Vormittag, gelockt von den Sonnenstrahlen, schnell angezogen und sind zur Ruhr geflitzt.

Wir brauchen dort weder Spielzeug, noch irgendwelche Fahrzeuge. Es kann gerannt, gehüpft und geklettert werden.

Glücklich und zufrieden genießen wir nun gelüftet, mit schmuddeligen Schuhen, den Nachmittag und freuen uns auf den morgigen Start in eine neue Woche und träumen von sonnigen Abenteuern, die in den nächsten Wochen folgen werden 🙂

Mama

„Mama, warum gibt es Krieg?“

„Mama? Warum gibt es Krieg?“

Es gibt diese Fragen von Kindern bei denen du deine Worte ganz bedacht wählst, anfängst zu reden, ins Stocken gerätst und einfach keine Antwort hast.

„Die Jungen in der Schule haben heute Krieg gespielt. Sie haben sich geschubst und dann mit Stockpistolen geschossen und dann war im Spiel immer einer verletzt oder auch tot. Das ist doch nicht schön. Gibt es das wirklich?“

Wie erkläre ich einem Erstklässler was Krieg genau ist, wenn ich es im Grunde selbst nicht verstehe und mir die altersentsprechende Wortwahl komplett fehlt?

Ich habe es versucht und erklärt, dass man es Krieg nennt, wenn Länder oder Staaten mit Waffengewalt und dem Einsatz des Militärs ihre Meinung durchsetzen wollen. Krieg kann ganz viel zerstören und wenn man in dem Land lebt, in dem der Krieg ist, dann leiden die Menschen, die dort leben darunter, denn sie erleben dann Gewalt, obwohl sie oft gar nicht daran beteiligt sind. „

„Aber Mama, warum spielt jemand sowas? Das ist ganz, ganz grauenhaft. Wenn man eine andere Meinung hat, dann ist das eben so, dann kann ich doch nicht kämpfen, damit der andere auch so denken muss wie ich?“

Und da hat das sechsjährige Kind so unbeschreiblich viel Empathie und Verstand bewiesen, wie es so verdammt viele Menschen auf der Erde nicht begreifen.